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Kommentar Kunden müssen sich an neue Sicherheitsverfahren beim Banking gewöhnen

Kartenzahlung soll vor allem bequem und schnell gehen, doch auch an neue Sicherheitsverfahren werden sich Verbraucher künftig gewöhnen.
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Die Oldenburger Landesbank wurde jüngst zum Opfer von Kriminellen. Quelle: imago images / photothek
Kreditkartenbetrug

Die Oldenburger Landesbank wurde jüngst zum Opfer von Kriminellen.

(Foto: imago images / photothek)

Strengere Sicherheitsvorschriften beim Bezahlen im Internet sorgen in Europa schon seit Monaten für Aufregung. Händler befürchten, dass neue Sicherheitssysteme zu mehr Kaufabbrüchen führen. Doch aktuelle Betrugsfälle zeigen: Sicherheit ist letztlich wichtiger als Bequemlichkeit.

Wenn plötzlich Tausende Euro auf dem Konto fehlen, ist das für Bankkunden ein Schock. Erlebt haben das gerade mehr als 2000 Kunden der Oldenburger Landesbank. Über ihre Debit-Karten des Kreditkartenanbieters Mastercard sollen Cyberkriminelle von Brasilien aus rund 1,5 Millionen Euro von ihren Konten erbeutet haben. Der Schaden wurde den Kunden erstattet, auf den Schreck hätten sie wohl trotzdem gern verzichtet.

Wie genau die Kriminellen das Geld ergaunert haben, ist noch nicht bekannt. Klar ist, dass Banken ihre Kunden bestmöglich schützen müssen und kein Einfallstor für Hacker bieten dürfen. Fest steht aber auch, dass die Betrugsmöglichkeiten je nach nationaler Gesetzgebung sehr unterschiedlich sind.

In Europa wird ein Einfallstor gerade geschlossen. Dank der „starken Kundenauthentifizierung“ reicht es künftig nicht mehr, beim Bezahlen per Kreditkarte nur die Kartendaten plus Prüfziffer anzugeben. Das macht es Betrügern schwerer.

Die Sorge, dass europäische Kunden deshalb nicht mehr online einkaufen, scheint unbegründet. Eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft kam gerade zu dem Ergebnis, dass die meisten Kunden ihr Einkaufsverhalten trotz der neuen Regeln nicht ändern wollen.

Auch die Entwicklung von Kartenzahlungen an der Ladenkasse sollte Händlern Hoffnung machen: Mussten Kunden früher meist nur auf dem Kassenzettel unterschreiben, hat sich inzwischen die PIN- Eingabe durchgesetzt. Das mag komplizierter sein, trotzdem nehmen Kartenzahlungen selbst bei deutschen Bargeld-Fans stetig zu. Wenn es der Sicherheit dient, kann man sich als Kunde an vieles gewöhnen. Wichtig ist nur, dass gut erklärt wird, wie die Systeme funktionieren.

Mehr: Kriminelle erbeuten 1,5 Millionen Euro von mehr als 2000 Konten der Oldenburger Landesbank. Sie bauten offenbar Debitkarten nach – und hoben das Geld in Brasilien ab.

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