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Italien Aufseher wollen Banca Carige bei Scheitern der Käufersuche schließen

Für die italienische Krisenbank hat sich noch kein Käufer gefunden. Jetzt sollen Europäische Bankenaufseher über eine Schließung nachdenken.
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Die EZB hatte Carige im Januar unter Zwangsverwaltung gestellt, nachdem eine geplante Kapitalerhöhung gescheitert war. Quelle: dpa
Banca Carige

Die EZB hatte Carige im Januar unter Zwangsverwaltung gestellt, nachdem eine geplante Kapitalerhöhung gescheitert war.

(Foto: dpa)

FrankfurtEuropäische Bankenaufseher halten Insidern zufolge eine Schließung des italienischen Kriseninstituts Banca Carige für sinnvoll, sollte die Käufersuche scheitern. Damit würde die EZB-Bankenaufsicht auf Kollisionskurs mit der Regierung in Rom gehen, die in diesem Fall dem Geldhaus stattdessen mit Staatsgeldern unter die Arme greifen möchte.

Vier mit der Situation vertrauten Personen zufolge wollen die Kontrolleure allerdings bei dem Bankhaus aus Genua nicht sofort den Aus-Knopf drücken. Nach wie vor hofften sie, dass noch ein Investor gefunden werde. Gelinge das jedoch nicht, sei eine Schließung der logische Schritt.

Eine EZB-Sprecherin sagte zu den Informationen: „Das ist Spekulation.“ Die Bankenaufsicht verlasse sich auf die Übergangsverwalter, eine privatwirtschaftliche Lösung zu finden. Carige lehnte eine Stellungnahme ab. Italiens zehntgrößte Bank war wegen eines jahrelangen Missmanagements und der langen Wirtschaftskrise in ihrer Heimatregion in Schieflage geraten.

Die EZB hatte Carige im Januar unter Zwangsverwaltung gestellt, nachdem eine geplante Kapitalerhöhung gescheitert war. Erst kürzlich waren Verhandlungen mit dem US-Vermögensverwalter Blackrock über eine Kapitalspritze geplatzt. Den Insidern zufolge haben die Aufseher zwar keinen konkreten Zeitplan. Sie würden aber auch keine Monate warten wollen, bis ein Käufer feststeht.

Eine Abwicklung von Carige würde es Italiens Regierung gestatten, Sparten herauszulösen, die ein Rivale dann günstig auflesen könnte. Bislang stemmt sie sich aber gegen diese Option. Stattdessen nährte Rom zuletzt Hoffnungen, dass am Ende der Staat Carige mit einer Kapitalspritze beistehen werde.

Vize-Regierungschef Matteo Salvini hatte unlängst gesagt, Italien wolle eingreifen, wenn für Carige keine privatwirtschaftliche Lösung gelinge.

Mehr zum Thema: Rettungsplan für Banca Carige ist gescheitert – Italiens Bankenkrise kehrt zurück.

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  • rtr
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