JP Morgan-Chef Dimon „Deshalb bin ich reicher als Sie“

Ein Wortgefecht auf dem Investorentag bei JP Morgan amüsiert die Wall Street: Als ein Analyst den Chef der größten US-Bank herausfordert, reagiert dieser ungehalten. Dabei ging es um ein ernstes Thema.
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JP Morgan-Chef Jamie Dimon. Quelle: dapd

JP Morgan-Chef Jamie Dimon.

(Foto: dapd)

New YorkIn der Finanzkrise war die geringe Kapitalausstattung von Banken ein Grund, weshalb Staaten vielen Geldhäusern zur Seite springen mussten. Deshalb achten Finanzmarktbeobachter mittlerweile ganz genau darauf, wie es um diesen Posten in der Bilanz der Geldhäuser steht.

Wie bedeutend das Eigenkapital ist, zeigt das Beispiel der Deutschen Bank. Als das Institut für die letzten Monate des Jahres 2012 einen heftigen Verlust präsentierte, kletterte die Aktie in die Höhe. Grund: Das harte Eigenkapital hatte die Bank um einige Zehntelprozentpunkte steigern können.

Fragen zur Kapitalausstattung gehören daher zum Standard-Repertoire von Bank-Analysten. Und Mike Mayo ist so etwas wie ein Star dieses Typus' des Experten. Er fühlt im Auftrag einer Finanzfirma den Konkurrenten auf den Zahn. Seine Prognosen gelten als ziemlich treffsicher, und kaum einer tritt in den exklusiven Telefonkonferenzen mit Top-Bankern derart kritisch auf wie der Experte der Brokerfirma CLSA. Bei der Citigroup soll Mayo einst sogar von den Runden ausgeschlossen worden sein, weil er immer wieder gefährliche Gechäftspraktiken angeprangert hatte.

Jetzt hat sich Mayo mit dem mächtigsten Banker Amerikas angelegt: Jamie Dimon. Der Chef des nach Vermögenswerten größten US-Instituts JP Morgan Chase gilt selbst als jemand, der nicht gerne ein Blatt vor den Mund nimmt.

Über das Wortgefecht der beiden beim Investorentag am Dienstag in New York spricht seither die ganze Wall Street. Es begann mit einer Diskussion um Kapitalquoten – und endete in einem Zitat, das Dimon noch nachhängen dürfte.

Schallendes Gelächter
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26 Kommentare zu "JP Morgan-Chef Dimon: „Deshalb bin ich reicher als Sie“"

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  • Psychologisch aufschlussreich: Dimon macht eine völlig sinnlose, dümmliche Bemerkung und irgendein freundlich gesinnter Hohlkopf im Publikum demonstriert seine "schnelle Auffassungsgabe". Der Rest hat zwar auch nichts verstanden, aber will sich keine Blösse geben. Und schon hat Dimon die Lacher auf seiner Seite und die elitäre Bankenwelt ist um ein unsterbliches Zitat reicher.

  • Die meisten Unqualifizierten tummeln sich im Gesundheitswesen!

  • Wahrscheinlich wurde das "Sie" nur fälschlicherweise groß geschrieben.

  • Irgendwann wird sich das Volk diese Blutsauger schnappen. Und wenn der Dimon dann da so liegt werden sie sagen "dafür sind wir lebendiger als du". Und herzhaft lachen.

  • Jemand der nicht zuhören kann und nur seine Statements rauspustet ist für so einen Job unqualifiziert.

    Unqualifizierte Menschen trifft man allerdings auf allen Ebenen. ganz ohne Witz.

  • Unsympathischer Dummschwätzer dieser Dimon. Den würde ich nicht mal als Berater beschäftigen, geschweige denn eine Bank leiten lassen.

  • Nein, ds glaube ich nicht. Die Antwort macht nur Sinn, wenn er die Bemerkung Mayos ausblendet oder die Frage eine Feststellung ist:

    Dimon: You would go to UBS and not JPMorgan?
    Mayo: <ausblenden>
    Dimon: That's why I'm richer than you.

    Oder

    You would go to UBS and not JPMorgan!
    Mayo: <ausblenden>
    Dimon: That's why I'm richer than you.

    Witziger wird es dadurch aber auch nicht....

  • Also, ich habe es auch nicht gleich verstanden. Abgesehen davon: was ist daran so witzig?

  • @ dazu braucht es nichtkorrumpierte, mutige, am fortschritt interessiete menschen mit dem ruf zurück zum kapitalismus und realen markt. .....

    am wenisten versteh ich die eigentümer! mit solchen typen machen die sich doch nur systemparasieten und werden alles verlieren, haben ja noch nicht alles zerstört, aber last die zeit weiter fliessen und die evolutuion geht in de revolution über! die type sind wirklich dreck - is für mich kein unterschied zu leuten wie eich....

  • Widerstand
    Was Sie sagen ist absolut richtig. Banken müssen zur Verantwortung gezogen werden, sprich; sie müssen pleite gehen. Darauf hin müssen alle Steuern zu ihrer Rettung der Bevölkerung zurück gegeben werden. Island hat uns vor gemacht dass dies der einzig richtige Weg ist. Leider wird dies, mit unseren Politikern (und auch den Politikern im Rest der industrialisierten Welt), nicht geschähen. Ich will den Politikern nicht einmal Vorsatz oder böse Absicht unterstellen, vielmehr Dummheit und daraus resultierende Verlegenheit und Angst vor den Konsequenzen. Aber wie man weis; Angst ist der denkbar schlechteste Ratgeber.

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