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Kommentar Visa und Mastercard bleibt kaum noch Zeit, um Marktanteile in China zu gewinnen

Die Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard versuchen seit einem Jahrzehnt ohne Erfolg, Zugang zum chinesischen Markt zu erhalten. Nun drängt die Zeit.
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Die Zahlungsdienstleister sind immer noch nicht im Genehmigungsprozess für einen Marktzugang in China. Quelle: dpa
Kreditkarten von Visa und Mastercard

Die Zahlungsdienstleister sind immer noch nicht im Genehmigungsprozess für einen Marktzugang in China.

(Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump legt sich gerne öffentlich für seine Wähler in die Bresche – darunter auch viele Landwirte. Eines seiner wichtigsten Ziele in den Handelsgesprächen mit Peking ist es daher, dass China mehr Sojabohnen kauft. Als weitere zentrale Themen gelten der Schutz geistigen Eigentums, der Technologietransfer und unfaire Subventionen.

Was dabei scheinbar hinten überfällt, ist der Zugang für US-Finanzdienstleister zu Chinas Markt. Nachdem dem Finanzminister und Ex-Banker Steven Mnuchin die Leitung der Verhandlungen entzogen wurde, könnte der eine oder andere Finanzmanager befürchten, dass seine Branche das erste Bauernopfer bei der Kompromisssuche werden könnte. Deshalb schadet es nicht, wenn man die Politik daran erinnert, dass man auch noch existiert.

Am Sonntag berichtete die „Financial Times“, die sich auf zwei anonyme Insider beruft, dass Peking die Anträge von Visa und Mastercard für einen chinesischen Marktzugang nicht zur Bearbeitung angenommen habe. Am Montag teilte die chinesische Zentralbank mit, dass von den zwei Unternehmen entweder gar kein oder ein nur unvollständiger Antrag vorliegt.

Wer recht hat, lässt sich nicht ermitteln. Fest steht, dass sich Visa und Mastercard noch immer nicht im Genehmigungsprozess befinden. Dabei drängen sie seit fast einem Jahrzehnt auf Zugang. Schon 2010 beschwerten sich die USA darüber, dass China ausländische Zahlungsdienstleister diskriminiere. 2012 gab ihnen die Welthandelsorganisation recht, 2014 versprach Chinas Regierung Besserung, aber erst 2017 wurde sie umgesetzt.

Selbst wenn sie irgendwann den Zugang noch erhalten sollten – für Visa und Mastercard könnte es zu spät sein. Seit einigen Jahren entwickeln sich mobile Bezahldienstleister wie Alipay und WeChat Pay zu ernsthaften Konkurrenten von Unionpay, dem chinesischen Platzhirsch im Kreditkartenmarkt. Für Visa und Mastercard bliebe da ohnehin nicht mehr viel Raum, um Marktanteile zu gewinnen.

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