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Kooperation Apple und Goldman Sachs planen gemeinsame Kreditkarte

Der iPhone-Hersteller und die Investmentbank tun sich zusammen. Beide Unternehmen wollen dadurch Umsatzverluste kompensieren.
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Seitdem das Geschäft mit den iPhones zurückgeht, investiert der iPhone-Hersteller zunehmend in Dienstleistungen. Quelle: Reuters
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Seitdem das Geschäft mit den iPhones zurückgeht, investiert der iPhone-Hersteller zunehmend in Dienstleistungen.

(Foto: Reuters)

New YorkEs ist ein ungewöhnliches Projekt: Apple und Goldman Sachs werden im Frühjahr eine gemeinsame Kreditkarte herausgeben. Der iPhone-Hersteller wolle seinen Kunden dabei besondere Funktionen im Apple-Wallet anbieten, um die Ausgaben einfacher zu verwalten und zu überblicken, heißt es im „Wall Street Journal“, das zuerst über das Projekt berichtete. Auch könnten sie größere Rabatte beim Kauf von Apple-Produkten erhalten als bei anderen Käufen.

Beide Unternehmen wollen damit neue Erträge generieren. Goldman hatte 2016 die Online-Bank Marcus gegründet und sich so zum ersten Mal für das wenig glamouröse Geschäft mit Privatkunden geöffnet. Es ist ein wichtiges Wachstumsfeld für das Wall-Street-Haus, das wegbrechende Umsätze aus dem einst so lukrativen Geschäft mit dem Handel von Anleihen ersetzen muss.

Im besten Fall könnte Goldman auch Kredite, Vermögensverwaltung und andere Produkte für Apple-Kunden anbieten. Die Zielgruppe ist attraktiv. iPhone-Käufer gelten in der Regel als technologieaffin und gut situiert – genau solche Kunden würden gut zu Marcus passen.

Auch Apple muss sich neu aufstellen. Seitdem der Verkauf von iPhones zurückgeht, will der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino das Geschäft mit Dienstleistungen ausbauen. Über die Kooperation mit Goldman Sachs verschafft sich Apple einen tieferen Einblick in das finanzielle Leben seiner Nutzer.

Bislang bekommt Apple einen kleinen Teil der Gebühren, wenn die Nutzer ihre Kreditkarte über Apple Pay einsetzen. Der Anteil soll sich bei der eigenen Kreditkarte noch etwas vergrößern, heißt es.

Doch die Strategie birgt Risiken. Beide Unternehmen wagen sich damit in einen Geschäftsbereich vor, der bereits von anderen Banken und Finanz-Start-ups gut besetzt ist. Goldman baut derzeit unter anderem ein Call-Center auf, ebenso wird an internen Systemen gearbeitet, um die Transaktionen zu verarbeiten. Dafür habe das Wall-Street-Haus ein Budget von 200 Millionen Dollar veranschlagt.

Die Karte wird von Mastercard herausgegeben, dem weltweit zweitgrößten Kreditkartenkonzern. Marktführer Visa hat bereits eine ähnliche Karte mit dem Internethändler Amazon im Angebot.

Apple muss eine schwierige Balance mit Goldman finden. Zum einen ist die Kooperation mit dem Finanzinstitut enger als mit anderen Unternehmen. Auf der anderen Seite will der Technologiekonzern jedoch andere Banken nicht vergraulen, die für die Mehrheit der Transaktionen über Apple Pay sorgen.

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