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Investmentbank Wie bei Goldman Sachs – Morgan-Stanley-Chef Gorman befördert mögliche Nachfolger

James Gorman hat Morgan Stanley saniert. Nun sucht er einen Nachfolger – und orientiert sich dabei an der Strategie des Konkurrenten Goldman Sachs.
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Der frühere McKinsey-Berater hat Morgan Stanley wieder zum Erfolg verholfen. Quelle: Reuters
James Gorman

Der frühere McKinsey-Berater hat Morgan Stanley wieder zum Erfolg verholfen.

(Foto: Reuters)

New YorkSeit acht Jahren steht James Gorman an der Spitze von Morgan Stanley. Der gebürtige Australier hat die Investmentbank nach der Krise restrukturiert und zurück zum Erfolg geführt. Nun will er offenbar seine möglichen Nachfolger aufbauen. Die Bank hat am Dienstag zwei langjährige Banker befördert – ein Zeichen, dass sie für noch höhere Aufgaben vorbreitet werden sollen.

Ted Pick, der Morgan Stanleys Handelsgeschäft führt, wird nun die übergeordnete Institutional Securities Group leiten, zu der auch das Investment Banking, das Kapitalmarktgeschäft und die Research-Abteilung gehört. Insgesamt wird der 49-Jährige für 9000 Mitarbeiter verantwortlich sein, die die Hälfte der Erträge generieren.

Franck Petitgas, der bislang Co-Chef des Investment Bankings war, soll nun das internationale Geschäft leiten. „Dass unsere Top-Manager ihre Fähigkeiten ausbauen und ihre Erfahrungen ausbauen ist ein wichtiges Element, um den künftigen Erfolg von Morgan Stanley zu gewährleisten“, heißt es in einer internen Memo, die Gorman gemeinsam mit seiner Nummer zwei, Colm Kelleher, verfasst hat.

Die Strategie erinnert an die von Goldman Sachs. CEO Lloyd Blankfein hatte zunächst den Investmentbanker David Solomon und den Händler Harvey Schwartz auf Schlüsselpositionen befördert, um zu sehen, wer von den beiden sich besser schlägt.

Am Ende machte Solomon das Rennen. Goldmans operativer Vorstand gilt als designierter Nachfolger für Blankfein, der noch in diesem Jahr aufhören könnte.

Gorman beendete die Ära der riskanten Wetten

Gorman hat die Bank in den vergangenen Jahren in eine komfortable Lage navigiert. Der frühere McKinsey-Berater hat den einst so profitablen Eigenhandel eingedampft, ebenso wie das Geschäft mit dem damals für Fehlentscheidungen anfälligen Anleihehandel. Er verkaufte eine Flotte von Öl-Tankern, die für den Öl-Handel genutzt wurde, ebenso wie ein halbfertiges Kasino.

Gorman beendete damit die Ära der riskanten Wetten. Stattdessen setzte er auf das stabilere Geschäft der Vermögensverwaltung und übernahm früh in seiner Amtszeit den Broker Smith Barney.

Die Strategie ging auf. Im vergangenen Jahr waren die Gewinne dreimal so hoch wie 2014. An der Börse ist das Institut heute mit über 80 Milliarden Dollar bewertet. In den schlimmsten Zeiten der Krise waren es gerade einmal sieben Milliarden Dollar.

Gorman hat die Krise jedoch nicht vergessen. Er rät jungen Bankern, sich zu mäßigen und nicht nur an sich selbst zu denken. „Es hilft wirklich, ein bisschen paranoid und ein bisschen ängstlich zu sein“, sagte er im Juni auf einer Konferenz zum Thema Firmenkultur.

„Egal, was die Regulierer wollen oder was die Öffentlichkeit will: Wir wollen keine neue Finanzkrise“, stellte er klar. Den Rat wird er wohl auch seinen möglichen Nachfolgern mit auf den Weg geben.

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