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Kryptowährungen Investorengruppe um Sony investiert in Berliner Blockchain-Bank Bitwala

Vertrauensbeweis für ein Vorzeige-Start-up: Die Bitcoin-Bank Bitwala erhält 13 Millionen Euro. Zu den Investoren zählt der japanische Technologieriese Sony.
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Investorengruppe um Sony investiert in die Blockchain-Bank Bitwala Quelle: Moment/Getty Images
Fintechs

Die Finanzierungsrunde von Bitwala ist die bisher größte geschlossene Kapitalrunde der deutschen Krypto-Szene.

(Foto: Moment/Getty Images)

Frankfurt Christoph Iwaniez hat es mal wieder geschafft: Der Finanzchef der Berliner Bitcoin-Bank Bitwala musste mit dem Notar Hunderte Vertragsseiten durcharbeiten, aber die Mühe hat sich gelohnt. Bitwala erhält im Rahmen einer Finanzierungsrunde 13 Millionen Euro. Das ist die bisher größte geschlossene Kapitalrunde der deutschen Krypto-Szene, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Zu den Investoren zählen ein Beteiligungsfonds des japanischen Technologiekonzerns Sony, die britische NKB Group sowie der Start-up-Investor Earlybird, der bereits bei einer ersten Finanzierungsrunde über vier Millionen Euro mit an Bord gewesen war. Die Bitwala-Gründer halten damit nun weniger als 50 Prozent der GmbH-Anteile, wie Iwaniez bestätigt.

Für die Berliner Bitcoin-Bank ist der Einstieg ein Vertrauensbeweis. Bitwala hat einen holprigen Start hinter sich: 2015 als Kryptobörse mit eigener Visakarte gestartet, musste das alte Geschäftsmodell aufgegeben werden, nachdem der Kreditkartenanbieter die Lizenz entzog. Dank der Zusammenarbeit mit dem Berliner Finanztechnologie-Unternehmen Solarisbank, auf dessen Vollbanklizenz Bitwala zurückgreift, gelang der Neustart.

Heute bietet Bitwala ein Girokonto mit Krypto-Tauschmöglichkeit an. Innerhalb einer Stunde können Kunden dort Euro in Bitcoin wechseln – und das zu einer vergleichsweise günstigen Gebühr von rund einem Prozent.

Das Geld von Sony und den anderen Investoren macht nun neue Investments in die Produktentwicklung und Werbung möglich. Sehr genau hat man beim Krypto-Start-up die große Werbekampagne beobachtet, die die Berliner Smartphone-Bank N26 in den vergangenen Monaten ausgerollt hat. Bitwala fehlte für ähnliche Aktionen bisher das Geld.

Verhandlungen beim Kaiserpalast

Einfach war es nicht, an das Geld der Investoren zu kommen. „Japaner sind sehr genau, was die Vertragsanbahnung angeht“, sagt Iwaniez, der nach langer Tätigkeit bei der Landesbank Baden-Württemberg im Juli 2018 zu Bitwala gestoßen ist. Mit seinem Team musste er in der Zentrale von Sony Financial Ventures im Herzen von Tokio vorstellig werden, in der Nähe des Kaiserpalasts. Am Ende hat Bitwalas Vision die Japaner überzeugt.

„Sony ist sehr innovationsfreudig und auf der Suche nach deutschen, regulierten Unternehmen“, berichtet Iwaniez. Zunächst investiert der Technologiekonzern vor allem strategisch. In frühestens 18 Monaten hoffen die Berliner aber auch, Kontakte zu den anderen Bank- und Fintech-Beteiligungen der Japaner zu knüpfen. Zunächst wolle man nun das eigene Wachstum vorantreiben.

„Wir teilen Bitwalas Vision einer digitalen Wirtschaft der Zukunft. Die smarte Positionierung als Brücke zwischen der konventionellen und der Blockchain-basierten Finanzwelt ist absolut massentauglich“, erklärt Yasuhiko Yurimoto, der für Sony Financial Ventures vielversprechende Investments auswählt.

Bitwala hat heute knapp 10.000 Bestandskunden. Weitere 5000 potentielle Nutzer haben einen Kontoeröffnungsantrag ausgefüllt. Insgesamt haben die Bitwala-Privatkunden bisher Bitcoin im Wert von 11 Millionen Euro gehandelt. In den kommenden Monaten möchte das Unternehmen ein Geschäftskunden-Konto auf den Weg bringen.

Mehr: Die Bank Frick ist klein, wächst aber stark im Geschäft mit Kryptowährungen. Jetzt wollen die Liechtensteiner den Massenmarkt erobern.

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