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Medienbericht Deutsche Bank soll 2016 Kredit an Trump abgelehnt haben

Die Deutsche Bank weigerte sich einem Bericht zufolge im März 2016, Donald Trump einen Kredit zu gewähren. Die Bank hatte offenbar Bedenken mit Blick auf die Verwendung der Gelder.
Update: 02.02.2019 - 22:18 Uhr Kommentieren
Die Deutsche Bank hatte ihm vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt. Quelle: AP
Donald Trump

Die Deutsche Bank hatte ihm vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt.

(Foto: AP)

New YorkDie Deutsche Bank, ein langjähriger Kreditgeber des heutigen US-Präsidenten Trump, soll sich geweigert haben, ihm während seiner Wahlkampagne im Jahr 2016 einen Kredit in Millionenhöhe zu gewähren, berichtete die „New York Times“ am Samstag. Für hochrangige Mitarbeiter der Bank sei die Vergabe eines Kredites aufgrund Trumps spaltender Präsidentschaftskampagne zu riskant gewesen.

Die Deutsche Bank soll dem Bericht zufolge im März 2016 einen Antrag des US-Mischkonzerns Trump Organization abgelehnt haben, einen Kredit für ein Golfresort in Florida, das Trump National Doral, zu erhöhen. Mit dem Geld sollten angeblich Kosten gedeckt werden, die auf der Trump Turnberry Golfanlage in Schottland anfielen.

Doch die Deutsche Bank soll Sorgen gehabt haben, dass die Gelder möglicherweise für einen anderen Zweck verwendet werden könnten, wie beispielsweise die Finanzierung von Trumps Wahlkampagne für die US-Präsidentschaft.

Eine Sprecherin der Trump Organization bestritt gegenüber der „New York Times“, dass die Turnberry-Immobilie fremdfinanziert werden musste. „Dieser Bericht ist absolut falsch. Wir kauften Trump Turnberry ohne jegliche Finanzierung und steckten zehn Millionen Dollar unseres eigenen Geldes in die Renovierung, die 2014 begann. Zu keinem Zeitpunkt war Geld erforderlich, um den Kauf oder die Renovierung von Trump Turnberry zu finanzieren“, sagte sie.

Die Sprecherin äußerte sich allerdings nicht zu der Frage, ob das Unternehmen im Frühjahr 2016 die Deutsche Bank um einen Kredit gebeten hatte. Die Deutsche Bank wollte sich auf Anfrage des Handelsblatts nicht zu dem Medienbericht äußern.

Demokratische Gesetzgeber haben bereits angekündigt, dass sie Trumps Finanzgeschäfte – und damit auch seine Beziehung zur Deutschen Bank – untersuchen wollen. „Wir werden uns mit der Frage der möglichen Geldwäsche durch die Trump Organization befassen, und die Deutsche Bank ist ein naheliegender Ansatzpunkt, um damit zu beginnen“, sagte der Demokrat und Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff, dem „New Yorker“ im Dezember.

Die Beziehung des Frankfurter Geldhauses zum Immobilienmagnaten Trump reicht bis ins Jahr 1998 zurück. Damals gab die Deutsche Bank Trump einen Kredit in Höhe von 125 Millionen Dollar für Renovierungsarbeiten an einem Wolkenkratzer an der Wall Street. In den darauffolgenden 17 Jahren gewährte oder beteiligte sich die Deutsche Bank an Krediten für Trump und seine Unternehmen in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Dollar, schreibt die „New York Times“.

Laut einer Statistik des Ethikausschusses des Repräsentantenhauses von 2018 schuldet Trump der Deutschen Bank Trust Company Americas mindestens 130 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Immobilienprojekten wie beispielsweise dem zum Hotel umgebauten historischen Postgebäude in Washington nahe des Weißen Hauses.

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