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Krankenversicherung Private Anbieter jagen Krankenkassen mehr Kunden ab

Die privaten Krankenversicherer (PKV) profitieren von der neuen Wahlfreiheit. Im ersten Halbjahr steigerten sie ihr Neugeschäft um 20 Prozent – zulasten der gesetzlichen Konkurrenz.
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Gesundheitsvorsorge wird immer teurer. Quelle: dpa

Gesundheitsvorsorge wird immer teurer.

(Foto: dpa)

BerlinDas Neugeschäft in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist deutlich hochgegangen. Der PKV-Verband führt dies insbesondere auf die Hilfe der Regierung zurück. Zum Jahresanfang war die dreijährige Wartefrist abgeschafft worden, die insbesondere gut verdienende Angestellte gehindert hatte, schnell von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die PKV zu wechseln.

Die privaten Anbieter sprechen nun von einer „spürbaren Belebung des Wettbewerbs“. Im ersten Halbjahr 2011 sei deshalb der Neuzugang von Vollversicherten auf 54.000 Personen gestiegen. Das sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 20 Prozent. Insgesamt versorgt die Branche nun 8,95 Millionen voll mit Krankenschutz, bei den knapp 150 Krankenkassen sind gut 70 Millionen Menschen versichert.

Zudem hätten die gut 40 PKV-Anbieter bis Mitte 2011 netto rund 119.000 Zusatzversicherungen abgeschlossen. Auch dies liege deutlich über dem Wert des Vorjahres von 77000. Insgesamt verwalten die privaten Versicherer mehr als 22 Millionen Zusatzversicherungen.

In diesem Jahr rechnet die PKV mit Beitragseinnahmen von 34,9 Milliarden Euro, ein Plus von 4,9 Prozent. Dabei entfallen 32,76 Milliarden Euro auf die Krankenversicherung und 2,14 Milliarden Euro auf die Pflegeversicherung. Die ausgezahlten Versicherungsleistungen schätzt die Branche auf 23,1 Milliarden Euro. Das entspreche einem Plus von 5,5 Prozent. „Der Kostenanstieg bleibt somit auch 2011 deutlich über der allgemeinen Preissteigerung“, kommentiert dies der Verband im Zahlenbericht 2010/2011.

 

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