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Marketing-Coup Rapper Snoop Dogg steigt bei Zahlungsdienstleister Klarna ein

Der schwedische Paypal-Konkurrent Klarna hat den Rapper Snoop Dogg als neues Werbegesicht und Investor gewonnen. Das Ziel: auffallen. Das könnte so gelingen.
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Rapper Snoop Dogg steigt bei Zahlungsdienstleister Klarna ein
Snoop Dogg

FrankfurtDer schwedische Zahlungsdienstleister Klarna hat an diesem Donnerstag einen Marketing-Coup gelandet und präsentiert den Rapper Snoop Dogg als neues Werbegesicht. Der US-Künstler ist nach Angaben des Unternehmens zudem als Gesellschafter bei Klarna eingestiegen und hält nun einen Minderheitsanteil.

Für Snoop Dogg sei die Partnerschaft Teil seiner europäischen Investitionsstrategie, heißt es in einer Mitteilung von Klarna, die dem Handelsblatt vorliegt. „Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, mein Anlageportfolio im Technologiebereich auf Europa auszuweiten“, wird der Rapper darin zitiert. Er sei von dieser Partnerschaft „total begeistert“ und wolle helfen, die Botschaft des Unternehmens in die Welt zu tragen.

Sich von der Konkurrenz abzugrenzen ist für Anbieter im Zahlungsverkehr extrem wichtig. Der Bezahlvorgang ist für die Kunden schließlich nur das nötige Übel, im Fokus steht das Einkaufen. Klarna wirbt schon länger damit, dass das Bezahlen bei seinen Onlineshopping-Lösungen, zu denen seit 2014 auch die deutsche Sofortüberweisung gehört, besonders „smooth“ sei – also sehr einfach. Entsprechend wird Snoop Dogg in der Kampagne als „Smoooth Dogg“ auftreten.

Mit dem Versprechen, dass das Bezahlen schnell und einfach funktioniert, werben allerdings auch die Konkurrenten. Marktführer unter den Bezahldiensten ist immer noch Paypal. Laut Online-Payment-Studie des Handelsforschungsinstituts EHI entfielen zuletzt 20 Prozent der Umsätze im deutschen Onlinehandel auf Paypal. Mit Klarnas Sofortüberweisung wurden demnach annähernd drei Prozent der Umsätze bezahlt, außerdem bietet Klarna auch den Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung an.

Paydirekt, das Angebot der deutschen Kreditwirtschaft, kommt nur langsam voran, zuletzt hatte der Dienst 10.000 Onlinehändler angebunden, und 2,3 Millionen private Kunden haben sich registriert. Weitere starke Wettbewerber sind dagegen Google Pay und Apple Pay. Beide Bezahlsysteme sind seit dem vergangenen Jahr auch in Deutschland aktiv und ermöglichen Zahlungen per Smartphone an der Ladenkasse sowie in Apps und Onlineshops.

Seine Marke bei Verbrauchern und Händlern noch bekannter zu machen erscheint für Klarna also ein logischer und notwendiger Schachzug. Das Unternehmen, das 2005 in Stockholm gegründet wurde, arbeitet nach eigenen Angaben bisher mit rund 100.000 Händlern in Europa und Nordamerika zusammen und beschäftigt 2.000 Mitarbeiter in 14 Ländern.

Klarnas Geschäftsführer Sebastian Siemiatkowski kommentierte die Partnerschaft mit dem Rapper so: „Snoop ist nicht nur eine Rap-Legende, sondern auch ein erfolgreicher Geschäftsmann mit einem wirklichen Interesse an Technologien, dem Einzelhandel und E-Commerce.“ Er habe ein „gutes Verständnis für das Verhalten von Verbrauchern“ und sei „in Sachen Branding und Marketing einzigartig“. Über die Kampagne hinaus werde Klarna „kurzfristig“ noch einen weiteren Schritt der Partnerschaft bekanntgeben.

Als Werbegesicht war der Rapper schon öfter aufgetreten, beispielsweise für Burger King. Zu seinen am meisten beachteten Investments gehörte im vergangenen Jahr eine Investition in das Start-up Eaze aus San Francisco, einen Lieferdienst für Marihuana.

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