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Laserkommunikationsspezialist Von Musk nach München: Raketeningenieur Altan wechselt von SpaceX zum Start-up Mynaric

Bisher hat Bulent Altan für Elon Musk Raketen entwickelt. Jetzt wird der Ingenieur Vorstandsmitglied eines Münchener Start-ups.
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15 Jahre lang entwickelte Bulent Altan unter anderem die berühmten Falcon-Raketen von SpaceX in Kalifornien. Quelle: AFP
Start einer Falcon 9-Rakete (Foto aus 2015)

15 Jahre lang entwickelte Bulent Altan unter anderem die berühmten Falcon-Raketen von SpaceX in Kalifornien.

(Foto: AFP)

München Als Bulent Altan zum ersten Mal auf Elon Musk traf, hatte der gerade angefangen, ein Elektroauto-Projekt namens Tesla aufzubauen. Das war im Jahr 2004. Musk wollte Altan damals unbedingt für sein zwei Jahre zuvor gestartetes Projekt „SpaceX“ anwerben. Bei SpaceX geht es um unbemannte Raumflüge, die die Raumstation ISS versorgen oder Satelliten in die Umlaufbahn bringen. Raketeningenieur Altan, der zuvor in München und Stanford studiert hatte, schien Musk dafür perfekt.

Die Mission von SpaceX war zu dieser Zeit für viele ein wilder und unvorstellbarer Traum. Und genau das reizte den jungen Altan, der damals 26-Jährige sagte zu. Er blieb mit einer kurzen Unterbrechung für anderthalb Jahrzehnte bei SpaceX und entwickelte die berühmte Falcon-Rakete mit. Zwischendurch war er kurz Digitalchef von Airbus.

Jetzt kehrt Altan nach München zurück. Er verstärkt den Vorstand des Laserkommunikationsspezialisten Mynaric, wie das Unternehmen an diesem Donnerstag mitteilte. Er wird das Raumfahrtgeschäft bei der im Frankfurter Wachstumssegment Scale gelisteten Firma leiten.

Zudem soll er das Unternehmen mit seinem breiten internationalen Wissen nach außen vertreten. „Bulent kann mit seinem Netzwerk und Know-how hier Kompetenzen setzen, die wir vorher in der Form so noch nicht an Bord hatten“, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

Mynaric entwickelt Kommunikation via Laser. Auf diese Weise tauschen sich Flugzeuge, Raketen und Raumstationen untereinander und mit den Technologiezentren auf der Erde aus. Die kabellose Laserkommunikation funktioniert ähnlich wie bei der Glasfaser, hat aber mit zehn Gigabit pro Sekunde eine deutlich höhere Datenrate.

Das Unternehmen beschreibt sich selbst als derzeit im Übergang von einer reinen Entwicklungs- zu einer Produktionsfirma. Die dafür nötigen Services und Prozesse zur Serienherstellung von Laserkommunikationsterminals wurden im vergangenen Jahr implementiert.

Im ersten Halbjahr 2018 – aktuellere Zahlen liegen derzeit nicht vor – erwirtschaftete das Unternehmen eine Gesamtleistung von 2,736 Millionen Euro und dabei einen Betriebsverlust von 2,465 Millionen Euro.

Die beiden Gründer des Unternehmens ziehen sich unterdessen aus dem Vorstand zurück. Joachim Horwath und Markus Knapek starteten Mynaric im Jahr 2009. Seither hat das inzwischen auf 80 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen rund 40 Millionen Euro an Wagniskapital eingesammelt. 2017 erfolgte dann der Gang an das Frankfurter Wachstumssegment Scale.

Aktienkurs steigt nach Verkündung der Personalie

Dem Kurs hat die Personalie bereits geholfen. An diesem Donnerstag notierte die Aktie zum ersten Mal seit November wieder bei 40 Euro. An die Börse gekommen waren die Papiere vor gut anderthalb Jahren zu 54 Euro.

Horwath und Knapek bleiben aber im Unternehmen und bauen dort neue Projekte auf.

Dafür rückt neben Bulent Altan auch Hubertus von Janecek in den Vorstand. Der ehemalige Vice President von Bosch Sensortec soll sich um den Vertrieb und die Produktion für die Luftfahrt kümmern. Aus der bisherigen Führungsmannschaft bleibt lediglich Finanzvorstand Wolfram Peschko dabei.

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