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Landesbanken BayernLB rechnen mit Millionengewinn für 2015

Bei der BayernLB scheint ein aufwärts zu gehen. Gebeutelt von den Aufräumarbeiten unter anderem bei der österreichischen Tochter Hypo Alpe Adria, hofft die Landesbank 2015 auf einen dreistelligen Millionengewinn.
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Vorstandsvorsitzender Johannes-Jörg Riegler (M) und Finanzvorstand Markus Wiegelmann auf der Bilanz Pressekonferenz. Quelle: dpa
BayernLB

Vorstandsvorsitzender Johannes-Jörg Riegler (M) und Finanzvorstand Markus Wiegelmann auf der Bilanz Pressekonferenz.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die BayernLB blickt nach ihren kostspieligen Aufräumarbeiten im Ausland wieder nach vorn. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone zu Jahresbeginn will die Landesbank ihr Geschäft durch neue Zweigstellen in anderen Bundesländern stärken. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank nach einem Milliardenverlust 2014 mit einem Gewinn vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich, wie sie am Mittwoch in München mitteilte.

In den kommenden Monaten will die Bank nach Angaben eines Sprechers neue Büros in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Berlin eröffnen und damit auch außerhalb Bayerns stärker mitmischen. In Düsseldorf ist die BayernLB bereits seit einigen Jahren mit einem Büro vertreten.

Ihre Aktivitäten im Ausland hatte die BayernLB nach dem Debakel mit der österreichischen Tochter Hypo Alpe Adria (HGAA) hingegen zurückgefahren und sich seitdem auf das Inland konzentriert. In ihrem Kerngeschäft, der Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen, konnte die Bank ihren Gewinn im ersten Quartal kräftig steigern.

Die Prozesslawine, die nur die Anwälte erfreut
Bayern LB gegen Hypo Alpe Adria
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Gut eineinhalb Jahre dauerte der Prozess, nun ist ein Urteil gesprochen: Die Hypo Alpe Adria, besser gesagt deren „Bad Bank“ Heta, muss der ehemaligen Mutter, der Bayerischen Landesbank, 2,3 Milliarden für ausstehende Kredite zurückzahlen. Die Hypo Alpe Adria hatte dies zunächst verweigert: Die Kredite, so argumentierte sie, seien eigentlich Zuschüsse zum Eigenkapital gewesen. Das Münchner Landgericht war anderer Meinung. Die Heta will nun in Berufung beim Oberlandesgericht gehen.

(Foto: dpa)
Heta-Gläubiger gegen Heta
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Auch von anderer Seite her droht der Heta Ärger: Denn andere Klagen laufen noch. Etwa die der FMS Wertmanagement, „Bad Bank“ der verstaatlichten Hypo Real Estate. Sie fordert von der Heta 200 Millionen Euro für fällige Anleihen, deren Rückzahlung die Heta ausgesetzt hatte. Auch die NRW Bank hegt noch Forderungen gegenüber der Heta. Ursprünglich hatte die österreichische Finanzmarktaufsicht Heta angewiesen, die Rückzahlungen ausstehender Anleihen auszusetzen.

(Foto: dpa/picture-alliance)
Heta-Gläubiger gegen Österreich
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Der österreichische Verfassungsgerichtshof muss sich derzeit mit Verfahren von Gläubigern und Abgeordneten auseinandersetzen. Der Grund: In einem Sondergesetz hatte die Wiener Regierung verfügt, nachrangige Hypo-Alpe-Adria-Anleihen im Volumen von etwa 800 Millionen Euro nicht zurückzuzahlen. Das Gericht plant, bis Oktober zu entscheiden, ob das Gesetz verfassungskonform ist.

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Heta-Gläubiger gegen Kärnten
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Die BIW Bank für Investments & Wertpapiere verklagte am 17. April das österreichische Bundesland Kärnten, um es zu zwingen, als Bürge für die Heta-Anleihen zu zahlen.

(Foto: dpa)
Österreich gegen BayernLB
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Doch die Klagewelle richtet sich nicht immer nur gegen die Heta. Auch umgekehrt verklagt man sich: So pocht etwa Österreich vor Gericht auf 3,5 Milliarden Euro, das sie von der ehemaligen Hypo-Alpe-Adria-Mutter, der Bayerischen Landesbank, wieder haben will. Die BayernLB habe nicht vollständig über den Zustand der Hypo-Alpe-Adria informiert, als Österreich die Bank 2009 rettete – so der Vorwurf. Die Summe von 3,5 Milliarden Euro spiegele den „realen Preis“ wider, den die BayernLB bei der notfallmäßigen Verstaatlichung hätte zahlen müssen, erklärte der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling.

(Foto: Reuters)
BayernLB gegen Österreich
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Österreich verklagt die Bayern LB – und umgekehrt: 2,4 Milliarden Euro will die Landesbank von der Alpenrepublik für Krediten, die die Hypo Alpe nicht zurückzahlen wollte. Nach Auffassung der BayernLB hatte Österreich die Rückzahlung im Verstaatlichungsvertrag garantiert. Österreich weist diese Forderung zurück. Die BayernLB hat außerdem Verfassungsbeschwerde gegen das Hypo-Alpe-Gesetz eingelegt, welches rund 800 Millionen Euro an Krediten der BayernLB wertlos machte.

(Foto: dpa)
Hypo Alpe Adria gegen ehemalige Hypo-Aktionäre
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Auch ehemalige Aktionäre der Hypo Alpe Adria haben keine Ruhe: Die Bank verklagte ihre Ex-Anteilseigner, darunter das Bundesland Kärnten, wegen Bilanzfälschung. Nur so habe man vor dem Verkauf an die BayernLB eine Sonderdividende ermöglicht werden sollte. Das Verfahren ist seit dem 24. Februar 2014 vor einem Gericht in Klagenfurt anhängig. Seit dem 1. Dezember ist das Verfahren ausgesetzt, solange die Staatsanwaltschaft in der Sache ermittelt.

(Foto: dpa)

Insgesamt erreichte sie einen Vorsteuergewinn von 206 Millionen Euro und damit eine ähnliche Größenordnung wie im Vorjahreszeitraum. Durch hohe Wertberichtigungen auf die HGAA und den teuren Verkauf der ungarischen Tochter MKB stand am Jahresende 2014 aber ein Verlust von mehr als einer Milliarde Euro in den Büchern.

  • dpa
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