Kernkapital Die Landesbanken bitten zur Kasse

Bei den Instituten, die ihr Kernkapital stärken müssen, bietet sich die Umwandlung der stillen Einlagen an. Die Eigentümer haben davon oft nur Nachteile.
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Viele Landesbanken müssen ihr Kernkapital erhöhen. Quelle: dapd

Viele Landesbanken müssen ihr Kernkapital erhöhen.

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FrankfurtVermögenskonflikte treten im Verhältnis von Sparkassen und Landesbanken immer öfter zutage. Derzeit murren etwa Landesbanken im Norden und Süden des Landes, dass sie knapp eine viertel Milliarde Euro für die Kapitalisierung der Verbundbank der Westdeutschen Landesbank (WestLB) aufbringen sollen. Diese soll bei der Landesbank Hessen-Thüringen unterkommen. Warum also den Wettbewerber alimentieren, so die Überlegung jener Landesbanken, die nun am liebsten jene Vereinbarung mit den Sparkassen aufheben möchten, der sie Anfang des Jahres zugestimmt haben.

Auch vielen Sparkassen vergeht derzeit die letzte Freude, die sie an ihren Landesbanken noch hatten: Ihre stillen Einlagen, die in guten Jahren attraktive Zinsen brachten, sollen zur Kapitalisierung der Landesbanken eingesetzt werden.

Die Gründe dieser Härtung von stillen Einlagen zu Eigenkapital sind unterschiedlich: Die bayerischen Sparkassen, die rund 800 Millionen Euro bei der Bayerischen Landesbank liegen haben, sollen dies auf Drängen von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia machen. Der ist der Ansicht, dass die bayerischen Sparkassen, denen einst die Hälfte an der BayernLB gehörte, bei der Sanierung dieser durch den Freistaat Bayern zu billig davongekommen seien. Denn die zehn Milliarden Euro, mit denen die BayernLB gestützt wurde, waren das Geld der Steuerzahler. Die Sparkassen büßten damals lediglich ihre Anteile an der Bank bis auf sechs Prozent ein.

Zu Beginn der BayernLB-Krise im Jahr 2008 hatte man die bayerischen Sparkassen bewusst geschont, damit diese nicht auch noch als Kreditgeber des lokalen Mittelstands ausfallen. Nachdem dies ausgestanden ist, fordert Almunia nun den Anteil der Sparkassen ein. Wobei er diesen nicht nur die stillen Einlagen im Tausch gegen Anteilscheine an der BayernLB abknöpfen will - sie sollen auch für rund 1,2 Milliarden Euro der Landesbank die bayerische Landesbausparkasse abkaufen. Die Sparkassen halten diesen Preis für überzogen, sie schätzen die Landesbausparkasse auf grob 600 Millionen Euro.

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