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Konsolidierung JP-Morgan-Chef Dimon spricht sich für Bankenfusionen in Europa aus

Jamie Dimon glaubt, dass Europa grenzüberschreitende Übernahmen braucht, um den Finanzsektor zu stabilisieren. Stellenkürzungen sind für ihn unausweichlich.
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Der Chef von JP Morgan Chase erwartet Stellenkürzungen bei Banken in Deutschland. Quelle: dapd
Jamie Dimon

Der Chef von JP Morgan Chase erwartet Stellenkürzungen bei Banken in Deutschland.

(Foto: dapd)

Frankfurt, New YorkSchon länger macht sich Jamie Dimon Sorgen um Europa. Nun hat der Chef des Wall-Street-Riesen JP Morgan Chase seine Forderung nach europäischen Bankenfusionen bekräftigt. Finanzinstitute, auch über Ländergrenzen hinweg, „müssen fusionieren, um die nötige Größe und Breite zu bekommen“, sagte Dimon dem Börsensender Bloomberg am Donnerstag.

Dafür müssten dringend auch die regulatorischen Rahmenbedingungen finalisiert werden. Sollten sich Politiker gegen solche Zusammenschlüsse stellen, dann würden die europäischen Banken stets unter ihren Möglichkeiten bleiben, so Dimon. „Das ist schlecht für die Wirtschaft.“

Die Aussagen fallen mitten in die Diskussion um den Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank. Die beiden größten heimischen Privatbanken haben inoffizielle Gespräche über eine mögliche Fusion aufgenommen. Die Gewerkschaften wehren sich vehement gegen eine Übernahme der Commerzbank durch die Deutsche Bank.

Um einen Zusammenschluss wirtschaftlich sinnvoll zu machen, müssten die beiden Institute massiv Stellen streichen. Analysten schätzen, dass durch das Projekt bis zu 30.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

Egal, wie die Diskussionen ausgehen: In Deutschland erwartet Dimon so oder so schwere Zeiten für die Bankenbranche: „Selbst wenn man die Konsolidierung nicht erlaubt, dann muss man zulassen, dass die Institute effizienter werden. Das bedeutet Stellenkürzungen“, stellte Dimon klar. Kurzfristig sei das zwar sehr schmerzhaft, doch langfristig werde es besser für den Sektor sein.

Der JP-Morgan-Chef hatte sich bereits im Herbst im Handelsblatt-Interview für mehr Konsolidierung in Europa ausgesprochen. Es gehe jedoch nicht nur darum, größere Institute zu schaffen, mahnte Dimon damals. Konsolidierung müsse zu mehr Diversifizierung führen und den Banken erlauben, „ihre Margen zu verbessern und ihren Kunden bessere Produkte anzubieten“.

Die für die Aufsicht über die größten Banken in der Währungsunion zuständige Europäische Zentralbank hatte sich ebenfalls bereits für mehr Konsolidierung in der Finanzbranche starkgemacht.

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