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Krankenkassenfusion AOK-Hochzeit zeichnet sich ab

Seit Einführung des Gesundheitsfonds kämpfen etliche Krankenkassen ums Überleben und sind gezwungen zu fusionieren. Nun bahnt sich eine weitere Hochzeit unter den gesetzlichen Krankenkassen an. Am Ende könnte Deutschlands viertgrößte Krankenversicherung entstehen.
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Die AOK Rheinland/Hamburg und die AOK Nordwest könnten fusionieren. Quelle: dpa

Die AOK Rheinland/Hamburg und die AOK Nordwest könnten fusionieren.

(Foto: dpa)

KÖLN. Unter den gesetzlichen Krankenversicherern zeichnet sich ein weiteres Zusammengehen ab. „Eine Fusion zwischen der AOK Rheinland/Hamburg und der neuen AOK Nordwest bleibt auf der Agenda“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland, Wilfried Jacobs, dem Handelsblatt. Zusammen könnten beide mit rund 5,6 Mio. Versicherten die viertgrößte Krankenkasse bilden .

Jacobs reagierte damit auf die Fusion von AOK Westfalen-Lippe und AOK Schleswig-Holstein, die in dieser Woche bekanntgegeben worden war. Die beiden Kassen wollen zum 1. Oktober unter dem neuen Namen AOK Nordwest zusammengehen. Dieser Schritt sei schon 2006 geplant gewesen, so wie seinerzeit die Fusion der AOK Rheinland mit Hamburg, sagte Jacobs. Er ließ allerdings offen, wann konkrete Gespräche zur Fusion von AOK Rheinland/Hamburg und Nordwest aufgenommen werden. „Beide brauchen die Fusion nicht zwingend.“

Unter Handlungsdruck waren dagegen nach Einschätzung von Branchenexperten die DAK und die BKK Gesundheit. Beide sind finanziell angeschlagen und mussten daher seit Februar Zusatzbeiträge erheben. Zusammen wollen sie mit rund sieben Millionen Versicherten nun die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland bilden.

Das Krankenkassenwesen ist jedoch trotz der Fusionen nach wie vor sehr zersplittert. Rund 160 Kassen sind am Markt, davon mehr als 120 Betriebskrankenkassen (BKK). Viele davon sind so klein, dass Gesundheitsökonomen ihnen dauerhaft keine Überlebenschance zubilligen. Vorstände wie Ökonomen erwarten mittelfristig nur noch 30 bis 50 Krankenkassen in Deutschland. Die Finanzlöcher im Gesundheitswesen erzwängen größere Einheiten. Nur diese könnten gegenüber Ärzten und Pharmabranche Verhandlungsmacht entwickeln, um die Kostensteigerung im Gesundheitswesen zu drücken.

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1 Kommentar zu "Krankenkassenfusion: AOK-Hochzeit zeichnet sich ab"

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  • Noch ein Sparmoeglichkeit: endlich die Vertraege mit der Tuerkei und einigen anderen balkan Staaten kuendigen die Familienangehoerige: in diesen Abkommen ist festgelegt, dass jeder türkische Mitbürger der hier in Deutschland Sozialbeiträge leistet, alle seine Verwandten lebend in der Türkei mit versichert sind!

    http://familie-klumpp.de/aktuell/eine_besonderheit_der_sozialvers.htm