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Edgar Zoller

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BayernLB bei der Bilanz-Pressekonferenz.

(Foto: dpa)

Landesbank BayernLB arbeitet an der Neuausrichtung – „Richtung aber noch nicht charakterisierbar“

Die BayernLB ist so erfolgreich wie keine andere Landesbank in Deutschland. Doch bald könnte es konkrete Pläne zum Umbau der Landesbank geben.
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Die BayernLB könnte bereits in diesem Jahr die Neuausrichtung des Geschäftsmodelles einleiten. „Wir arbeiten aus einer Position der Stärke heraus an einer künftigen strategischen Positionierung der Bank“, sagte der stellvertretende Vorstandschef Edgar Zoller bei der Präsentation der Zahlen am Donnerstag.

Zoller leitet seit dem Abgang des Vorstandsvorsitzenden Johannes-Jörg Riegler Ende Februar die Bank. Spätestens im August soll dann Stephan Winkelmeier, derzeit noch Chef der Abwicklungsanstalt FMS bei der Landesbank übernehmen, wie am Mittwoch bekanntgeworden war.

Winkelmeier sei jetzt bereits in den möglichen Umbauprozess eingebunden, so Zoller. Seit dem Jahr 2017 sitzt Winkelmeier im Aufsichtsrat und kennt damit die Pläne des Hauses bestens. „Die Richtung, in die es künftig gehen soll, ist aber noch nicht charakterisierbar“, so Zoller.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits Hinweise darauf gegeben, dass die BayernLB vor einem größeren Umbauprozess steht. Einer der wesentlichen Gründe dabei ist der Erfolg der Direktbank DKB. Die hat im vergangenen Jahr erstmals die Gewinnmarke von 300 Millionen Euro übersprungen. Das Vorsteuerergebnis von 317 Millionen Euro trug mit rund 35 Prozent den größten Anteil aller Teilbereiche zum Gesamtergebnis von 869 Millionen Euro bei. Dabei stieg die Kundenzahl von 3,7 auf über vier Millionen. Damit ist die DKB die Nummer zwei unter den Direktbanken in Deutschland hinter der ING.

Das Handelsblatt hatte zuletzt berichtet, dass dem bayerischen Finanzministerium seit gut anderthalb Jahren bereits ein Konzept vorliegt, wonach die DKB künftig an erster Stelle im Haus stehen soll und die anderen Bereiche der Landesbank wie das Mittelstandsgeschäft oder Immobilienbereich und das Verbundgeschäft mit den Sparkassen daran angedockt werden könnten.

Gedankenspiele gab es zuletzt auch über ein Eigenleben der DKB, beispielsweise über einen Börsengang. Edgar Zoller erteilte ihnen am Mittwoch indirekt eine Absage. „Die DKB wäre zwar über eine eigene Rechtsform separierbar, sie gehört aber zum Konzern“. Auch einer Expansion der Direktbank ins europäische Ausland, wie es die niederländische ING erfolgreich vorgemacht hat, sei vorerst nicht geplant. Auch hierzu hatte es zuletzt Gerüchte gegeben.

Stattdessen lobte Zoller das gute Ergebnis der DKB mit einem Seitenhieb auf die anderen Sparten in der Landesbank. „Hier können wir auch in anderen Bereichen noch besser werden“.

Tatsächlich ist die BayernLB mit einem Vorsteuerergebnis von 869 Millionen Euro zwar so erfolgreich wie keine andere Landesbank in Deutschland. Überzeugt hat im vergangenen Jahr aber längst nicht jeder Teilbereich. So hatte sich das Vorsteuerergebnis im Firmenkundengeschäft zwar auf 161 Millionen Euro verdoppelt, der Zuwachs kam jedoch vor allem durch die Auflösung von Risikovorsorge zustande.

Im Finanzmarkt-Segment fiel der Gewinn sogar von 99 Millionen Euro im Jahr 2017 auf nur noch 12 Millionen Euro. Das schwierige Umfeld an den Finanzmärkten zum Jahresende sowie Einmalerträge im Jahr davor waren die Gründe für den deutlichen Einbruch.

Freuen dürfen sich dennoch die beiden Hauptanteilseigner. Die BayernLB gehört zu drei Vierteln dem Freistaat Bayern, das verbleibende Viertel besitzen die bayerischen Sparkassen. Entsprechend ihrem Anteil dürfen sie sich über eine Ausschüttung von 175 Millionen Euro aus dem Gewinn der Landesbank freuen. Das sind dreieinhalb Mal mehr als ein Jahr davor, als 50 Millionen Euro ausgeschüttet wurden.

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