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Martin Zielke Commerzbank-Chef soll neuer Bankenpräsident werden

Der Präsident des Privatbankenverbandes BdB möchte, dass Commerzbank-Chef Martin Zielke sein Nachfolger wird.
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Er arbeitet gerade an einer neuen Strategie für die Commerzbank. Quelle: Bert Bostelmann / bildfolio für Handelsblatt
Martin Zielke

Er arbeitet gerade an einer neuen Strategie für die Commerzbank.

(Foto: Bert Bostelmann / bildfolio für Handelsblatt)

Frankfurt Commerzbank-Chef Martin Zielke hat derzeit lange Arbeitstage. Der Gewinn ist im ersten Halbjahr eingebrochen, die Aktie auf ein Rekordtief gefallen. Und der 56-jährige Diplom-Kaufmann tüftelt mit seinen Kollegen an einer neuen Strategie, die im Herbst vorgestellt wird.

Nach dem Willen von Hans-Walter Peters, dem Präsidenten des Privatbankenverbands BdB, kommt auf Zielke künftig noch mehr Verantwortung zu. Peters möchte, dass der groß gewachsene Nordhesse im April 2020 seine Nachfolge als BdB-Präsident antritt. Er habe Zielke diesen Wunsch bereits übermittelt, sagten mehrere mit dem Thema vertraute Personen und bestätigten damit einen Bericht der „Börsen-Zeitung“.

Zielke, der seit 2002 für die Commerzbank arbeitet, hat nach Informationen des Handelsblatts bisher jedoch noch nicht entschieden, ob er das Amt übernehmen will. Auf seiner Prioritätenliste stehen derzeit andere Themen – allen voran die Ausarbeitung einer neuen Strategie. Die Commerzbank und der BdB wollten sich zu einer möglichen Nominierung von Zielke nicht äußern.

Peters sähe es am liebsten, wenn sich jemand aus dem BdB-Vorstand als ehrenamtlicher Präsident zur Verfügung stellen würde. Zielke ist Vorstandsmitglied und wäre aus Sicht von Insidern auch aus anderen Gründen eine gute Lösung. Bei wichtigen regulatorischen Themen wie der Umsetzung neuer Kapitalregeln könnte er als Vertreter einer Großbank mehr Impulse setzen als der Chef einer Regionalbank.

Der Unterstützung von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing kann sich Zielke Finanzkreisen zufolge sicher sein. Beide Manager verstehen sich trotz der geplatzten Fusionsgespräche ihrer Institute im Frühjahr sehr gut.

Mehr: Die Umbrüche bei der Commerzbank stehen exemplarisch für die gesamte Finanzbranche. Banken müssen mit Sparern klar kommunizieren und eigenständig handeln.

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