Private Krankenversicherung Die Zwei-Klassen-Gesellschaft wächst

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Für Zinszusagen müssen Reserven angezapft werden
Welche Zusatztarife sich für Versicherte lohnen
Versicherungssumme 50 Millionen Euro
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Die Deckungssumme auf 50 Millionen Euro zu erhöhen, kostet Singles im Schnitt nur 31, Familien mit Kindern nur 39 Euro mehr im Jahr. Das Vergleichsportal check24.de analysierte die Preise der Tarifmerkmale in der Privathaftpflichtversicherung. Insgesamt wurden 30 Versicherer miteinander verglichen. Die Preisanalyse wurde für einen Single-Tarif und für einen Familien-Tarif berechnet.

Bestleistungsgarantie
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Eine Haftpflichtversicherung mit Bestleistungsgarantie zahlt auch für Haftpflichtschäden, die nicht ausdrücklich mitversichert sind, wenn eine andere Versicherung auf dem deutschen Markt dafür aufkommen würde. Tarife mit dieser Zusatzleistung kosten im Schnitt aller Versicherungen für einen Single 24 Euro mehr im Jahr, verglichen mit einem Basistarif. Von Familien mit Kindern verlangen Versicherungen durchschnittlich 31 Euro mehr.

Geliehene Sachen
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Nur wenige Anbieter übernehmen auch Verlust oder Schaden, die an fremden, zu privaten Zwecken geliehenen Sachen, verursacht wurden. Doch falls der geliehene Fotoapparat im Urlaub geklaut oder die Ski-Ausrüstung kaputt gehen sollte, ist diese Deckungserweiterung eventuell sinnvoll. Für die Zusatzleistung bezahlen Singles jährlich 14 Euro, Familien 19 Euro mehr.

Hobbydrohnen
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Ob im privaten oder gewerblichen Bereich: Drohnen werden immer beliebter. Seit dem Jahr 2005 besteht in Deutschland eine Versicherungspflicht für die unbemannten Flugobjekte. Für Singles kostet die Absicherung sieben Euro zusätzlich – für Familien 14 Euro.

Schlüsselverlust
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Wenn die Schlüssel zum Haus, der Wohnung oder dem Büro verloren gehen, entstehen schnell hohe Kosten. Ein häufiges Missgeschick, gegen das sich Singles für nur sieben Euro mehr im Jahr versichern können. Familien zahlen für den Tarif elf bzw. sieben Euro.

Versicherungssumme 10 Millionen Euro
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Die Absicherung von 10 Millionen Euro kostet nur wenige Euro mehr im Jahr – acht (Single) bzw. neun Euro (Familie). Verbraucherschützer raten dazu, dass für sämtliche Personen,- Sach,- und Vermögensschäden eine Versicherungssumme von mindestens fünf Millionen Euro besteht.

Unbezahlte Hilfeleistung
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Eine unbezahlte Hilfeleistung, der sogenannter Gefälligkeitsdienst, ist zum Beispiel die Mithilfe beim Umzug von Bekannten oder Freunden. Geht versehentlich etwas zu Bruch, besteht rechtlich gesehen keine Pflicht zum Schadensersatz. Um solche Unfälle versichern zu lassen, gibt es einen Zusatztarif für sieben Euro (Single) und neun Euro (Familie).

Im vergangenen Jahr lag sie nur noch bei 3,51 Prozent. 2015 waren es noch 3,65 Prozent gewesen. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen bewegte sich 2016 dagegen mit 3,71 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Doch um ihre Zinszusagen einzuhalten, müssen viele Gesellschaften zunehmend Reserven auflösen.

Die privaten Krankenversicherer dringen allerdings auf neue gesetzliche Regeln für Beitragsanpassungen, um die gefürchteten sprunghaften Erhöhungen künftig zu vermeiden. Starke Beitragsschübe nach mehreren Jahren ohne Anstieg vermittelten immer wieder den Eindruck, die Private Krankenversicherung (PKV) sei besonders teuer, klagte jüngst der Vorstand des privaten Versicherers Debeka, Roland Weber.

Nach einer neuen Untersuchung des IGES-Instituts fielen – je nach betrachtetem Zeitraum – die Beitragsanhebungen für die knapp neun Millionen privat Versicherten im Schnitt sogar niedriger aus als für die gut 70 Millionen gesetzlich Versicherten. So ergebe sich über die vergangenen zehn Jahren (2006 bis 2015) gerechnet im Gesamtdurchschnitt in der PKV eine Steigerung von 2,2 Prozent pro Jahr, in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liege diese bei 3,7 Prozent pro Jahr.

Das Dilemma der Branche: Private Krankenversicherer können ihre Beiträge nur nach sogenannten auslösenden Faktoren anheben. Das ist in der Regel dann gegeben, wenn die Leistungen in einem Tarif nachweislich um mindestens zehn Prozent höher liegen als ursprünglich kalkuliert (in einigen Tarifen fünf Prozent). Dadurch kommt es über mehrere Jahre zu keiner Anhebung der Beiträge. Irgendwann kann es dann zu einer sprunghaften Steigerung kommen, da die Veränderungen der Vorjahre miteinkalkuliert werden müssen.

Wie stark die Kluft dabei zwischen den wachsenden Anbietern und der schwächelnden Konkurrenz inzwischen ist, bewies unlängst die Debeka. Deutschlands größte private Krankenversicherung senkt im nächsten Jahr die Versicherungsprämien für etwa jeden vierten ihrer 4,7 Millionen Kunden, wie die Versicherung vor wenigen Tagen erklärte. „Entgegen vieler Vorurteile gibt es so etwas auch in der privaten Krankenversicherung“, sagte Debeka-Vorstandschef Uwe Laue.

Der Zeitpunkt für die Ankündigung dürfte allerdings nicht zufällig gewählt, sondern der Versuch sein, kurz vor der Bundestagswahl noch einmal ein deutliches Lebenszeichen der von Teilen der Politik viel gescholtenen PKV zu senden. Doch die SPD, die die Privaten am liebsten in der Bürgerversicherung aufgehen sehen würde, kann die Debeka damit nicht milde stimmen. Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, hält die Aktion lediglich für eines: ein „gezieltes Wahlkampfmanöver“.

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16 Kommentare zu "Krankenversicherung: Zwei-Klassen-Gesellschaft der Privatkassen wächst"

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  • @Steini:
    Sie sind so dermaßen Anti-Sozialismus/Kommunismus-verstrahlt, dass ich nicht sicher bin, ob eine weitere Diskussion Sinn macht. Aber ich werde es gerne versuchen. Ich bin übrigens durchaus kein Kommunist ;-), ich lebe sehr gut in unserer (zumindest immer noch so genannten) sozialen Marktwirtschaft, arbeite für eine mittelgroße Aktiengesellschaft, bin Akademiker - zusammengefasst stehe ich - zumindest noch - auf der Gewinnerseite des Systems.

    Also, Absatz 1: Die Zahlen zur GKV kommen vom Gesundheitsministerium, die PKV-Zahlen vom PKV-Verband. Ich halte von beiden gleich viel, sie werden (vermutlich) versucht haben, sie so niedrig wie möglich darzustellen, aber ich glaube auch, dass es halbwegs nahe an der "Wahrheit" ist. Die Sie ja scheinbar nicht wahrhaben wollen. Und diese Zahlen können Sie jetzt vergleichen. Ganz einfach. Dass sich der Verlierer hinstellt und sagt "kann man so nicht machen", ist doch naheliegend - und auf die einzelnen "Argumente" bin ich doch eingegangen oder haben Sie das auch ignoriert?

    "Soziale Umverteilung ist einzig und allein Aufgabe des Steuersystems". Gut, Sie haben eine Meinung, das ist ok. Teile ich nicht, aber auch ok. Aber wo Sie trotzdem nicht drumherum kommen: Vor der Steuer sind alle gleich. Nicht im Sinne von gerecht, Kapitalerträge und Erbschaften sind zu gering besteuert etc, aber grundsätzlich gelten für alle die gleichen Regeln.
    Das gleiche gilt normalerweise auch für ein Versicherungskollektiv, ein homogenes Risikoportefeuille. Dass da diejenigen, die wenige Schäden haben, für die mit und mehr zahlen, die wenige haben, hat nichts mit Kommunismus zu tun, so funktionieren Versicherungen einfach.
    Und dieses gerechte Konzept wird umgangen zugunsten einer Gruppe von Besserverdienern und entschieden wurde das von Angehörigen DIESER GRUPPE, den privat versicherten Politikern im Bundestag.

    Was den Rest angeht, musste ich bei Ihnen an "40 Tipps für Antikommunisten" denken... Damit ist eigentlich alles gesagt.

  • @F. Gessw.
    Mir ist durchaus bewußt, dass der PKV-Verband sicher keine objektive instanz in dieser Frage ist. Aber wer allein deshalb sich gar nicht mit den angeführten Argumenten auseinader setzen will, ist slebst der Lächerliche und nicht weiter als Diskussionspartner ernst zu nehmen. Übrigens wrden die von Ihnen zitieren Verwaltungskostenzahlen von der GKV veröffentlicht, aber die ist natürlich objektiv für Sie? Sie sind nicht an einer differnezierten Betrachtungsweise interessiert, sondern wollen pauschal verdammen.

    Und nein, soziale Umverteilung ist einzig und allein die Aufgabe des Steuersystems und nicht von Versicherungen. Haben Sie schon mal davon gehört, dass 10% der Steuerzahler 50% des Steueraufkommens leisten? Aber das halbe Einkommen wegzusteuern ist ja nicht genug für euch Ideologen und Umverteiler, ihr möchtet 75% und mehr wie der gescheiterte Sozialist hollande in Frankkreich. Warum wohl scheitern alle sog. sozialistischen Staaten? Weil die Gleichmacherei Wohlstand vernichtet und nicht schafft. Um etwas umverteilen zu können muß es erstmal verdient werden. und wenn sich Leistung nicht lohnt wird eben nichts verdient. Der Sozialismus scheitert eben stets daran, dass ihm das Geld anderer Leute ausgeht. und die Sozis lernen nie dazu, auch wenn weiter 100 Jahre vergehen.

  • @ M. Steinhauser:
    Ja, wenn der Verband der PKV sagt, ein Vergleich wäre irreführend und wertlos, dann muss es ja so sein ;-)... Mein Gott, dass Sie da nicht schon merken, wie lächerlich das ist.

    Selbstverständlich kann man Versicherer unter verschiedenen Aspekten vergleichen. Auch bei den Verwaltungskosten und das sogar ziemlich einfach. Und der von mir verlinkte Vergleich rechnet sogar die Schadenregulierungskosten der PKV raus!

    Es gibt weiterhin auch nicht DIE PKV und DIE GKV. Es gibt dutzende privater und hunderte gesetzlicher Krankenversicherungen. Und auch die GKVen haben Außendienstler, die verdienen nur nicht so viel. Und stehen durchaus im Wettbewerb. Das Argument ist also billig bzw. falsch - außer die PKV gibt zu, dass Ihr die Gutverdiener immer zugeflogen sind, damit hebt es sich aber auch auf.
    Auch die übrigen "Argumente", z. B. dass bei "geschlossenen Betriebskrankenkassen" die Arbeitgeber mithelfen - oh, hey, davon gibt's... wie viele? Drei oder so? Das verzerrt natürlich alles.

    Sie haben übrigens vergessen, "linksgrünversiffte Nazikommunisten" zu schreiben ;-). Warum sollten überhaupt die Besserverdiener, reiche Erben etc. zum Gemeinwohl beitragen? Das ist ganz einfach und hat auch nichts mit Gutmenschentum zu tun: Frieden. Bzw. sozialer Frieden. Eine nicht verrohte, verzweifelte, gespaltene Gesellschaft. Damit Sie sich im Land frei bewegen und nicht hinter Mauern abschotten müssen.

    Sie sagen, das ist alles gegeben? In Deutschland gibt es keine No-Go-Areas? Alles geht aufwärts? Dann ist ja alles bestens.

    Kurz zurück zum "Allgemeinwohl": Was mit der PKV stattfindet, ist schlicht Marktverzerrung. Ärmere Menschen sind häufiger krank. Die GKV muss für jeden, auch Nichtzahler, aufkommen. Wenn Sie aus einem großen Kollektiv nur die besten Risiken rauspicken, können Sie denen bessere Preise bei zugleich besseren (weil seltener in Anspruch genommenen) Leistungen anbieten.

    Und ich fände es sinnfrei, die GKV jetzt auch noch mit Steuern zu alimentieren.

  • @F.Gessw.
    Ein Vergleich von Verwaltungskosten zwischen PKV und GKV ist fast unmöglich. die von Ihnen genannten Zahlen sind irreführend und wertlos. Lesen Sie doch mal Folgendes dazu: https://www.pkv.de/service/pkv_publik/archiv/2016/pkv-publik-nr-03-2016/aepfel-und-birnen/

    Und warum sollten Gutverdiener in der Krankenversicherung etwas zum "Allgemeinwohl" beizutragen haben? Umverteilung gibt es über die Steuerprogression. Bei einer Versicherung ist dieser Gedanke abwegig. Da wird nach Gegenleistung bezahlt. Schließlich ist das ja auch bei der Rentenversicherung so. Da wird die Rente auch nach Beitragsdauer und -höhe gestaffelt. Die sozialisten/Kommunisten wollen natürlich überall umverteilen, auch da wo es gar keinen Grund dafür gibt.

  • @ C. Körner: Was verbreiten Sie hier für einen Unsinn? Die GKV hat Verwaltungskosten um die 5%, die der PKV sind mit ca. 9% fast doppelt so hoch - obwohl stark gesunken in den letzten Jahren. Da hatte man ja auch guten Grund zu sparen, nach den Provisionsexzessen und der sich abzeichnenden Niedrigzinsphase.
    Hier noch die Quelle: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Gesundheitswesen/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVI20.pdf

    Und die Pöstchen-Beschaffungsmaschine ist mir auch ein Dorn im Auge ist, aber keinesfalls beschränkt auf ehemals oder teilweise öffentliche Institutionen. Ich wage zu behaupten, dass ein Großteil hochrangiger Politiker die Zweitkarriere in der "freien" Wirtschaft macht - aktuellstes Beispiel ist Herr Schröder, sogar in einem ausländischen Konzern ;)).

  • Bei den privat Versicherten sind grundsätzlich zwei Patientengruppen zu unterscheiden:
    Beamte - dort beteiligt sich der Staat großzügig bei den Beiträgen, so dass Beamte in der Regel keinen Selbstbehalt haben.
    Selbstständige - sie müssen die Beiträge komplett selbst tragen, dort überlegt man sich schon genau, welchen Selbstbehalt man wählt. Gerade Selbstständige in einer prekären Situation wählen einen sehr hohen Selbstbehalt und sind dann darauf angewiesen, dass sie nicht krank werden. Sie gehen dann selten zum Arzt.
    Bei aller "Bevorzugung" der privat Versicherten, besteht auch immer die Gefahr, dass mehr therapiert wird als notwendig und sinnvoll - nicht immer zum Wohle des Patienten.
    Die PKV arbeitet mit deutlich weniger Kosten als die GKV - ein reiner Arbeitsbeschaffungsapparat für ehemalige Politiker - damit jene "ausgesorgt" haben. Effizient arbeitet die GKV nicht. Bügerversicherung? - Noch mehr Kosten, noch weniger Wettbewerb - da freut sich dann die GKV über eine Art Monopol.

  • Nach der Wahl kommt die Bürgerversicherung und das ist gut so.

    Zusätzlich möge sich jeder privat versichern.

  • @ C. Lampe: Sicher, jedem, das schließt mich durchaus ein. Na denn mal los ;-)

    1) Was waren denn die Rentner vorher? Gutverdiener vielleicht? Wessen Familienangehörige sind denn da mitversichert? Die von Gutverdienern vielleicht? Ja, auch Beamte und Selbstständige, ich habe da ein wenig zu sehr pauschalisiert, aber noch zählen auch die Beamten in Deutschland überwiegend zu den Gutverdienern (gut = überdurchschnittlich). Ihre Zahlen konnte ich übrigens auch mit google nicht ganz nachvollziehen, insbesondere Selbstständige fehlen da irgendwie; vielleicht können Sie ja, wenn Sie mich schon danach fragen, Ihre Quellen offenlegen ;).
    2) Das Ziel einer Bürgerversicherung, sollte sie jemals kommen, ist nicht die Austrocknung, sondern Abschaffung der Voll-PKV, die übrigens immens höhere Verwaltungskosten je Versichertem hat als die GKV, passt so gar nicht zu den gängigen FDP-Slogans... Aber Herr Reinelt stellt die PKV (und bei der Gelegenheit die armen Autokonzerne gleich mit) als Opfer politischer Kampagnen dar und das ist einfach komplett daneben. Beide stehen im Fokus, weil sie mit Anlauf da hin gesprungen sind.
    3) Ich habe selbst PKV'n verkauft :). Warum wechseln die Menschen denn dorthin? Weil die Leistungen besser und Beiträge geringer sind. Warum das bei sogar höheren Verwaltungskosten? Weil das versicherte Kollektiv handverlesen ist. Dass die Leute später Familien haben und die Tarife unzureichend kalkuliert sind, können sie denen ja wohl kaum zugute halten.
    4) Das ist schlicht eine Frage der Beitragsgestaltung. Es wäre ohne weiteres möglich, das aktuell für Krankenversicherungen insgesamt ausgegebene Geld weiterhin dorthin umzuleiten. Es ist auch hier ein reines linke Tasche <> rechte Tasche - Spiel, bei dem wenige gut verdienende verlieren und viele andere gewinnen könnten.
    Dass die PKV noch Zinserträge hat, ist purer Zufall - in 10 Jahren zahlen die ebenso Strafzinsen. Und dann? Umlage ist das sinnvollere System.

  • @Werner Hoffmann: Sie sind aber ganz hart am Rande der Verschwörungstheorien unterwegs. Nicht falsch verstehen, ich finde ein paar auch ganz gut, z. B. die zum World Trade Center. Aber mal ehrlich, wenn der Staat (ok, bei Ihnen sind es die linksgrün versifften Gutmenschen) seine Rentner umbringen will, dann kann die PKV das nicht verhindern. Ihr verlinkter Artikel ist...naja. Um Ihre Punkte kurz abzuhaken, Sie beziehen Ihre Meinung ja überwiegend aus dem Artikel:

    1) Ja, sind sie aber auch so. Der Gesetzgeber ist ja der Gesetzgeber (doh...). Und vielleicht müssen ja auch mal Leistungen reduziert werden, wenn eine Gesellschaft über ihre Verhältnisse lebt. Soll vorkommen. Kann aber in einer Demokratie ja immer noch mitbestimmt werden.
    2) Hat nicht notwendigerweise etwas miteinander zu tun - aber nehmen wir es an, dann würden die Mieter eben auf diesem Umweg das Geld in den großen Krankenversicherungstopf einbringen und entsprechend könnte der normale Beitrag reduziert werden. Linke Tasche, rechte Tasche, aber es geht nichts verloren. Die Mieter kommen sogar besser weg, wenn reiche auch Zinsen und Dividenden verbeitragen müssen.
    3) Nicht abgeschafft, ersetzt. Jeder wäre weiterhin krankenversichert.
    4) Unsinn, siehe oben
    5) Pure Spekulation. Und nochmal: in einer Demokratie hat das Volk da durchaus Einfluss drauf.

  • Das duale Krankenversicherungssystem ist auch für gesetzlich Krankenversicherte das vernünftige System, da ein Wettbewerb bleibt.
    Wenn es nur eine Bürgerversicherung geben würde, wäre dieser Wettbewerb ausgeschalten.
    Konsequenzen:
    1. Leistungsreduzuerungen wären gesetzlich jederzeit möglich, wenn die Beitrragseinnahmen sinken würden (zB: 1. Durchschnittsalter der Versicherten steigt weiter: dann höhere Ausgaben je Versicherten; 2.Geringere Beschäftigungsquote)
    2. Die Beitragsbemessungsgrenze soll abgeschafft werden. Dies hat nicht nur auf Besserverdienende Auswirkungen, sondern auch auf alle GKV-Versicherten (es werden dann alle Einkünfte berücksichtigt (Zinsen, Dividenden, Zusatzrenten, Mieteinkünfte).
    3. Die Krankenversicherung der Rentner würde abgeschafft werden.
    4. Mieter müssen mit höheren Beiträgen rechnen. Grund: Durch die Bürgerversicherung müssten auch Vermieter auf Mieteinkünfte Beiträge zur GKV bezahlen. Dies würde ein Vermieter auf die Miete umlegen.
    5. Die GKV würde mittelfristig nur noch einen Grundschutz anbieten, den man mit Zusatzversicherung ergänzen könnte. An Zusatzversicherungen beteiligt sich weder Arbeitgeber, noch die Gesetzliche. Rentenversicherung.

    Warum die SPD, Grüne, Linke und AFD die Bürgerversicherung wollen, ist vordergründig die "Solidarität (alle zahlen in einen Topf).
    Tatsächlich sind es völlig andere Hintergedanken, die ich als perfide bezeichne.
    Werner Hoffmann
    1.Vorsitzender des Vorstandes
    Forum-55plus e. V. (Gemeinnützigen Verein)

    "Bürgerversicherung ist perfider Gedanke – Lese hier warum! | Blog Forum-55plus.de
    http://blog.forum-55plus.de/index.php/2017/08/05/buergerversicherung-ist-perfider-gedanke-lese-hier-warum/

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