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Italienische Großbank Unicredit möglicherweise von Hackerangriff bei Capital One betroffen

Die italienische Großbank wird mit einem Datenklau bei Capital One in Zusammenhang gebracht. Es wäre nicht das erste Sicherheitsproblem der Hypo-Vereinsbank-Mutter.
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Die italienische Großbank könnte vom Hackerangriff auf den US-Finanzdienstleister Capital One betroffen sein. Quelle: dpa
Unicredit

Die italienische Großbank könnte vom Hackerangriff auf den US-Finanzdienstleister Capital One betroffen sein.

(Foto: dpa)

Rom In Mailand herrscht bei der italienischen Großbank Unicredit Alarmbereitschaft. Genau eine Woche vor Bekanntgabe der Quartalszahlen wird die Hypo-Vereinsbank-Mutter mit einem Hackerangriff auf den US-Finanzdienstleister Capital One in Verbindung gebracht.

„Unicredit hat am 30. Juli erfahren, dass der Name der Bank im Zusammenhang mit dem Capital-One-Zwischenfall aufgetaucht ist. Unicredit hat die zuständigen Behörden kontaktiert und geht die Untersuchung aktiv an“, heißt es in einem Statement der Bank. Mehr Details werden nicht genannt. Für die Bank habe die Datensicherheit ihrer Kunden oberste Priorität.

Beim Finanzdienstleister Capital One, der seinen Sitz in Virginia hat, hat es am Montag eine Datenpanne gegeben. Es soll einen Hackerangriff auf ein Datenverzeichnis gegeben haben, das auf einem Cloud-Server liegt. Nach Angaben des Unternehmens seien die persönlichen Daten von 100 Millionen Menschen in den USA und sechs Millionen in Kanada, die den Antrag auf eine Kreditkarte gestellt hatten, öffentlich zugänglich gewesen.

Inzwischen hat das FBI die Hackerin, die für den Angriff auf Capital One verantwortlich sein soll, nach eigenen Angaben identifiziert. Es soll sich um eine ehemalige Angestellte von Amazon Web Services handeln, die online mit dem Hack geprahlt habe.

Unicredit, die von dem Franzosen Jean-Pierre Mustier geleitet wird, stand vor zwei Jahren schon einmal wegen Datenpannen in den Schlagzeilen. Im Juli 2017 teilte die Mailänder Bank mit, dass es einen Angriff von Hackern gegeben habe, bei dem Daten von 400.000 Kunden eingesehen worden seien. Unicredit versicherte, dass keine PIN-Nummern und keine Kennwörter entwendet worden seien. Die Schuld habe bei einem Provider von außen gelegen. Die damaligen Hackerangriffe fanden im September und Oktober 2016, sowie im Juni und Juli 2017 statt.

Wenige Wochen später mussten die Zahlen für das dritte Quartal 2017 aufgrund einer Panne vierzehn Tage früher veröffentlicht werden, als es im Kalender vorgesehen war. Auf der Website der Bank war eine Tabelle „mit zwei verborgenen, aber lesbaren Säulen“ aufgetaucht, hieß es in einer Mitteilung von Unicredit. Die Tabelle war irrtümlicherweise auch per Mail an Investoren und Finanzanalysten gesendet worden.

„In der Tabelle standen vorläufige und unvollständige Zahlen über das dritte Quartal 2017“, hieß es in dem dürren Kommuniqué. Die Zahlen seien sofort von der Website genommen worden. Investoren und Finanzanalysten wurden mit einer neuen Mail über den Fehler informiert.

Anfang Dezember will Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier seinen neuen Strategieplan vorstellen. Für Unruhe hatte vor kurzem das Gerücht gesorgt, dass darin ein Stellenabbau von 10.000 Mitarbeitern vorgesehen sei. Für das Ergebnis im zweiten Quartal, das in der nächsten Woche vorgestellt wird, erwarten Analysten einen leichten Gewinn. Da passen Schlagzeilen über mangelnde Datensicherheit und Hacker nicht gut ins Bild.

Mehr: Bei der italienischen Großbank könnten 10.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die deutsche Tochter, die Hypo-Vereinsbank, ist aber wohl nicht betroffen.

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