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Landesbank Sparkassen heißen Mehrheitsbeteiligung Niedersachsens an der NordLB gut

Niedersachsen will weiter über 50 Prozent an der NordLB halten. Bleibt das Land Mehrheitsinvestor, wäre ein zentrales Problem der Sparkassen gelöst.
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Zuletzt wurde chinesischen Banken ein Interesse an der NordLB nachgesagt. Quelle: dpa
NordLB

Zuletzt wurde chinesischen Banken ein Interesse an der NordLB nachgesagt.

(Foto: dpa)

Berlin Der Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Thomas Mang, hält mit seiner Meinung üblicherweise nicht hinter dem Berg. „Die NordLB ist angesichts des drückenden Schifffahrtsportfolios in einer durchaus schwierigen Lage“, sagte er vor wenigen Monaten.

Doch auf einer Veranstaltung der niedersächsischen Sparkassen am Dienstagabend in Hannover hielt er sich zurück. „Aus verschiedenen, insbesondere rechtlichen Gründen kann ich zu dem Thema nichts sagen“, so Mang, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratschef der NordLB ist. Seine Sparkassen sind mit gut 26 Prozent an dem Institut beteiligt.

Andererseits ließ er durchblicken, dass er an der Positionierung des Landes Niedersachsen „nichts auszusetzen“ habe. Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) hatte am Dienstag in einem Interview erklärt, dass das Land auch künftig mehr als 51 Prozent an der Landesbank halten wolle. Derzeit ist Niedersachsen mit gut 59 Prozent an der Landesbank beteiligt.

Die NordLB, die am Donnerstag ihre Halbjahreszahlen vorlegt, will ihr Eigenkapital stärken, ohne dass sie ein Beihilfeverfahren der EU riskiert. Derzeit erfüllt sie zwar alle regulatorischen Eigenkapitalanforderungen, doch mit einer Kernkapitalquote von 12,8 Prozent ist sie eher schwach kapitalisiert.

Zuletzt wurde chinesischen Banken ein Interesse an der NordLB nachgesagt, wahrscheinlicher ist aber ein Einstieg von Finanzinvestoren. Allerdings fragen sich Beobachter der Szene, welches Interesse Finanzinvestoren an einer Minderheitsbeteiligung an einer Landesbank haben sollten.

Bliebe das Land Mehrheitsinvestor, wäre ein zentrales Problem für die Sparkassen aber gelöst. Auch künftig hätten Investoren keinen Zugriff auf die Braunschweigische Landessparkasse, die Bestandteil der NordLB ist. Ein Modell ohne die Sparkassen und damit auch ohne die Braunschweigische Landessparkasse sei zwar denkbar, aber eher langfristig, sagte Finanzminister Hilbers in dem Interview.

Mang meinte, dass Hilbers für die Problematik der Braunschweigischen Landessparkasse sensibilisiert sei. Auf die Frage, ob der Anteil der Sparkassen an der NordLB zementiert sei, sagte Mang, dass sich diese Frage derzeit nicht stelle. Und auch über die Zukunft der NordLB im Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe mache er sich keine Gedanken. Die würde auf dem Spiel stehen, wenn private Investoren die Mehrheit übernehmen würden.

Welche Probleme dann anstehen, zeigt gerade das Beispiel HSH Nordbank, die von den Finanzinvestoren Cerberus und J. C. Flowers gekauft wurde.

Im laufenden Jahr müssen die niedersächsischen Sparkassen den Dauerniedrigzinsen Tribut zollen. Sie erwarten einen Rückgang des Betriebsergebnisses vor Bewertung von 900 Millionen auf 800 Millionen Euro. Die Provisionserträge werden die zurückgehenden Zinserträge nicht mehr kompensieren.

Insgesamt sei das Ergebnis noch „hinreichend, um die Reserven zu stärken, weil wir so gut wie keine Risikokosten im Kreditgeschäft verbuchen“, sagte Mang. Aber es werde von Jahr zu Jahr schwieriger, Reserven zu bilden.

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