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BayernLB

Die Landesbank braucht einen neuen Chef.

(Foto: dpa)

Landesbank Riegler-Nachfolge: Das sind die Kandidaten für den Chefposten der BayernLB

Die Landesbank sucht einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Inzwischen gibt es eine Liste mit Aspiranten – und eine Debatte über die Strategie des Hauses.
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FrankfurtAm 12. Dezember hat die BayernLB verkündet, dass Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler das Münchener Geldhaus verlassen wird. Parallel begann Aufsichtsratschef Wolf Schumacher mit der Suche nach einem Nachfolger. „Qualität hat hierbei Vorrang vor Tempo“, betonte Schumacher. Und deshalb beauftragte er fürs Erste Vizechef Edgar Zoller, die Landesbank interimistisch zu führen.

Inzwischen ist Schumacher bei der Chefsuche vorangekommen. Und auf seiner Liste stehen nach Informationen des Handelsblatts Kandidaten mit sehr unterschiedlichen Profilen. Neben Zoller zählen dazu Stephan Winkelmeier, der Chef der Abwicklungsanstalt FMS, Deka-Vorständin Manuela Better sowie Ex-Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. LBBW-Vorstand Christian Ricken wurde Finanzkreisen zufolge ebenfalls angesprochen, hat jedoch abgewinkt. Alle Kandidaten und die BayernLB äußerten sich nicht.

Mit dem Verfahren vertraute Personen sind der Ansicht, dass Zoller und Winkelmeier aktuell die besten Chancen auf den Chefposten haben. Zoller sitzt seit 2009 im BayernLB-Vorstand und ist dort für das Immobilien- und Sparkassen-Geschäft zuständig. Nach der staatlichen Rettung der Bank in der Finanzkrise schaffte er es, das Verhältnis zu den Sparkassen zu kitten.

Die bayerischen Sparkassen, die 25 Prozent an der Landesbank halten, würden den 62-Jährigen deshalb Finanzkreisen zufolge gern dauerhaft als Chef installieren. Die Sparkassen und das Land Bayern, dem das Institut zu 75 Prozent gehört, äußerten sich dazu nicht.

Restrukturierung beendet

Winkelmeier ist 51 Jahre alt und hat von 2010 bis 2014 bereits im Vorstand der BayernLB an der Neuausrichtung des Geldhauses mitgearbeitet. An der Nachfolge von Ex-Chef Gerd Häusler hatte er damals jedoch kein Interesse, sondern heuerte beim Finanzinvestor Senata an.

2015 wechselte Winkelmeier dann zur FMS Wertmanagement, 2017 übernahm er die Leitung der bundeseigenen Anstalt. Sie ist dafür zuständig, die Geschäfte der in der Finanzkrise gescheiterten Hypo Real Estate abzuwickeln. Seit 2017 sitzt Winkelmeier zudem im Aufsichtsrat der BayernLB.

Das Land hatte die Bank in der Finanzkrise mit zehn Milliarden Euro vor dem Aus gerettet. In der Folge musste das Geldhaus schrumpfen und rund fünf Milliarden an den Freistaat zurückzuzahlen. Die Restrukturierung hat die Bank inzwischen abgeschlossen – und die Zahlen sehen gut aus.

In den ersten neun Monaten 2018 stieg der Vorsteuergewinn um fast 30 Prozent auf 716 Millionen Euro. Einen großen Beitrag steuerte dazu die Direktbanktochter DKB bei, deren Bedeutung in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist.

Parallel zur Chefsuche stellen sich bei der BayernLB deshalb viele die Frage, mit welcher Strategie die Bank in die Zukunft gehen soll. Ist die DKB künftig der Kern des Instituts – und das klassische Landesbankengeschäft wird zurückgefahren? Soll die BayernLB ihre Präsenz im Ausland ausbauen oder sich stärker auf Bayern fokussieren? Und wie soll sich das Institut verhalten, falls sich eines Tages eine Super-Landesbank formiert?

Aufsichtsratschef Schumacher und Interimschef Zoller haben Finanzkreisen zufolge ein großes Strategieprojekt angeschoben, um diese und andere Fragen zu diskutieren. Dabei solle auch eine Privatisierung der Landesbank durchgespielt werden, sagten mehrere mit dem Thema vertraute Personen dem Handelsblatt.

Die jüngsten Vorfälle bei der NordLB haben allen vor Augen geführt, wie schwierig es in Notsituationen ist, ‧eine Bank mit ausschließlich staat‧lichen Eigentümern zu stützen.

Dass der Freistaat in naher Zukunft eine Mehrheit an der BayernLB abgibt, glauben die meisten Insider jedoch nicht. Denn politisch wäre eine Privatisierung des Instituts aktuell schwer zu vermitteln. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat das Geldhaus in den vergangenen Jahren als zweitliebste Landesbeteiligung nach dem Münchener Hofbräuhaus bezeichnet.

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