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Künstliche Intelligenz Deutsche Banken investieren zu wenig Geld in KI

90 Prozent der befragten Top-Banker glauben laut einer neuen Studie, dass KI zum Kernthema wird. Dennoch investieren sie zu wenig – Deutschland wird abgehängt.
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KI-Entwicklung ist teuer und braucht Zeit. Vielen Banken fehlt das Geld, um aufzuholen. Quelle: dpa
Künstliche Intelligenz

KI-Entwicklung ist teuer und braucht Zeit. Vielen Banken fehlt das Geld, um aufzuholen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie deutsche Finanzindustrie hat die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (KI) erkannt, aber zieht noch nicht die nötigen Schlüsse. So lässt sich das Ergebnis einer neuen Erhebung der Frankfurter Goethe-Universität zusammenfassen. Befragt wurden rund 400 Entscheider aus Banken, Börsen, Beratungsfirmen und Aufsichtsbehörden.

90 Prozent waren der Meinung, dass KI in den kommenden zehn Jahren zu einem Kernthema der Finanzindustrie werden wird. Dass dies auch in anderen Branchen der Fall sein werde, glauben nur 83 Prozent. Vor allem im Risikomanagement und im Controlling, in der Vermögensverwaltung und im Privatkundengeschäft könnten schlaue Algorithmen künftig entscheiden, wer im Wettbewerb vorn liegt, prognostizieren die befragten Manager.

„Die Banken haben die Bedeutung des Themas erkannt“, sagt Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, der die Studie geplant hat. „Sie ziehen jedoch nicht die nötigen Schlüsse. Bei den meisten Banken steht eine KI-Strategie nur auf dem Papier“, erklärt er. Um schleunigst aufzuholen, fehle das Geld.

„Die KI-Entwicklung ist sehr teuer, braucht Zeit und muss im Haus stattfinden. Die deutschen Banken sind aber immer noch im Krisenmodus und sparen. Das belastet die Innovationsfähigkeit.“

Hochqualifizierte Entwickler gingen lieber ins Silicon Valley als an den Main, was nicht nur am Gehalt liege, sondern auch an den hierarchischen Bankstrukturen. Dabei könne neue Technik bei den Baustellen der Branche helfen: „KI kann Geldwäsche und Betrugsfälle verhindern“, glaubt Brühl. Nicht ohne Grund sei die digital fortschrittlichste Bank, JP Morgan, von entsprechenden Skandalen zuletzt verschont geblieben.

Hubertus Väth, Chef des Lobbyverbands Frankfurt Main Finance, räumt den Rückstand ein. So gebe es in Deutschland nur gut 100 KI-Start-ups, in den USA 1 400. Nun gelte es, „mit Start-ups zu kooperieren und so die Kräfte am Finanzplatz zu bündeln“. Der Beschluss der Bundesregierung, bis 2025 drei Milliarden Euro für KI-Forschung auszugeben, sei der richtige Schritt.

Volker Brühl ist weniger optimistisch: „Der Bund fördert Grundlagenforschung, das hilft den Banken nicht. Sie müssen schnell eigenes Geld investieren.“

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