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Landesbank NordLB-Gespräche zwischen Niedersachen und Sparkassen haken

Wegen fauler Schiffskredite ist die NordLB in die Schieflage geraten. Bisher konnten die Sparkassen und Niedersachsen keinen Konsens zur Rettung finden.
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Die Landesbank muss mit rund 3,6 Milliarden Euro gerettet werden. Quelle: dpa
NordLB

Die Landesbank muss mit rund 3,6 Milliarden Euro gerettet werden.

(Foto: dpa)

Hamburg Die Verhandlungen zwischen Sparkassen und Niedersachsen zu Rettung und Umbau der NordLB sind Insidern zufolge auf der Ziellinie ins Stocken geraten. „Die Gespräche haken“, sagte eine mit der Lage vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Es seien Fragen offen, man brauche viel Geduld.

An anderer Stelle hieß es, zuletzt habe man den Notar-Termin zur Grundlageneinigung zwischen alten und neuen Eigentümern verschoben. Während skeptische Stimmen ein Scheitern der Rettung nicht ausschlossen, erwarteten mehrere Beteiligte, dass die Probleme zu lösen seien. Der Mehrheitseigner Niedersachsen und die NordLB äußerten sich am Donnerstag nicht dazu.

Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) muss wegen Milliarden-Verlusten durch faule Schiffskredite mit rund 3,6 Milliarden Euro gerettet werden. Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schießen 1,7 Milliarden Euro zu und das Sparkassen-Lager 1,1 Milliarden Euro.

Zudem stellt Niedersachsen Abschirmungen über etwa vier bis fünf Milliarden Euro für Kredite bereit, die das Kapital der Bank um 800 Millionen Euro entlasten. Die Bank soll kleiner und regionaler werden und die Zahl der Vollzeitstellen bis 2024 von rund 5500 auf 2800 bis 3000 fallen. Die NordLB bestätigte hier einen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Bisher wurde die Zielmarke auf 3200 geschätzt.

Die Kapitalspritze soll nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) zum 30. August abgeschlossen sein. Derzeit sei man dabei, formale Schritte abzuarbeiten, sagte der DSGV-Experte für Grundsatzfragen, Matthias Bergner. Wenn alles über die Bühne sei, dürfte der DSGV rund ein Viertel der Anteile an der NordLB halten.

Der niedersächsische Finanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers äußerte sich derweil zur Zukunft der NordLB-Tochter Braunschweigische Landessparkasse (BSLK). Er sei zu Verhandlungen über eine Herauslösung der BSLK bereit, wenn Gemeinden der Braunschweiger Region ein schlüssiges Konzept für die Trägerschaft an einer „kommunalisierten BLSK“ und die damit entstehenden Kosten vorlegten, sagte Hilbers im Landtag. „Zudem habe ich immer deutlich gemacht, dass die notwendige Kapitalausstattung der BLSK nicht vom Land geleistet werden könne.“ Die Herauslösung müsste kosten- und ergebnisneutral für die NordLB sein.

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  • rtr
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