Liechtensteiner Bank Liechtensteiner Prinz räumt Fehler ein

Der Chef der Liechtensteiner Bank LGT, Prinz Max von und zu Liechtenstein hat Probleme im Zusammenhang mit dem strikten Bankgeheimnis im Fürstentum eingeräumt.
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MÜnchenVier Jahre nach dem Aufsehen erregenden Skandal um Steuerbetrug hat der Chef der Liechtensteiner Bank LGT, Prinz Max von und zu Liechtenstein, Fehler eingeräumt. Die Bank habe das Risiko unterschätzt, dass „Leute unser Bankgeheimnis ausnutzen, um Steuern zu hinterziehen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag. Dieses „Altlasten-Problem“ sei die Bank „zu wenig schnell und konsequent angegangen“. Das habe sie „schmerzlich lernen“ müssen.

Vor vier Jahren war der damalige Deutsche-Post-Chef Klaus Zumwinkel vor laufenden Kameras verhaftet worden. Er hatte mittels einer liechtensteinischen Stiftung mehrere Millionen Euro vor dem deutschen Fiskus versteckt. Aufgeflogen waren er und mehrere hundert andere Steuersünder, weil ein Mitarbeiter der LGT Daten gestohlen hatte. Liechtenstein musste daraufhin unter internationalem Druck sein striktes Bankgeheimnis aufweichen.

LGT-Chef Prinz Max von und zu Liechtenstein, zweitältester Sohn von Landesfürst Hans-Adam II., sagte der „Süddeutschen Zeitung“, nach wie vor sei der Schutz der Privatsphäre auch in finanziellen Belangen „ein zentrales, legitimes Bedürfnis der Bürger“. In Liechtenstein und in der Schweiz habe sich dies „historisch entwickelt“. Beide Länder seien hervorragend damit gefahren. Da aber nicht jeder Staat dieselbe Philosophie habe, seien Kompromisse nötig.

  • afp
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