Kredite Banken lösen EZB-Nulltarifkredite kaum vorzeitig ab

Um Europas Kreditgeschäft anzuheizen, lieh die EZB den Geschäftsbanken umsonst Geld. Frühzeitig zurückgezahlt haben bisher nur wenige Banken.
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Kredite der EZB von 2016 wurden bisher schleppender zurückgezahlt, als erwartet. Quelle: dpa
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Kredite der EZB von 2016 wurden bisher schleppender zurückgezahlt, als erwartet.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Banken im Euro-Raum zahlen nur in geringem Umfang die langfristigen Nulltarif-Kredite der EZB frühzeitig zurück. Die Gesamtsumme werde bei elf Milliarden Euro liegen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mit. An den Finanzmärkten war zum Teil mit einem höheren Volumen gerechnet worden. Bei dem ersten von vier EZB-Kreditgeschäften, die im Fachjargon „TLTRO II“ genannt werden, hatten sich Geldhäuser Mitte 2016 insgesamt 399 Milliarden Euro gesichert. Institute können Mittel aus diesen vierjährigen EZB-Langfristkrediten erstmals nach zwei Jahren freiwillig zurückzahlen.

Die Währungshüter hatten 2016 eine Serie von billigen Langfristdarlehen für Geschäftsbanken beschlossen. Die dicken Geldsalven waren Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets, mit dem die Notenbank unter anderem das Kreditgeschäft im Währungsraum anheizen wollte. Geschäftsbanken erhielten die Darlehen de facto umsonst. Denn bei ihnen wurde der Leitzins veranschlagt, der damals und heute bei 0,0 Prozent liegt. Zudem winkt ihnen eine Prämie von bis zu 0,4 Prozent, sollten sie nachweislich mehr Darlehen an die Wirtschaft ausgereicht haben. Die Euro-Wächter wollten mit dieser ausgefeilten Konstruktion Anreize schaffen, dass Banken das viele Geld auch tatsächlich in Form von Krediten zur Stützung der Konjunktur an die Wirtschaft weitereichen.

  • rtr
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