Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Medienbericht Goldman plant offenbar Kürzungen im Rohstoffhandel

Unter dem neuen Chef David Solomon werden alle Bereiche überprüft. Ergebnisse sollen Ende Februar vorgelegt werden.
Kommentieren
Bei der US-Investmentbank werden derzeit alle Sparten überprüft. Quelle: AP
Logo Goldman Sachs

Bei der US-Investmentbank werden derzeit alle Sparten überprüft.

(Foto: AP)

New York Das Handelsgeschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Rohstoffen, FICC genannt, war lange Zeit die Profitmaschine von Goldman Sachs. Wer dort Erfolg hatte, qualifizierte sich für Höheres.

Der langjährige Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein hatte seine Karriere dort gemacht, ebenso wie seine Nummer Zwei, Gary Cohn und sein Co-Chef fürs Operative Geschäft, Harvey Schwartz. Doch neue Regulierungsvorschriften nach der Finanzkrise haben den Bereich deutlich weniger lukrativ gemacht. Goldmans neuer Chef, David Solomon, will die Einheit daher offenbar zurechtstutzen.

Die Investmentbank plane vor allem Kürzungen im Rohstoffhandel, berichtet das „Wall Street Journal“ am Dienstag. Goldman könnte sich unter anderem von dem Handel mit physischem Eisenerz, Platin und andren Metallen trennen, die hohe Kosten für die Lagerung und den Transport mit sich bringen, hieß es.

„Goldman hat länger als anderen an dem alten FICC-Geschäftsmodell festgehalten“, sagt Guy Moszkowsi vom Analysehaus Autonomous Research. Doch schon seit längerer Zeit sei klar, dass die Bank auch hier kürzen wolle. „Wir finden es gut, dass da neue Management das FICC-Geschäft weniger emotional betrachtet als das in der Vergangenheit der Fall war.“

Solomon, der seit Oktober Blankfein an der Spitze abgelöst hat, kommt anders als sein Vorgänger nicht aus dem Handel, sondern aus dem klassischen Investmentbanking. Er hat angekündigt, jeden Bereich der Bank genau zu betrachten und wenn nötig zu verkleinern oder auszubauen. Goldman braucht Ressourcen für den Vorstoß ins Privatkundengeschäft, der vor allem über die Online-Bank Marcus erfolgt.

Das Wall-Street-Haus bietet gut verzinste Sparkonten und Kleinkredite an Normalverdiener. Die Konsumentenkredite summierten sich zum Jahresende auf ein Volumen von fünf Milliarden Dollar, drei Milliarden Dollar mehr als ein Jahr zuvor. Die Einlagen lagen bei 35 Milliarden Dollar.

Ende Februar sollen die Ergebnisse von Solomons Überprüfung dem Verwaltungsrat vorgelegt werden. Ein Goldman-Sprecher war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Finance Briefing
Startseite

0 Kommentare zu "Medienbericht: Goldman plant offenbar Kürzungen im Rohstoffhandel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote