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Konsumentenkredite Streitpunkt Kreditverträge – Die digitale Fidor Bank kassiert eine Abmahnung

Das Fintech behält sich das Recht vor, die Kosten von kurz laufenden Kleinkrediten jederzeit anzupassen. Das hält die Verbraucherzentrale Sachsen für unzulässig.
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Fidor Bank kassiert Abmahnung wegen Klauseln in Kreditverträgen Quelle: obs
Fidor Bank

Die Fidor Bank ist auch für das mobile Bankgeschäft von O2 zuständig.

(Foto: obs)

BerlinDie ausschließlich digital aktive Fidor Bank ist in das Visier der Verbraucherschützer geraten. Im Kern geht es dabei um Bedingungen für das Kurzzeitkreditangebot „Geld-Notruf“, mit dem Kunden zunächst 100 Euro für 30 Tage beantragen können oder 199 Euro für 60 Tage.

Dieser Kredit ist sowohl direkt über die Bank als auch über das Onlinebanking-Angebot von O2 erhältlich. Für die Abwicklung des mobilen Bankgeschäfts des Mobilfunkkonzerns Telefónica ist die Fidor Bank verantwortlich.

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu dem Kurzzeitkredit verwendete das Institut nach Überzeugung der Verbraucherzentrale Sachsen gleich mehrere Bedingungen, mit denen sie die Voraussetzungen und die Höhe der Geldbeträge bei laufenden Verträgen einseitig ändern konnte. Zudem behielt sich die Bank das Recht vor, die Kosten des Kleinkredits jederzeit anzupassen.

„Derartige Änderungsrechte nach Abschluss des Vertrags halten wir für unzulässig“, kritisiert Kerstin Schulz, Teamleiterin Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Sachsen. Der Marktwächter Finanzen wertet Beschwerden von Verbrauchern aus und fungiert als Frühwarnsystem für Fehlentwicklungen.

Die Verbraucherschützer bemängelten auch die Mahn- und Servicekosten des Angebots. Die Fidor Bank verlangte für einen ersten „Überfälligkeits-Alert“ jeweils drei Euro, für die anschließende „Zahlungserinnerung“ und die „letzte Mahnung“ auch jeweils drei Euro, so dass sich unterm Strich die Mahnkosten auf neun Euro belaufen konnten.

Die Bank bestätigte, dass sie auf die Abmahnung reagiert und die Mahnpraxis geändert habe. „Nach eingehender Prüfung hat sich die Fidor Bank dazu entschlossen, bereits vor Einführung des neuen Geld-Notrufs keine Mahnkosten mehr geltend zu machen“, so ein Sprecher. Vollzug meldet die Bank auch bei der Anpassung der von den Verbraucherschützern kritisierten AGB.

Nicht Bestandteil der Abmahnung sind die Fixkosten des Geld-Notrufs, die sich auf sechs Euro belaufen. Aber auch dazu haben die Marktwächter eine Meinung. „Das Angebot ist verhältnismäßig teuer. Selbst bei gleicher Laufzeit und einem sehr hohen Dispozins von 12,5 Prozent liegen die Fixkosten vergleichbarer Kredite bei 1,04 Euro“, so Teamleiterin Schulz.

„Wir raten von diesen Krediten ab, da sie extrem teuer sind“, heißt es auch beim gemeinnützige Verbraucherportal Finanztip.

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