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Kritik am KfW-Modell Sparkassen bieten Bildungskredit mit Restschuldversicherung an

Die Sparkassen bieten ab sofort Studienkredite an. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) stellte die Produkte gestern in Berlin vor.

BERLIN. „Unsere Empfehlung liegt bei einem Darlehenshöchstbetrag von 25 000 Euro“, sagte das Geschäftsführende DSGV-Vorstandsmitglied Christoph Schulz. Die Studenten müssen allerdings ein Kombiprodukt kaufen: Kreditnehmer wären dabei in der Rückzahlungsphase für den Fall von Berufsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit abgesichert. Eine Restkreditversicherung würde den Ausfall übernehmen. Auch die Deutsche Bank und andere Institute wollen zum Wintersemester Studienkredite anbieten.

Auslöser für die private Studienfinanzierung war die Billigung von Studiengebühren durch das Bundesverfassungsgericht im Januar 2005. Seither kümmert sich die Kreditbranche intensiv um den Studenten als Kunden. Auf starke Kritik der Branche stieß die Initiative der staatlichen KfW Bankengruppe, die ein Marktversagen bei der Vergabe von Studienkrediten attestierte und mit einem Angebot vorpreschte, damit nun aber erst zum Sommersemester 2006 auf den Markt kommen will.

Nach Modellrechnungen des DSGV müssten für einen Sparkassen-Bildungskredit in Höhe von 25 000 Euro inklusive Absicherung bei einem Nominalzins von 6,5 Prozent und einer Tilgungsdauer von zehn Jahren 40 335 Euro zurückgezahlt werden. Bei einem variablen Zins mit einer Zinsobergrenze von 8,1 Prozent würde der Kreditbetrag auf 44 460 Euro steigen. Nach einer zweijährigen Ruhephase nach dem Studium soll die Rückzahlungsphase starten. Die Sparkassen sollen dabei selbst ihre Konditionen festlegen. Laut DSGV waren Verbraucherschützer an der Entwicklung des Angebots beteiligt.

Mit dem Modell grenzt sich die Sparkassen-Finanzgruppe von Plänen der KfW-Bankengruppe ab. „Wir halten es nicht für vertretbar, Studienkredite auszugeben, die völlig unkalkulierbar für den Studenten sind und die keine Absicherung gegen elementare Risiken vorsehen“, kritisierte Schulz.

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