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Lebensversicherung Wenn die Police zur Last wird

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Die günstigste Variante?

Was ist letztlich die günstigste und sinnvollste Variante? Das muss jeder Kunde für sich selbst entscheiden. Häufig zwingen finanzielle Engpässe durch veränderte Lebenssituationen zur Kündigung. Welche der beiden Varianten im Einzelfall die bessere ist, können vielerorts Verbraucherzentralen genau berechnen – in der Regel ist das allerdings kostenpflichtig.

Eine dritte Variante neben Stilllegung und Stornierung: Der Verkauf der eigenen Lebensversicherung an spezielle Aufkäufer am sogenannten Zweitmarkt. Anbieter wie die Frankfurter „Policen Direkt“ versprechen bis zu 15 Prozent mehr Geld als bei einer Kündigung. Das hängt jedoch stark von der jeweiligen Police ab.

Altverträge mit einer hohen Garantieverzinsung sind dabei natürlich attraktiver als erst in den vergangenen Jahren abgeschlossene Verträge mit nur noch geringen Zinsen. Ein weiterer Vorteil für den Kunden: Sogar die Absicherung im Todesfall, also die zweite Kernintention neben dem Kapitalaufbau, bleibt erhalten.

Daneben schaffen Anbieter in diesem Bereich immer neue Varianten. So kann die Police beispielsweise für einen Kredit beliehen werden. Wer derzeit über den Erwerb einer Immobilie nachdenkt, wird hier zumindest offen für ein Angebot sein. Bei der neuen Variante der Lebensversicherung, die insbesondere auf Fonds fußt, ist zudem der Verkauf der Anteile möglich. Anbieter auf dem Zweitmarkt wollen daran auch verdienen – mit Gebühren müssen Interessierte daher rechnen.

Tatsache ist: Immer mehr Kunden interessieren sich für solche Möglichkeiten. Teilweise werden sie von ihren Beratern, mit denen sie ursprünglich den Vertrag abgeschlossen haben, mehr oder weniger intensiv darauf hingewiesen. So ist im vergangenen Jahr das Volumen des Zweitmarkts für Lebensversicherungen um die Hälfte gestiegen.

Davon profitieren mittlerweile sogar vermehrt Privatanleger, die wiederum am Zweitmarkt Lebensversicherungspolicen aufkaufen. Gerade konservative Anleger greifen hier wegen der hohen Sicherheit und der oftmals noch attraktiven Rendite zu – sie lag laut „Policen Direkt“ zuletzt im Schnitt bei 3,95 Prozent. Auf diesem Niveau kann schon lange kein Sparbuch, Tagesgeld oder solide Anleihe mehr mithalten.

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