Krisenbank Weitere Hilfen für ÖVAG nicht ausgeschlossen

Österreich hat noch keine Entscheidung über weitere Staatshilfen für die Krisenbank ÖVAG getroffen. Den laufenden Gesundheitscheck hatte die Bank Insidern zufolge nicht bestanden und benötigt nun frisches Kapital.
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Österreichs Vizekanzler Reinhold Mitterlehner Quelle: ap

Österreichs Vizekanzler Reinhold Mitterlehner

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WienÖsterreich hat noch keine Entscheidung über weitere Staatshilfen für die Krisenbank ÖVAG getroffen. Zunächst müsse die Regierung mit dem neuen Finanzminister Hans Jörg Schelling die Probleme bei dem Volksbanken-Spitzeninstitut analysieren und dann verschiedene Lösungen prüfen, sagte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner am Dienstag. "Jetzt Spekulationen zu führen, die Eigentümer müssen nachschießen, der Staat - macht in meiner Blickweise keinen Sinn", sagte Mitterlehner. Das führe nur zu Verunsicherung.

Die ÖVAG hat den laufenden Gesundheitscheck der europäischen Aufsichtsbehörden Insidern zufolge nicht bestanden und benötigt nun frisches Kapital. Einer der Insider hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Stresstest habe eine Kapitallücke von 600 bis 800 Millionen Euro zutage gefördert. Der vergangene Woche überraschend zurückgetretene Finanzminister Michael Spindelegger hatte weitere Staatshilfen für die ÖVAG stets ausgeschlossen. Sein Nachfolger Schelling ist seit 2012 Aufsichtsratschef bei der ÖVAG und kennt das Institut daher gut.

Die Bank hatte sich mit einer massiven Expansion in Osteuropa verhoben und musste bereits mehrmals vom Staat gerettet werden. Insgesamt hat sie - Garantien miteingerechnet - bislang 1,35 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen bekommen. Die Bank gehört zu 51,6 Prozent den regionalen Volksbanken, 43,3 Prozent hält der Staat.

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