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Leasing-Tochter der Sparkassen Deutsche Leasing baut Geschäft aus – und fürchtet eine Rezession

Die Leasing-Tochter der Sparkassen baut ihr Neugeschäft aus. Da eine wirtschaftliche Abkühlung droht, könnte das Geschäft jedoch schwieriger werden.
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Steigerung trotz Brexit: Deutsche Leasing im Aufwind Quelle: Deutsche Leasing
Deutsche Leasing

Auslandsgeschäft als Wachstumstreiber.

(Foto: Deutsche Leasing)

Bad HomburgDie Deutsche Leasing sieht sich weiter auf Erfolgskurs. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr (Stichtag: 30. September 2018) konnte die Leasingtochter der Sparkassen neue Kunden gewinnen. So stieg das Gesamtvolumen des Neugeschäfts um über drei Prozent auf 9,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,9 Milliarden Euro). Der Konzernüberschuss kletterte um knapp acht Prozent auf gut 91 Millionen Euro (Vorjahr: knapp 84 Millionen Euro).

„In einem konjunkturstarken Jahr haben wir unsere Marktposition ausgebaut und unsere Substanz deutlich gestärkt“, erklärte Vorstandschef Kai Ostermann am Montag in Bad Homburg. Das ermögliche es, „in die technologische Weiterentwicklung zu investieren und die Digitalisierung unseres Produktangebots voranzutreiben“.

Treiber des positiven Ergebnisses war die robuste Konjunktur im Euro-Raum, den USA und China. Sowohl der Konsum als auch die Investitionen legten zu – trotz des Handelsstreits zwischen Washington und Peking, der Verschuldung Südeuropas oder des ungeklärten EU-Austritts Großbritanniens.

Davon profitierte der exportstarke deutsche Mittelstand. Er zählt zu den Hauptkunden der Deutschen Leasing und finanziert über die Sparkassen-Tochter die Anschaffung neuer Maschinen, Autos, Immobilien oder IT.

Das Leasinggeschäft mit Maschinen wuchs um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, ebenso jenes mit Pkws, Lkws, Land- und Baumaschinen. Dafür reduzierte die Dieselabgas-Debatte die Erlöse beim Weiterverkauf von Altfahrzeugen. Auch das Neugeschäft im Bereich Immobilien und IT ging zurück.

Positiv entwickelte sich die 2016 mehrheitlich übernommene Deutsche Factoring-Bank. Sie kauft Zahlungsforderungen von Unternehmen an ihre Geschäftspartner an. Der Umsatz in diesem Bereich stieg um mehr als acht Prozent.

Aufgrund der robusten Geschäftsentwicklung kletterten auch die leasingspezifischen Kennzahlen. So legte der sogenannte Substanzwert der Deutschen Leasing um zwei Prozent zu auf knapp zwei Milliarden Euro. Das wirtschaftliche Ergebnis kletterte um vier Prozent auf 159 Millionen Euro. Auch das Eigenkapital inklusive der Vorsorgereserven stieg um knapp acht Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Im Ergebnis können sich die rund 400 Sparkassen, denen die Deutsche Leasing gehört, über eine Ausschüttung von 40 Millionen Euro freuen – fünf Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Das Plus ermöglicht haben auch geringere Abschreibungen auf Forderungen sowie geringere Rückstellungen im Leasing- und Kreditgeschäft. Der Konzern reduzierte diese Größe um rund 20 Millionen Euro auf 43 Millionen Euro.

Das neue Jahr hat für die Deutsche Leasing mit gemischten Gefühlen begonnen. Vorstandschef Ostermann sieht „erste Anzeichen einer gesamtwirtschaftlichen Eintrübung“. Die Rezessionsgefahr nehme insgesamt zu, das Wachstum der Weltwirtschaft und im Euro-Raum verliere an Fahrt. „Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein moderates Neugeschäftswachstum.“

Im Heimatmarkt stößt die Expansion an Grenzen und gefährdet so mittelfristig die Erfolgsstory, ist aus dem Konzern zu vernehmen. Daher will sich die Deutsche Leasing verstärkt den Auslandsmärkten widmen, darunter China und Nordamerika. Hier sehen die Bad Homburger bei der Begleitung deutscher Firmen noch deutlich Luft nach oben. Aktuell fällt ein knappes Drittel des Neugeschäfts im Ausland an, gut zwei Drittel kommen aus dem Inland.

Wie gering der Marktanteil in anderen Ländern ist, zeigt ein einfacher Vergleich: Während das Neugeschäft allein in Deutschland 6,7 Milliarden Euro ausmachte, belief es sich auf dem riesigen US-amerikanischen Markt zuletzt gerade einmal auf rund 150 Millionen Euro.

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