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Juristische Baustellen Deutsche Bank einigt sich mit unzufriedenen US-Aktionären

Die Deutsche Bank ist eine weitere Klage in den USA los: Amerikanische Aktionäre hatten der Bank die Schuld an einem Kursrutsch ihrer vorgeworfen. Für eine ungeklärte Summe haben sie sich auf einen Vergleich geeinigt.
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Vorwürfe gegen die Deutsche Bank: Die Bank habe faule US-Immobilienkredite in hochkomplexe Wertpapiere verbrieft und mit deren Verkauf in den Boomzeiten viel Geld verdient. Quelle: Reuters

Vorwürfe gegen die Deutsche Bank: Die Bank habe faule US-Immobilienkredite in hochkomplexe Wertpapiere verbrieft und mit deren Verkauf in den Boomzeiten viel Geld verdient.

(Foto: Reuters)

New YorkDer deutsche Branchenprimus einigte sich im Streit mit einer Reihe unzufriedener Aktionäre aus den USA grundsätzlich auf einen Vergleich, wie die Anwälte des Geldhauses am Donnerstag dem Bezirksgericht im New Yorker Stadtteil Manhattan mitteilten. Ob und wie viel die Bank dafür bezahlt hat, wurde nicht bekannt. Die Deutsche Bank und die Kläger wollten sich nicht äußern.

Die Anteilseigner - unter ihnen eine Pensionskasse und zwei Investmentfonds - hatten der Deutschen Bank die Schuld an einem Kursrutsch ihrer Aktie vorgeworfen. Sie war von Mai 2007 bis Januar 2009 - während der Finanzkrise - um 87 Prozent gefallen. Die Aktionäre warfen der Bank vor, ihre Gewinne bewusst auf Kosten der Anteilseigner maximiert und Risiken verschwiegen zu haben.

Sie habe faule US-Immobilienkredite in hochkomplexe Wertpapiere verbrieft und mit deren Verkauf in den Boomzeiten viel Geld verdient - während die Investoren auf den Verlusten sitzenblieben, als der amerikanische Häusermarkt kollabierte. Zudem habe die Bank Abschreibungen zu spät vorgenommen.

Doch das Bezirksgericht hatte sich Ende Oktober geweigert, die 2011 eingereichte Klage als Sammelklage anzunehmen. Der von den Anlegern bestellte Experte sei nicht qualifiziert und seine Methoden fehlerhaft, hatte die Richterin damals moniert. Damit hätte jeder der Kläger einzeln gegen die Deutsche Bank vorgehen müssen - doch das hätte die Anwalts- und Gerichtskosten in die Höhe treiben können.

Kurz vor Weihnachten hatte die Deutsche Bank im größten Vergleich ihrer Geschichte milliardenschwere Altlasten in den USA aus dem Weg geräumt. Mit einer Zahlung von 1,4 Milliarden Euro legte sie den Streit mit der Immobilienbehörde FHFA über den Verkauf fragwürdiger US-Hypothekenpapiere bei. Die FHFA agiert im Auftrag der staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.

  • rtr
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