Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Malaysischer Staatsfonds 1MDB-Betrugsskandal: Malaysischer Investor muss Immobilien für 700 Millionen Dollar aufgeben

Wegen Betrugsverdachts ermittelt das US-Justizministerium gegen Malaysias Staatsfonds. Einen ehemaligen Fondsberater kostet das nun über 700 Millionen Dollar.
1 Kommentar
Der 1MDB-Fonds war 2009 in Malaysia zur Wirtschaftsförderung des Landes eingerichtet worden. Quelle: AFP
Logo des malaysischen Staatsfonds 1MDB

Der 1MDB-Fonds war 2009 in Malaysia zur Wirtschaftsförderung des Landes eingerichtet worden.

(Foto: AFP)

Washington Im Betrugsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) hat der Finanzinvestor Low Taek Jho eingewilligt, Besitztümer im Wert von mehr als 700 Millionen US-Dollar (knapp 630 Millionen Euro) aufzugeben. Der auch als Jho Low bekannte malaysische Geschäftsmann hatte sich mit den Ermittlungsbehörden in den USA entsprechend verständigt, wie das US-Justizministerium am Mittwoch mitteilte.

Bei den Vermögenswerten handele es sich unter anderem um Immobilien im kalifornischen Beverly Hills sowie in New York und London. Low wird vorgeworfen, diese mit veruntreuten Geldern aus dem Staatsfonds erworben zu haben.

Der 1MDB-Fonds war 2009 in Malaysia zur Wirtschaftsförderung des Landes eingerichtet worden. Wegen Betrugs- und Geldwäscheverdachts laufen jedoch schon länger weltweite Ermittlungen unter Leitung des US-Justizministeriums. Low war ab 2009 Berater für 1MDB.

Im Zentrum des Skandals stand bislang vor allem die Investmentbank Goldman Sachs. Malaysia forderte bereits Milliardenbußgelder und Gefängnisstrafen für Ex-Mitarbeiter. Im Juli dieses Jahres begannen US-Behörden außerdem, gegen die Deutsche Bank zu ermitteln. Dabei ging es offenbar vor allem um die Rolle einer ehemaligen Mitarbeiterin der Bank in der Region. Sie verließ die Deutsche Bank 2018. Zuvor arbeitete sie für Goldman Sachs. Dort war ihr Vorgesetzter der damalige Südostasien-Chef Tim Leissner. Dieser ist maßgeblich in den Betrugsskandal verwickelt und hatte sich im vergangenen Sommer bereits schuldig bekannt.

Er soll dem schillernden malaysischen Geschäftsmann Jho Low und seinen Komplizen dabei geholfen haben, mindestens 4,5 Milliarden Dollar aus dem Staatsfonds zu entwenden, wie aus Gerichtsunterlagen des Justizministeriums hervorgeht. Die Strippenzieher hätten das Geld dazu verwendet, Bestechungsgelder zu zahlen und sich selbst zu bereichern.

Die frühere Deutsche-Bank-Managerin stand laut „Wall Street Journal“ auch während ihrer Arbeit für die Deutsche Bank im Kontakt mit Low. Sie wurde im vergangenen Jahr laut dem Finanzdienst Bloomberg von Ermittlern in Singapur befragt.

Die nun erfolgte Einigung mit Low wertete das Justizministerium am Mittwoch als Erfolg. „Diese Einigung zwingt Low und seine Familie, Hunderte Millionen Dollar unrechtmäßig erlangter Einkünfte aufzugeben, die für das Wohl der Menschen in Malaysia gedacht waren. Sie signalisiert, dass die Vereinigten Staaten kein sicherer Hafen für Erlöse aus Korruption sind“, sagte ein ranghoher Vertreter des Justizministeriums, Brian Benczkowski.

Mehr: Die Regierung Norwegens zog nahezu 400 Millionen Dollar aus dem weltgrößten Staatsfonds ab. Die Entscheidung deutet auf die Anfälligkeit von Norwegens Haushalt hin.

  • asd
  • catk
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Malaysischer Staatsfonds - 1MDB-Betrugsskandal: Malaysischer Investor muss Immobilien für 700 Millionen Dollar aufgeben

1 Kommentar zu "Malaysischer Staatsfonds: 1MDB-Betrugsskandal: Malaysischer Investor muss Immobilien für 700 Millionen Dollar aufgeben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Verfuegte der Berater ueber mehr als 700 Mrd Dollar oder wollte man Mio. Dollar sagen?