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Kaushik Shaparia Deutsche Bank versucht mit neuem Chef den Neustart in Indien

Indien ist für die Deutsche Bank einer der profitabelsten, aber auch schwierigsten Märkte. Ein neuer Landeschef musste her. Den hat das Geldhaus nun gefunden.
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Der neue Chef Shaparia soll den Umbau der Indien-Niederlassung verantworten, den der Bank-Vorstand Ende vergangenen Jahres beschlossen hat. Quelle: Reuters
Die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt

Der neue Chef Shaparia soll den Umbau der Indien-Niederlassung verantworten, den der Bank-Vorstand Ende vergangenen Jahres beschlossen hat.

(Foto: Reuters)

BangkokDie Deutsche Bank hat in Indien turbulente Monate hinter sich: Noch Anfang 2018 versuchte der Konzern, sein Privatkundengeschäft auf dem Subkontinent loszuwerden. Vor einem Jahr wurde klar, dass dieser Plan scheitert, weil sich kein geeigneter Käufer fand. Anfang 2019 verlor die Deutsche Bank an ihrem Indien-Hauptsitz in Mumbai auch noch überraschend ihren örtlichen Chef: Ravneet Gill wechselte zum Konkurrenten Yes Bank.

Nun arbeitet der Asien-Vorstand des Geldhauses, Werner Steinmüller, an einem Neustart auf dem Subkontinent. Nach monatelanger Suche hat er dafür nun einen neuen Landeschef gefunden, der den nach Gills Abgang freigewordenen Posten übernehmen soll: Nach Informationen des Handelsblatts leitet künftig Kaushik Shaparia die Geschäfte der Bank in Asiens drittgrößter Volkswirtschaft.

Das gab die Deutsche Bank laut Insidern in einem internen Memo bekannt. Shaparia arbeitet seit mehr als 30 Jahren für die Deutsche Bank und leitete zuletzt die Abteilung Corperate Banking Coverage im Asien-Pazifik-Raum.

Mit der Neubesetzung verfügt Steinmüller nun wieder über einen Manager, der den Ausbau der Geschäfte in dem wichtigen Markt vorantreiben kann. Indien ist der einzige Markt außerhalb Europas, in dem die Deutsche Bank über ein Filialgeschäft für Privatkunden verfügt.

Das Land gehört nach Unternehmensangaben zu den fünf profitabelsten Märkten des Konzerns weltweit. Anfang des Jahres führte die Bank in Indien eine Kapitalerhöhung von 500 Millionen Euro durch. Damit wolle er das Geschäft in dem 1,3 Milliarden Einwohner großen Land weiter stärken, sagte Steinmüller im Februar im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Der neue Chef Shaparia soll nun den Umbau der Indien-Niederlassung verantworten, den der Bank-Vorstand Ende vergangenen Jahres beschlossen hatte. Dabei steht unter anderem die Digitalisierung des Geschäftes im Vordergrund.

„Wir bauen unsere Privatkundenbank in Indien zu einer digitalen Plattform um“, sagte zuletzt Vorstand Steinmüller. Der Bank geht es darum, auf dem Subkontinent weiter zu expandieren, ohne dafür zwingend neue Filialen eröffnen zu müssen.

Auch ihre Finanzierungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen in Indien will die Deutsche Bank über digitale Angebote ausweiten. Wachstumspotenzial sieht der Konzern zudem in seiner Transaktionsbank – unter anderem aufgrund der in Indien inzwischen weit verbreiteten digitalen Bezahlsysteme. Mit ihnen lassen sich kleine Einkäufe und Rikschafahrten abrechnen.

Im Investmentbanking sah sich der Konzern zuletzt bereits gut aufgestellt: Die Fachpublikation „Euromoney“ kürte die Deutsche Bank vergangenes Jahr zur besten Investmentbank in Indien.

In dem Land sieht das Geldinstitut aber nicht nur eine Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen, sondern auch, Kosten zu sparen. Rund 10.000 Mitarbeiter sind für die Deutsche Bank in Indien tätig. Viele von ihnen übernehmen ausgelagerte Aufgaben für Konzernteile in anderen Weltregionen.

„Wir suchen immer nach Optimierungsmöglichkeiten. Indien ist angesichts der gut ausgebildeten Mitarbeiter und hohen Kosteneffizienz sehr attraktiv“, sagte Steinmüller. „Wir planen, in Indien weitere Jobs zu schaffen. Dabei geht es natürlich auch darum, Kosten einzusparen.“

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1 Kommentar zu "Kaushik Shaparia: Deutsche Bank versucht mit neuem Chef den Neustart in Indien"

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  • Endlich mal ein positiver Bericht über die Deutsche Bank, danke.