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MBS Potsdamer Sparkasse ärgert Landesbank Berlin

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) in Potsdam will sich den 430 Sparkassen in Deutschland mit ihrer Tochter Weberbank als Dienstleister für das Private Banking empfehlen. Die LBB hat ähnliche Pläne.
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BERLIN. Für das Private Banking sei die MBS nach der Übernahme der Berliner Weberbank prädestiniert, sagt der neue Vorstandschef Johannes Werner. Die Weberbank konzentriert sich auf das gehobene Privatkundengeschäft und bietet auch Vermögensverwaltung an, was sich für die meisten Sparkassen mangels Masse nicht lohnt.

Streit im Sparkassenlager ist damit programmiert. Denn die Landesbank Berlin (LBB), die den Sparkassen gehört, will ähnliche Dienstleistungen anbieten. Das hat LBB-Chef Johannes Evers kürzlich angekündigt. Mit Patrick Tessmann, derzeit persönlich haftender Gesellschafter von Reuschel & Co Privatbankiers, hat die LBB einen ausgewiesenen Privatbanker als Privatkundenvorstand verpflichtet.

Ärger zeichnete sich bereits ab, als die MBS die Berliner Weberbank übernahm. Die LBB sah darin einen Verstoß gegen das Regionalprinzip. Es besagt, dass die Sparkassen nur auf dem Gebiet ihrer Träger operieren dürfen. Da die Weberbank aber keine Sparkasse ist, bezeichnete Werners Vorgänger, Werner Schubert, diese Vorwürfe als haltlos.

Johannes Werner selbst erwähnte die LBB mit keinem Wort in diesem Zusammenhang. Er verwies nur darauf, dass die NordLB ihren Anteil an der Hamburger Berenberg Bank verkauft habe. Damit habe jetzt kein Institut der Sparkassen-Finanzgruppe mehr direkten Kontakt zu einer Privatbank, was sich positiv auf die Angebote der Weberbank auswirken werde. Allerdings ist fraglich, ob der Ausstieg der NordLB auf die Zusammenarbeit mehrerer Dutzend Sparkassen mit der Berenberg Bank irgendwelche Auswirkungen hat.

Werner sieht beim Private Banking weiteres Wachstumspotenzial. Derzeit verwaltet die MBS ein Vermögen von einer Mrd. Euro, bei der Weberbank sind es derzeit 3,4 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2010 will Werner auf insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 5,6 Mrd. Euro kommen.

Stellenabbau bei der Weberbank

Während die MBS betriebswirtschaftlich glänzend dasteht, kündigte der Vorstandschef für die Weberbank empfindliche Schnitte an. So soll die Zahl der Mitarbeiter nach der Umstellung auf eine neue IT-Plattform von derzeit rund 230 auf unter 200 sinken. Nachhaltig schwarze Zahlen soll die Weberbank im Jahr 2012 schreiben.

Der Mutter geht es besser. "Wenn das ein Krisenjahr war, wünsche ich mir weitere", sagte Werner. Vor Bewertung stieg das Betriebsergebnis der MBS von gut 119 Mio. Euro auf mehr als 140 Mio. Euro. Wegen des höheren Wertpapiervermögens stieg das Betriebsergebnis nach Bewertung auf 178 Mio. Euro. In der Krise konnte die MBS auch ihre eine Cost-Income-Ratio auf 0,48 (Vorjahr 0,51) verbessern. Für einen Euro Ertrag muss die MBS lediglich 48 Cent aufwenden. Mit einer Bilanzsumme von 8,7 Mrd. Euro gehört die MBS zu den 20 größten Sparkassen in Deutschland.

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