Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Landesbank Baden-Württemberg Die Fusionsprofis

Die Landesbank Baden-Württemberg agiert als Regionalbank und denkt ans große Ganze.

HB FRANKFURT. „Die LBBW ist die am meisten unterschätzte Bank. Sie ist auf dem besten Weg, die zweite Deutsche Bank zu werden.“ Diese Prognose eines Frankfurter Bankvorstands wird in Stuttgart vielleicht geteilt, aber nicht gerne gehört. Schon gar nicht jetzt, angesichts der schlagzeilenträchtigen Immobilienfondsprobleme des Branchenprimus am Main. Die Landesbank Baden-Württemberg pflegt lieber die leisen Töne, man übt sich im Understatement – schon mit der Postanschrift „Am Hauptbahnhof 2“.

Doch der schlichte Schein trügt, die LBBW hat in den zurückliegenden Monaten ein rasantes Expansionstempo vorgelegt. Zum Jahresanfang 2005 integrierte sie die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) als hundertprozentige Tochter in den Konzern, im August folgte die Eingliederung der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) als unselbstständige Anstalt in die LBBW. Die Schwaben bilden jetzt mit der Deutschen, Dresdner und der Commerzbank das Spitzenquartett in der deutschen Bankenlandschaft, nachdem die Hypo-Vereinsbank an die italienische Unicredito gegangen ist. Während alle anderen Landesbanken mit ihren Fusionsplänen nur Sandkastenspiele auf hohem Niveau betreiben, werden im Südwesten der Republik Nägel mit Köpfen gemacht.

Die Erfolgsformel und das Geschäftsmodell der Bank hat der Vorstandsvorsitzende Siegfried Jaschinski am 4. März dieses Jahres bei seiner offiziellen Amtseinführung in einem einzigen, langen Satz so formuliert: „Die LBBW ist eine profitable, kundenorientierte, in Baden-Württemberg verwurzelte deutsche Bank mit internationalem Profil und Sparkassenzentralinstitut.“ Im Ländle ist die Bank in der Tat eine Macht, laut Bundesbank-Statistik kommt sie hier in der Unternehmensfinanzierung auf ein Volumen von 19 Mrd. Euro; alle privaten Banken schaffen sieben Mrd. Euro, die Genossen vereinigen neun Mrd. Euro auf sich. Baden-Württemberg ist die Heimatbasis, der Mittelstand aus Maschinen- und Automobilbau sowie der Elektrotechnik ist das Rückgrat der Bank. Hier versteht die Landesbank – die sich selbst viel lieber als Regionalbank bezeichnet – keinen Spaß. „Wenn man Platzhirsch ist, muss man vereinzelt auch auf preislich aggressive Konkurrenzangebote eingehen“, formuliert Jaschinski die Abwehrstrategie.

Das internationale Profil umfasst die Präsenz auf den Kapitalmärkten und die Begleitung der Mittelständler im Ausland – die „German Centers“ in Peking, Singapur und Mexiko-Stadt sind eine Herzensangelegenheit des Vorstands, hinzu kommen Niederlassungen wie in New York und London sowie zahlreiche Repräsentanzen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%