Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Lehman-Papiere Haspa soll Berater unter Druck gesetzt haben

Ranglisten, Boni, Urlaubsversprechen: Interne Papiere der Haspa belegen den großen Druck, unter dem die Sparkassenberater Wertpapiere wie die der Lehman-Bank verkaufen sollten.
Kommentieren
Eine Filiale der Hamburger Sparkasse (Haspa). Quelle: dpa

Eine Filiale der Hamburger Sparkasse (Haspa).

(Foto: dpa)

HamburgKnapp zwei Wochen vor einem ersten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu Lehman-Zertifikaten ist die frühere Verkaufspraxis der Hamburger Sparkasse (Haspa) erneut in die Schlagzeilen geraten. Aus internen Papieren der größten deutschen Sparkasse, über die der Radiosender NDR Info und die „Süddeutsche Zeitung“ am Donnerstag berichteten, soll hervorgehen, unter welchem Druck die Berater beim Verkauf der Wertpapiere schon vor fünf Jahren standen. Mit Ranglisten und Urlaubsversprechen sollen die Berater zum Verkauf der Zertifikate gebracht worden sein.

„Weil wir in einem laufenden Verfahren vor dem Bundesgerichtshof stehen, nehmen wir dazu keine Stellung“, sagte ein Haspa-Sprecher am Donnerstag in Hamburg. 2008 war die US-Investmentbank Lehman Brothers pleitegegangen, die verkauften Lehman-Zertifikate wurden wertlos.

Am 27. September verhandelt der BGH in Karlsruhe erstmals über Klagen auf Schadenersatz von zwei Käufern von Lehman-Zertifikaten gegen die Hamburger Sparkasse. Das Hanseatische Oberlandesgericht hatte im April 2010 zwei Urteile der Vorinstanz kassiert, die den Anlegern Entschädigung zusprachen. Infolgedessen landeten die Fälle vor dem BGH.

Die Haspa hatte im Februar 2009 etwa 1000 Käufer von Lehman-Zertifikaten mit 10 bis 100 Prozent des investierten Geldes entschädigt, betroffen waren insgesamt 3700 Kunden. Sie hatten insgesamt 54 Millionen Euro in Lehman-Zertifikaten angelegt.

Den Medienberichten zufolge wurden die Haspa-Verkäufer in den Jahren 2006 und 2007 vom hausinternen Vertrieb zum Verkauf der Lehman-Papiere angehalten, weil für die Sparkasse selbst einträgliche Gewinnmargen angefallen sein sollen. Darüber seien die Kunden aber ebenso wenig informiert worden wie über die Risiken eines Totalverlustes.

Nach der Lehman-Pleite sollten die Sparkassenberater den Berichten zufolge betroffene Kunden unter anderem mit Essenseinladungen oder einem Blumenstrauß beschwichtigen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Lehman-Papiere - Haspa soll Berater unter Druck gesetzt haben

0 Kommentare zu "Lehman-Papiere: Haspa soll Berater unter Druck gesetzt haben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%