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Landesbank „Robustes Interesse“ an der WestLB

Für die zum Verkauf stehende WestLB gibt es offenbar mehrere Interessenten. Es gebe "robustes Interesse von Seiten namhafter strategischer Investoren und Finanzinvestoren aus dem In- und Ausland", teilte die Kanzlei von Friedrich Merz mit, die den von der EU erzwungenen Verkauf koordiniert.
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WestLB-Chefverkäufer Merz:

WestLB-Chefverkäufer Merz: "robustes Interesse".

(Foto: dpa)

HB DÜSSELDORF. Der von der EU-Kommission erzwungene Verkauf der WestLB hat mehrere Interessenten auf den Plan gerufen. Es gebe "robustes Interesse von Seiten namhafter strategischer Investoren und Finanzinvestoren aus dem In- und Ausland" teilte die Anwaltskanzlei des WestLB-Verkaufsbeauftragten Friedrich Merz am Donnerstag mit.

Merz selbst betonte, er sei optimistisch, dass nun rechtzeitig eine "zufriedenstellende Lösung" gefunden werden könne. Parallel zum Verkaufsprozess sucht die WestLB eine Lösung im Landesbankenlager und sondiert dafür eine Fusion mit der BayernLB. Die EU-Kommission sei auch offen für ein Zusammengehen des Düsseldorfer Geldhauses mit einer anderen Landesbank, betonte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans.

Die WestLB muss auf Druck der EU-Kommission neue Eigner finden. Die Brüsseler Wettbewerbsbehörde hatten den Verkauf im Gegenzug zur Billigung milliardenschwerer öffentlicher Garantien angeordnet. Der ehemalige CDU-Politiker Merz, den die WestLB-Eigner für den Verkauf ausgewählt hatten, hatte Ende September formell den Startschuss für die Suche nach Investoren gegeben.

Die Investmentbank Morgan Stanley hat nun in seinem Auftrag die ersten Interessensbekundungen eingesammelt. Morgan Stanley lägen einige unverbindliche Interessensbekundungen vor, hatten auch mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters gesagt.

Dies sei zu Beginn von Bieterprozessen aber üblich, da auch Konkurrenten versuchten, einen ersten Blick in die Bücher der Bank zu werfen, merkte einer der Insider an. Spannend für einen Verkauf werde erst die nächste Bieterrunde. Der Eignerwechsel soll nach den EU-Auflagen bis zum 31. Dezember 2011 abgeschlossen sein, eine entsprechende Verkaufsvereinbarung bis 31. August kommenden Jahres unterzeichnet werden.

Dass Verkäufe von Banken im derzeitigen Umfeld aber nicht leicht sind, erfährt die WestLB derzeit am Beispiel einer Tochter: Der Verkaufsprozess für die WestImmo ist ins Stocken geraten, das Institut dringt bei der EU-Kommission auf eine Fristverlängerung über das Jahresende hinaus. Die Bundesregierung überstellte einen entsprechenden Antrag nach Brüssel.

Ende 2010 hätte der Verkauf nach einer Auflage der Brüsseler Beamten eigentlich über die Bühne gehen sollen. Die Offerten für das Mainzer Institut, die bis Ende Oktober fällig waren, seien aber "nicht vertretbar" gewesen, hatte WestLB-Chef Dietrich Voigtländer gesagt. Minister Walter-Borjans (SPD) stärkte ihm den Rücken: Ein Verkauf der WestImmo zum jetzigen Zeitpunkt und den von Interessenten gebotenen Preisen wäre eine "Beihilfe für Finanzinvestoren" gewesen, sagte er. Unter anderem hatte der Finanzinvestor Apollo seine Fühler nach der WestImmo ausgestreckt.

Mitten in den Verhandlungen über die Zukunft der WestLB droht der Bank aber neues Unheil von Seiten der EU-Kommission: Sie prüft derzeit, ob die mit staatlicher Hilfe ermöglichte Auslagerung von Risikopapieren der WestLB mit einem Volumen von 77 Mrd. Euro in eine Bad Bank zulässig ist. In Berliner Koalitionskreisen hieß es, zur WestLB sei eine weitere Gesprächsrunde mit EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia für den 15. November in Brüssel vereinbart worden.

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