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Jahreszahlen Talanx-Aktionäre erhalten trotz Gewinneinbruch höhere Dividende

Die vielen Naturkatastrophen im Jahr 2017 belasten die Bilanz des Versicherers Talanx. Anleger können sich dennoch freuen.
Update: 19.03.2018 - 11:16 Uhr Kommentieren
Talanx ist der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern. Quelle: dpa
Versicherungskonzern Talanx

Talanx ist der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern.

(Foto: dpa)

Hannover Die Aktionäre von Deutschlands drittgrößtem Versicherungskonzern Talanx sollen den Gewinneinbruch nach der Hurrikan-Serie nicht zu spüren bekommen. Talanx erhöht die Dividende um fünf Cent auf 1,40 Euro je Aktie, wie das Unternehmen am Montag in Hannover mitteilte.

Der Nettogewinn brach im vergangenen Jahr um ein Viertel auf 672 (2016: 903) Millionen Euro ein, vor allem weil Talanx und die Tochter Hannover Rück 1,6 Milliarden Euro für die Folgen der Wirbelstürme „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ sowie andere Großschäden ausgeben mussten. Das überschritt das Budget um eine halbe Milliarde Euro. Insgesamt mussten Versicherer weltweit 134 Milliarden Euro für die Hurrikane zahlen.

„Aufgrund der Diversifizierung unseres Geschäfts haben uns die außerordentlichen Belastungen aus Großschäden in der Industrieversicherung und Schaden-Rückversicherung am Jahresende lediglich etwas mehr als ein Quartalsergebnis gekostet“, sagte der scheidende Vorstandschef Herbert Haas.

Der traditionell auf die deutsche Industrie ausgerichtete Konzern baut das Industrie- und Privatkundengeschäft im Ausland aus. Mit 52 (49) Prozent sei die Mehrzahl der Beiträge in der Erstversicherung im vergangenen Jahr von außerhalb Deutschlands gekommen. Das hatte sich Talanx eigentlich erst für 2018 vorgenommen. In der Industrie-Sparte sollen im nächsten Jahr fast zwei Drittel der Beitragseinnahmen aus dem Ausland kommen, zuletzt waren es 62 Prozent.

Das größte Wachstum im Privatkundengeschäft kam aus Mexiko und Polen, wo die Prämien in der Kfz-Versicherung branchenweit deutlich gestiegen sind. Das trieb die Prämieneinnahmen im Konzern um 6,3 Prozent auf 33,1 Milliarden Euro nach oben. Für 2018 rechnet Talanx währungsbereinigt mit einem Plus von zwei Prozent. Der Nettogewinn soll dann wieder auf rund 850 Millionen Euro steigen, wenn größere Naturkatastrophen ausbleiben.

Der Versicherer ist außerdem auf der Suche nach möglichen Zukäufen in den die USA. „Wir schauen auch auf anorganisches Wachstum“, sagte Herbert Haas am Montag in Hannover. „Wir überlegen, ob wir uns nicht in den USA in der Industrieversicherung verstärken wollen.“ Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern stehe aber nicht unter Zeitdruck. Talanx werde aber bei der Strategie mittelgroßer Zukäufe bleiben. Eine 15 Milliarden Dollar schwere Übernahme wie die des Bermuda-Versicherers XL Group durch die französische Axa „wäre für uns ohne weiteres nicht zu stemmen“, räumte Haas ein, der sein Amt zur Hauptversammlung an Torsten Leue übergibt.

Im Privatkundengeschäft werde Talanx im Ausland unter seiner Ägide bei Zukäufen auf Lateinamerika und Osteuropa konzentriert bleiben, sagte Leue. „Wir suchen ständig, aber man muss schauen, dass man dabei nicht zu gierig wird.“ Talanx ist unter anderen in Polen, der Türkei, Mexiko und Brasilien aktiv.

  • rtr
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