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Kursrückgänge Haushaltsstreit in Italien belastet griechische Bankaktien

Die Rendite der zehnjährigen Bonds sind zum Wochenstart deutlich angestiegen – und hat damit einige Aktienkurse in die Knie gezwungen.
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Der Chef der Griechischen Zentralbank macht die steigenden Zinsen „insbesondere in den Nachbarländern Griechenlands“ für den Kursrückgang verantwortlich. Quelle: Reuters
Yannis Stournaras

Der Chef der Griechischen Zentralbank macht die steigenden Zinsen „insbesondere in den Nachbarländern Griechenlands“ für den Kursrückgang verantwortlich.

(Foto: Reuters)

Athen Die Zuspitzung im Streit über die Haushaltspläne der italienischen Regierung belastet Bankaktien in Griechenland. Die Titel büßten in den vergangenen zwei Wochen bis Mittwoch rund zehn Prozent an Börsenwert ein. Griechenlands Zentralbank-Chef Yannis Stournaras machte in einer Mitteilung für den Kursrückgang ausschließlich von außen wirkende Faktoren verantwortlich. Er verwies auf steigende Zinsen „insbesondere in den Nachbarländern Griechenlands“, ohne dabei ausdrücklich Italien zu nennen.

Der Konflikt zwischen der Regierung in Rom und der EU-Kommission über den italienischen Haushalt für 2019 hat einen Ausverkauf italienischer Staatsanleihen ausgelöst. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Bonds zum Wochenstart auf ein Viereinhalb-Jahres-Hoch von 3,626 Prozent.

Parallel dazu stieg die Rendite der vergleichbaren griechischen Titel auf ein Vier-Monats-Hoch von 4,652 Prozent. Weil italienische und griechische Banken zahlreiche Schuldtitel ihres jeweiligen Landes in ihren Depots haben, gingen auch die Aktienkurse dieser Werte in die Knie.

Ungeachtet der jüngsten Kursturbulenzen hat sich Stournaras zufolge die Liquiditätslage der griechischen Geldhäuser weiter verbessert. Deshalb habe die Europäische Zentralbank (EZB) die Obergrenze für sogenannte ELA-Kredithilfen an die Institute erneut gesenkt. Solche Darlehen, die von der Athener Notenbank vergeben werden, sind teurer als eine direkte Geldversorgung über die EZB.

Seit Sommer 2016 sind die Finanzhäuser wieder an die Liquiditätsversorgung über die EZB angeschlossen. Sie sind deshalb immer weniger auf ELA-Hilfen angewiesen.

Finance Briefing
  • rtr
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