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Mark Wiedman Nachfolger für Larry Fink? Blackrock befördert Chef der ETF-Sparte

Blackrock befördert den Chef der ETF-Sparte – und bringt ihn damit als potenziellen Nachfolger für Fink in Stellung. Zudem streicht der Vermögensverwalter Hunderte Stellen.
Update: 10.01.2019 - 20:56 Uhr Kommentieren
Der Blackrock-Manager hat sich für höhere Aufgaben qualifiziert. Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt
Mark Wiedman

Der Blackrock-Manager hat sich für höhere Aufgaben qualifiziert.

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

New York Mark Wiedman, 48, ist ein Star bei Blackrock. Seit 2011 leitet er die Sparte für Index- und börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs und verantwortet damit den am schnellsten wachsenden Bereich beim weltgrößten Vermögensverwalter.

Jetzt wird er befördert – Wiedman leitet künftig das internationale Geschäft und die Unternehmensstrategie, wie der Konzern mitteilte. Damit bringt ihn der langjährige Blackrock-Chef Larry Fink in eine gute Ausgangsposition, um eines Tages auch den Chefposten zu übernehmen.

Blackrock verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 6,4 Billionen Dollar. Rund 30 Prozent davon macht Wiedmans Sparte aus. Nach der Finanzkrise haben Indexfonds einen regelrechten Boom erlebt, was bei Vermögensverwaltern zu deutlichen Umstrukturierungen geführt hat.

Die Managementgebühren für die Fonds, die einen Index abbilden, sind deutlich geringer als bei aktiv geführten Fonds, und die ETFs sind unkompliziert handelbar. Wiedmans Geschäft ist in den vergangenen Jahren im Schnitt um rund 15 Prozent jährlich gewachsen.

Im November und auch im Dezember verkündete er Rekordzuflüsse, trotz unruhiger Märkte. Und er geht davon aus, dass Indexfonds weiterhin beliebt sein werden. „Der Markt wird um 13 bis 15 Prozent im Jahr wachsen, mindestens noch fünf Jahre“, sagte er erst Ende Oktober im US-Börsensender „Bloomberg TV“. Wiedmans Nachfolger wird Salim Ramji, der bislang die Vermögensberatung leitete.

Blackrock kündete zudem an weltweit 500 Stellen zu streichen, das entspricht drei Prozent der Belegschaft.

Vermögensverwalter sind angesichts der volatilen Märkte und sinkenden Gebühren in der Branche zunehmend unter Druck. Die Blackrock-Aktie hat im vergangenen Jahr 24 Prozent verloren.
Auch das Finanzinstitut State Street hat am Mittwoch angekündigt, die Stellen im obersten Management um 15 Prozent zu reduzieren.

Larry Fink, 66, verkündete derweil, dass es 2019 weitere Veränderungen bei Blackrock geben werde. „Unser Ziel ist es, das Unternehmen stärker zu verbinden, unsere Struktur zu vereinfachen und neue Wachstumsmöglichkeiten zu schaffen“, erklärte er in einem Memo seinen Mitarbeitern.

Wiedman, der 2004 zu Blackrock kam und zuvor für das US-Finanzministerium tätig war, ist dabei nicht der einzige Anwärter auf den Chefposten. Unter anderem sind auch der Amerikachef von Blackrock, Mark McCombe, und der operative Vorstand Rob Goldstein im Gespräch.

Mit Material von Bloomberg.

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