Investmentbanking Deutsche Bank holt Top-Jobs nach Frankfurt

Die Deutsche Bank stärkt das Geschäft mit Firmenkunden im Investmentbanking und siedelt wichtige Führungspositionen in Deutschland an.
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Erst in der vergangenen Woche gab der Aufsichtsrat der Bank bekannt, den Vertrag von Vizechef Ritchie zu verlängern. Quelle: dpa
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Erst in der vergangenen Woche gab der Aufsichtsrat der Bank bekannt, den Vertrag von Vizechef Ritchie zu verlängern.

(Foto: dpa)

FrankfurtWenn der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing, über das Investmentbanking spricht, dann betont er gerne, welche Bedeutung dieses Geschäft auch für Unternehmenskunden hat, etwa wenn die Bank Firmen gegen Währungsschwankungen absichert.

Nun schlägt sich dieser Fokus auf die Finanzabteilungen der Unternehmen in einer Reihe kleinerer Personalien nieder, die das Institut am Dienstag intern angekündigt hat. Danach soll sich Rainer Bender künftig global um den Vertrieb von Investmentbanking-Produkten an die Finanzabteilungen von Unternehmen kümmern. Um es im Bankerkauderwelsch auszudrücken: Er wird globaler Chairman für den Bereich Corporate Banking Coverage.

Bislang gab es keine globale Führungsposition für diesen Bereich, sondern nur Europa-, Amerika- und Asienchefs. Damit signalisiert die Bank den höheren Stellenwert, den sie dem Geschäft mit den Finanzabteilungen von Unternehmen beimisst.

Benders Funktion ist in Frankfurt angesiedelt. Das wäre vor dem Brexit und vor der Entscheidung der Bank, ihren Heimatmarkt zu stärken, wohl anders gewesen.

Ganz deutlich zeigt sich der höhere Stellenwert der Frankfurter Zentrale auch auf den Führungsebenen darunter, die sich um das Tagesgeschäft kümmern. Lothar Meenen kümmert sich künftig europaweit um internationale Großkonzerne wie etwa Dax-Unternehmen. Bislang war seine Position in London angesiedelt, Meenen arbeitet nun aber von Frankfurt aus. Um mittelgroße Firmen soll sich künftig Michael Schleef kümmern, der Chef des deutschsprachigen Bereichs ist.

Dass die Bank Führungsjobs im Investmentbanking in Deutschland ansiedelt, dürfte nicht zuletzt bei europäischen Bankenaufsehern gut ankommen. Sie legen Wert darauf, dass internationale Banken wichtige Aufgaben nach dem Brexit auch von Kontinentaleuropa aus erledigen.

Weder Schleef noch Meenen sind ursprünglich Investmentbanker. Meenen arbeitete zuletzt im Global Transaction Banking, in dem die Bank ihr Geschäft mit Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierungen gebündelt hat. Schleef war für mittelständische Unternehmenskunden in Norddeutschland zuständig. Die Personalentscheidungen zeigen, dass es der Bank bei der Neuausrichtung des Investmentbankings vor allem auf Expertise im Umgang mit Unternehmen ankommt.

Länderchef für Amerika ist Dean Bellissimo, in Asien trägt Kaushik Shaparia die Verantwortung.

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