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Deutsche Bank und Commerzbank

Die Banken loten eine mögliche Fusion aus.

(Foto: dpa)

Kapitalbedarf Wie könnte die Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank finanziert werden?

Für eine mögliche Fusion brauchen Commerzbank und Deutsche Bank Geld. Die Bundesregierung blockiert – nun schweift der Blick ins ferne Ausland.
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Frankfurt, Berlin Mit einem Zusammenschluss von Commerzbank und Deutscher Bank könnten beide Institute langfristig vermutlich viel Geld sparen: Tausende Arbeitsplätze wären überflüssig, wichtige IT-Investitionen müssten nur einmal getätigt werden. Doch zunächst müssten die Institute bei einer Übernahme der Commerzbank durch die Deutsche Bank kräftig investieren. Ohne eine Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe geht es nicht, sagen Analysten.

Auf staatliche Unterstützung dürfen die Geldhäuser dabei nicht setzen: Der bislang mit gut 15 Prozent an der Commerzbank beteiligte Staat werde bei einer möglichen Kapitalerhöhung nicht mitziehen, erfuhr das Handelsblatt von mehreren mit der Denkweise der Regierung vertrauten Personen. Zum einen habe sich die Haushaltslage verschlechtert, zum anderen sei ein solcher Schritt auch politisch nicht vermittelbar.

Ein denkbarer Kapitalgeber wäre der Staatsfonds von Katar, der an einer Investition in die Deutsche Bank interessiert ist und schon bei den Aufsichtsbehörden vorgefühlt hat. Solch ein Schritt kommt für die Katarer aber nur infrage, wenn sie keiner vertieften Eigentümerkontrolle durch die Bankenaufseher unterworfen würden.

Das hängt davon ab, ob die Aufsicht ein Engagement des Staatsfonds als eigenständiges Investment einstuft oder einer bestehenden Beteiligung zweier Vertreter der katarischen Herrscherfamilie zuordnen würde. Ein Ergebnis dieser Prüfung stehe noch aus, sagten unlängst zwei Insider dem Handelsblatt.

Als weitere Option gilt ein Verkauf von Anteilen an der Fondstochter DWS, die die Bank vor einem Jahr an die Börse brachte. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Sonntag, die Allianz prüfe ein Zusammengehen ihres Investmentarms Allianz Global Investor mit der DWS, um einen nationalen Champion im Fondsbereich zu schaffen.

Die Gedankenspiele befänden sich in einem frühen Stadium und müssten nicht in formellen Gesprächen münden. Keine der beiden Gesellschaften wollte sich dazu äußern. Unter der Hand hieß es aber in München, an einer Fusion mit der DWS sei nichts dran. Das entspreche wohl eher dem Wunsch von Politikern und Investmentbankern, die an den Fusionsgesprächen der Banken beteiligt sind.

Für die Deutsche Bank hätte ein Verkauf der DWS derzeit ohnehin einen Nachteil: Potenzielle Erwerber würden den Preis drücken, weil bekannt ist, dass die Bank im Falle einer Fusion viel Geld benötigt.

Das Geld ist nicht nur nötig, um umfängliche Sozialpläne für den erwarteten Stellenabbau bereitzulegen. Ein weiterer Kostenfaktor wären stille Lasten in den Bilanzen. Bei einer Fusion würde technisch gesehen die Deutsche Bank die Commerzbank übernehmen.

Dann müsste das Übernahmeziel, also die Commerzbank, seine gesamte Bilanz zum aktuellen Marktwert bewerten. Vor allem der per Ende September 8,4 Milliarden Euro große Bestand an teils langlaufenden italienischen Staatsanleihen steht zu weit höheren Werten in den Büchern, als es die aktuellen Marktpreise hergeben.

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