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Kooperation Banken und Fintechs Beim Kredit hört die Freundschaft auf

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Großer Einfluss von Fintechs
Wie die Deutschen mit Schulden umgehen
Schulden der Deutschen
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Haus gebaut, Möbel angeschafft, Auto gekauft: Fast jeder zweite Deutsche (47 Prozent) hat Schulden. Doch der Umgang mit den Verpflichtungen ist sehr unterschiedlich. Das geht aus der repräsentativen Schuldenstudie 2015 der Unternehmensgruppe EOS hervor, für die das Marktforschungsinstitut Icon Added Value Erwachsene in Deutschland, Russland und in den USA befragte. Demnach halten drei von vier Deutschen Schulden für normal: Sie meinen, viele Menschen müssten heute Kredite zurückzahlen. Doch wenn es um das eigene Vermögen geht, halten nur sechs Prozent ihre Schulden für normal.

In der Studie wird von Menschen mit Schulden gesprochen, wenn die Person derzeit einen oder mehrere Ratenkredite – auch bekannt als Anschaffungsdarlehen, Allzweckdarlehen, Rahmenkredite oder Abrufkredite – oder eine Immobilienfinanzierung zurückzahlt.

Quelle: eos-solutions.com

(Foto: dpa)
Gefühlte Belastung durch Schulden
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Vier von fünf Bundesbürgern (79 Prozent) versuchen, ihre Schulden möglichst niedrig zu halten. Das dürfte auch daran liegen, dass ein Großteil sich verpflichtet sieht, diese auch zu begleichen: 84 Prozent der Deutschen fühlen sich schlecht, wenn sie ihre Kredite nicht abbezahlen können – vor allem, wenn sie bei Familie oder Freunden in der Kreide stehen. Interessant: Die Bundesbürger halten zu 58 Prozent monatliche Belastungen von 300 Euro für vertretbar, allerdings überschreiten nur 39 Prozent überhaupt diese Grenze. Vielleicht liegt es daran, dass es fast zwei Drittel (64 Prozent) belastet, wenn sie Schulden haben.

In den USA ist diese Wahrnehmung eine andere: Dort halten nicht nur zwölf Prozent der Bürger ihre Schulden für normal, sie sehen sich auch weniger dadurch belastet (60 Prozent).

(Foto: dpa)
Wie die Deutschen den Begriff „Schulden“ verstehen
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Die Deutschen wissen sehr genau: Wer sein Konto überzieht oder einen Kredit aufnimmt, der hat Schulden. Die EOS-Studie bescheinigt den Bundesbürgern daher ein „sehr umfassendes“ Verständnis von Schulden. Nur, wenn sie auf Rechnung kaufen oder mit Kreditkarte bezahlen, glauben die Deutschen seltener (39 beziehungsweise 30 Prozent), dass sie gerade Schulden machen.

(Foto: dpa)
Für was die Deutschen Schulden für angemessen halten
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Ob Hauskauf oder die Finanzierung des neuen Autos: Je nachdem, wie langfristig die Anschaffung ist, ist auch die Bereitschaft, sich zu verschulden. Doch längst nicht bei allen Krediten sind die Bundesbürger so gnädig. Schulden für Schönheitsoperationen oder auch Gebrauchsgüter halten die Deutschen am ehesten für unangemessen.

(Foto: dpa)
Anzahl und Art der Kredite
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Die meisten Deutschen (55 Prozent) haben lediglich einen Kredit, den sie abbezahlen müssen. Gut jeder vierte muss zwei Gläubiger bedienen. Mehr als fünf Kredite haben nur zwei Prozent der deutschen Bevölkerung. Wenn es um die Art der Kredite geht, haben 24 Prozent Ratenkredite bei Banken. 18 Prozent der Verträge dienen hingegen der Immobilienfinanzierung. Andere Ratenfinanzierungen, bei Versandhäusern oder Autohändlern beispielsweise, folgen mit 14 Prozent an dritter Stelle.

(Foto: dpa)
Rückzahlung
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77 Prozent der Deutschen haben es schon einmal geschafft, einen Kredit zurückzuzahlen. Das klingt viel, allerdings gelingt dies längst nicht jedem: Jeder sechste Schuldner konnte seine Kredite ein- oder mehrmalig nicht zurückzahlen. In den USA und Russland liegt diese Rate deutlich höher (28 beziehungsweise 22 Prozent).

(Foto: dpa)
Schuldner-Typologien
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Laut der Studie gibt es fünf verschiedene Schuldnertypen: der Schuldenvermeider, der Sorglose, der Gelegenheitsschuldner, der Immobilienschuldner sowie der Schuldenjunkie. In Deutschland ist der Schuldenvermeider, der Schulden als belastend empfindet, am häufigsten vertreten (44 Prozent).

(Foto: dpa)

Auch Tomas Rederer, Partner bei PwC und Experte für Kreditprozesse und die Digitalisierung von Banken-Geschäftsmodellen, hält diese Art der Partnerschaft für sinnvoll. „Auf diese Weise lassen sich Lücken im eigenen Angebot schließen.“ Allerdings dürften Banken das Produkt des Fintechs nicht einfach in ihre Palette einreihen. Sie müssten es aktiv mit anderen Produkten und Services verknüpfen und gemeinsam weiterentwickeln. Das größte Potenzial von Banken-Fintech-Kooperationen im Kreditgeschäft sieht PwC-Partner Rederer jedoch im Vertrieb – ebenso wie die befragten Institute selbst.

So rechnet im Privatkundengeschäft jedes dritte Institut mit vergleichsweise hohen Auswirkungen von Fintechs auf die Vertriebskanäle. Der PwC-Berater meint dabei insbesondere unabhängige Plattformen, auf denen Kunden Kreditangebote vergleichen können. Der Klassiker im Bereich Baufinanzierung sei Interhyp. „Wenn Banken auf solchen Portalen präsent sind, erhöhen sie ihre Reichweite und das Volumen – jedoch auf Kosten der Marge und einer differenzierenden Marktpositionierung“, so Rederer.

Zu den Kreditvergleichsplattformen zählt auch Smava. Das Fintech feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen und gibt zu diesem Anlass einen Einblick hinter seine Kulissen: „Wir sind profitabel und wachsen pro Jahr mit mehr als 80 Prozent“, sagt Alexander Artopé, Mitgründer und Geschäftsführer, dem Handelsblatt. In diesem Jahr werde das vermittelte Kreditvolumen bei mehr als einer Milliarde Euro liegen. Insgesamt seien dann drei Milliarden Euro vermittelt worden. Außerdem hat Smava inzwischen 300 Mitarbeiter, von denen jeder Dritte ein Kundenberater sei.

Nur als Vertriebskanal für Banken möchte Artopé Smava nicht verstanden wissen. „Wir sehen uns in erster Linie als Service-Plattform für Verbraucher, auch, wenn die Banken uns für die Kreditvermittlung vergüten.“ Bei Smava können Verbraucher momentan 70 Ratenkredite von 25 Banken vergleichen und abschließen. „Bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro können Verbraucher mit unserer Hilfe bis zu 2000 Euro sparen“, sagt Artopé. „Dafür handeln wir mit unseren Partnerbanken auch Sonderkonditionen aus, die Kunden nur über unsere Plattform erhalten.“

Gestartet war Smava als Kreditplattform, die Kredite zwischen Privatleuten vermittelt. Inzwischen ist dieser Teil des Geschäfts aber in den Hintergrund getreten. „Ganz aufgegeben haben wir das nicht, aber es macht weniger als zehn Prozent unseres Gesamtgeschäfts aus“, so Artopé.

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1 Kommentar zu "Kooperation Banken und Fintechs: Beim Kredit hört die Freundschaft auf"

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  • https://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/legend-holdings-uebernimmt-bil-chinesische-investoren-steigen-in-luxemburger-finanzsektor-ein-ld.1314155

    Legend Holdings Corp., eine an der Hongkonger Börse kotierte diversifizierte chinesische Investitionsgesellschaft, übernimmt für rund 1,48 Mrd. € knapp 90% der Banque Internationale à Luxembourg (BIL). Eine entsprechende Vereinbarung ist am Freitag unterzeichnet worden, wie die Unternehmen gemeinsam mitteilten. Es dürfte sich um eine der bisher grössten chinesischen Übernahmen im europäischen Finanzsektor handeln. Verkäufer ist Precision Capital, eine Holding, hinter der Mitglieder der katarischen Königsfamilie stehen. Knapp 10% des Kapitals der BIL bleiben wie bisher im Besitz des luxemburgischen Staats.

    …................................................................

    DIE EUROPÄISCHE UNION BRINGT DEN EUROPÄISCHEN KONTINENT IMMER MEHR IN EINE KATASTROPHALE LAGE !!!

    CHINAS BANKENWELT IST IN EINE PLEITEWELT GERATEN !!!
    DER CHINESISCHER STAAT MUSS DURCH DIE HINTERTÜR BANKEN UND FIRMEN FINANZIEREN DAMIT CHINAS BONITÄT NICHT INS SCHWANKEN GERATEN KANN !!!

    DIE AKTIENMÄRKTE IN CHINA SIND SCHWANKUNGEN UNTERWORFENER ALS EGAL WO AUF DER WESTLICHER WELT !!!

    ===>>> UND WENN CHINAS FINANZEN DEMNÄCHST ENORME TURBULENZEN WIEDER ERLEBEN, DANN ZIEHT CHINA DIE EUROPÄISCHE UNION VOLL UND GANZ MIT UNTER !!!

    DIESES IST EINE NOCH NIE SO GROSSE DARSTELLUNG FÜR DEN BESTEN BEWEIS WIE DIE EUROPÄISCHE UNION DEN EUROPÄISCHEN KONTINENT GEFÄHRLICHST ERPRESSBAR MACHT !!!

    NIEMANDEN KLÄRT 500 MILLIONEN EUROPÄER RICHTIG AUF, WOZU AUCH, ES STELLT ALLES IMMER WIEDER NUR DAS PERMANENTE VERSAGEN DER EUROPÄISCHER UNION IMMER MEHR UNTER BEWEIS !!!

    UND DAFÜR BEZAHLEN WIR MILLIARDEN VON STEUER EURO AN BRÜSSEL ???

    DIE EUROPÄISCHE UNION MUSS WEG !!!

    Stimmt, Beim Kredit hört die Freundschaft auf !

    Wir glauben der " EU " gar nichts mehr !!!