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Landesbank NordLB grenzt Gruppe der Bieter auf drei Unternehmen ein

Knapp drei Milliarden Euro muss die NordLB beschaffen, um ihre Kapitaldecke zu stärken. Von vier potenziellen Investoren ist nun der erste aus dem Rennen.
Update: 10.12.2018 - 17:48 Uhr Kommentieren
Das Institut muss sich rund drei Milliarden Euro beschaffen. Quelle: dpa
NordLB

Das Institut muss sich rund drei Milliarden Euro beschaffen.

(Foto: dpa)

BerlinDie NordLB hat am Sonntag die Gruppe der Bieter für eine Beteiligung an der Bank von vier auf drei eingegrenzt und will mit diesen Unternehmen weitersprechen. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg unter Berufung auf Informationen von Insidern. Ein Sprecher der Bank lehnte auf Nachfrage eine Stellungnahme ab.

Nach Reuters-Informationen haben die Eigentümer den Bieter Advent aussortiert. Im Rennen um eine Minderheitsbeteiligung seien nun noch die US-Beteiligungsfirmen Cerberus, Apollo und Centerbridge. Jüngst hatte ein Insider gesagt, Cerberus und Apollo seien in einer Art „Poleposition“. Aber die Offerte von Centerbridge sei auch nicht zu unterschätzen. In der Nacht zum Dienstag hatte die NordLB den Eingang von vier Angeboten bestätigt, ohne Namen zu nennen.

Die NordLB muss sich rund drei Milliarden Euro beschaffen, um ihre Kapitaldecke zu stärken. Ein erheblicher Teil dieses Geldes wird wahrscheinlich von externen Investoren kommen müssen.

Die Landesbank hatte zuletzt eingeräumt, dass die Suche nach einem Investor bis Anfang 2019 dauern könnte – und damit länger als geplant. Eine mit der Sache vertraute Person sagte, Ende Januar könnte ein Deal unterzeichnet werden. An anderer Stelle hieß es, die Aufsicht plädiere für eine Lösung bis Februar.

Während die NordLB die eingegangenen Angebote bewertet, ist sie anscheinend offen für neue Offerten. „Ich freue mich über die vier Angebote, die wir erhalten haben. Ich hätte mir aber auch gewünscht, dass ein strategischer Investor aus dem Landesbankensektor dabei gewesen wäre“, sagte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers am vergangenen Mittwoch in einem Interview mit Bloomberg. „Dem Land gehört die Mehrheit der Bank. Wir sind mit allen weiter im Gespräch.“

Die Helaba, die sich letztlich gegen ein Angebot entschieden hatte, dürfte die Gespräche mit Niedersachsen fortsetzen und könnte an den Verhandlungstisch zurückkehren, hatte Bloomberg aus Kreisen erfahren.

Niedersachsen hält knapp 60 Prozent an der NordLB, der niedersächsische Sparkassenverband rund 26 Prozent und Sachsen-Anhalt knapp sechs Prozent.

Der NordLB machen faule Schiffskredite zu schaffen. Für 2016 hatte sie einen Verlust von fast zwei Milliarden Euro ausgewiesen. Sie führte dies damals auf eine massive Aufstockung der Risikovorsorge für die Schiffsfinanzierung zurück, ausgelöst durch die Verschärfung der globalen Schifffahrtskrise.

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