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LSE Londoner Börsenchef Rolet tritt zurück

Ursprünglich wollte sich Xavier Rolet erst Ende 2018 verabschieden. Doch jetzt geht er mit sofortiger Wirkung. Dabei kann sich seine Bilanz sehen lassen. Zunächst übernimmt der Finanzvorstand die Führung bei der LSE.
Update: 29.11.2017 - 08:51 Uhr Kommentieren
Der Londoner Börsenchef geht sofort. Quelle: AFP
Xavier Rolet

Der Londoner Börsenchef geht sofort.

(Foto: AFP)

London Der Chef der Londoner Börse LSE, Xavier Rolet, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Bis ein Nachfolger ernannt sei, solle Finanzvorstand David Warren die Aufgaben zusätzlich übernehmen, teilte die LSE mit. Der langjährige Vorstandschef hatte zunächst angekündigt, er werde Ende kommenden Jahres seinen Posten räumen.

Rolet hatte ursprünglich im Zuge der geplanten Fusion mit der Deutschen Börse von Bord gehen wollen. Nachdem dieses Vorhaben jedoch im Frühjahr gescheitert war, blieb er zunächst an Bord.
Der Franzose kam 2009 von Lehman Brothers zur Londoner Börse, nachdem die US-Investmentbank kollabiert war. Mit seinem Gespür für Markttrends und Mut zu großen Deals krempelte Rolet das Unternehmen um. Als Erstes kaufte er eine IT-Firma in Sri Lanka, denn Technologie ist der Schlüssel im modernen Börsenhandel. Durch weitere Zukäufe erschloss er systematisch neue Geschäftsfelder: Heute ist die LSE nicht mehr nur im Aktienhandel aktiv, sondern auch im Datengeschäft und Clearing.

Die Frankfurter Börsenkandidaten
Varta
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Der Batteriehersteller Varta hat einen Börsenwert von mehr als 500 Millionen Euro. Die Erstnotiz den Unternehmens wird im Oktober 2017 erwartet. Bis zu 250 Millionen Euro beträgt das Emissionsvolumen, wobei 150 Millionen Euro Kapitalerhöhung sind. Eigentümer des Unternehmens ist Montana Tech Components (Michael Trojner). Die begleitenden Banken sind Berenberg und UniCredit. Nach dem Börsengang ist ein Streubesitz von 40 Prozent vorgesehen.

(Foto: dpa)
Befesa
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Auch für Befesa wird die Erstnotiz im Oktober 2017 erwartet. Dabei soll es ein Emissionsvolumen von bis zu 800 Millionen Euro geben. Der Erlös dieses Volumens fließt an den Alteigentümer. Das Unternehmen betreibt Metall-Recycling und weitere Umweltdienstleistungen. Der Börsenwert liegt zwischen 1,3 und 1,6 Milliarden Euro. Der Eigentümer ist der Finanzinvestor Triton und die begleitenden Banken sind Citi, Goldman Sachs und JPMorgan.

(Foto: dpa)
HelloFresh
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HelloFresh ist ein Lebensmittel-Lieferdienst mit Firmensitz in Berlin. Die Erstnotiz wird für den November 2017 erwartet. Ein Emissionsvolumen von bis zu 300 Millionen Euro und ein Börsenwert von bis zu 1,5 Milliarden Euro werden erwartet. Eigentümer des Unternehmens sind Rocket Internet mit 53 Prozent und weitere Risikokapital-Investoren. Berenberg, BNP Paribas, Morgan Stanley, JPMorgan und die Deutsche Bank sind die begleitenden Kreditinstitute.

(Foto: picture alliance)
BAWAG P.S.K.
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Die Erstnotiz der BAWAG P.S.K. wird für den Oktober erwartet, allerdings an der Wiener Börse. Eigentümer des Unternehmens sind Ceberus – ein Finanzinvestor mit 54 Prozent – und Golden Tree Asset Management – mit 40 Prozent. Die Bank wird von den folgenden Kreditinstituten begleitet: Citi, Credit Suisse, Goldman Sachs, JP Morgan und Morgan Stanley. Das Emissionsvolumen soll bis zu 1,5 Milliarden Euro betragen und der Börsenwert wird auf etwa fünf Milliarden Euro geschätzt.

(Foto: Reuters)
Instone Real Estate
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Die Erstnotiz des Immobilien-Entwicklers Instone Real Estate ist im November möglich. Der Börsenwert wird mehr als 500 Millionen Euro betragen. Offen ist allerdings noch die Höhe des Emissionsvolumens. Eigentümer des Unternehmens mit dem Firmensitz in Essen ist die Activum SG.

(Foto: dpa)
Vibracoustic
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Bis zum Jahresende soll bei Vibracoustic die Entscheidung über einen Börsengang fallen. Dementsprechend sind das Emissionsvolumen, begleitende Banken und der Börsenwert noch offen. Bei dem Unternehmen handelt es sich um den weltweit führenden Zulieferer für Schwingungstechnik im Automobil. Eigentümer ist das Technologieunternehmen Freudenberg.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Deutsche Asset Management
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Die Deutsche Asset Management gehört der Deutschen Bank und ist eine Vermögensverwaltung. Die Erstnotiz wird im Frühjahr 2018 erwartet. Begleiten werden den Börsengang die Deutsche Bank und weitere Kreditinstitute. Der Börsenwert soll bei circa acht Milliarden Euro liegen und das Emissionsvolumen bei rund zwei Milliarden Euro.

(Foto: dpa)

Den größten Deal ließ er jedoch platzen: Die 25-Milliarden-Euro-Fusion mit der Deutschen Börse zu einer europäischen Megabörse scheiterte im März am Nein der Wettbewerbshüter in Brüssel. Rolet hatte sich zuvor geweigert, die Forderungen der Kommission zu erfüllen und die italienische Handelsplattform MTS abzustoßen. Beobachter sahen dies nur als Vorwand, um die ungeliebte Fusion zu beerdigen.

In Wahrheit konnten sich Rolet und sein Widersacher Carsten Kengeter von der Deutschen Börse nicht auf einen neuen Standort einigen: Die Deutschen drängten nach dem Brexit-Entscheid auf Frankfurt, Rolet wollte London nicht aufgeben.

Dennoch kann sich Rolets Bilanz sehen lassen: Die Marktkapitalisierung der LSE stieg unter seiner Führung von 800 Millionen auf 14 Milliarden Pfund. Hätte die Fusion mit der Deutschen Börse geklappt, wäre Rolet schon dieses Jahr gegangen. Nun bleibt er noch bis Ende 2018. Als Nächstes, so wird spekuliert, könnte er in die Politik gehen.

  • rtr
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