Medienbericht Nullrunde bei der Deutschen Bank

Das ist wohl einmalig in der Geschichte der Deutschen Bank: Allein in Deutschland müssen 25.000 Banker in diesem Jahr auf die sonst übliche Gehaltssteigerung verzichten – das lässt Rückschlüsse auf die Höhe der Boni zu.
Update: 30.01.2013 - 12:54 Uhr 9 Kommentare
Die Mitarbeiter müssen wohl auf eine Gehaltserhöhung verzichten. Quelle: Reuters

Die Mitarbeiter müssen wohl auf eine Gehaltserhöhung verzichten.

(Foto: Reuters)

Frankfurt
Rund 14.000 Mitarbeiter der Deutschen Bank müssen sich Finanzkreisen zufolge wegen der Sparpläne des Instituts in diesem Jahr auf eine Nullrunde einstellen. Betroffen seien alle außertariflich bezahlten Banker in Deutschland - in der Regel Mitarbeiter mit besonderen Aufgaben oder leitenden Funktionen, sagte ein Insider am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

"Gehaltserhöhungen sind sehr unwahrscheinlich", fügte er hinzu. Ähnlich düster sehe es bei den Boni für diese Banker aus, ergänzte ein Arbeitnehmervertreter. "Das Umfeld gibt im Moment nicht mehr als eine Nullrunde her." Insgesamt beschäftigt das größte deutsche Geldhaus 47.000 Mitarbeiter in Deutschland. Die Bank selbst äußerte sich nicht zu dem Thema.

Die Deutsche Bank will in den nächsten Jahren angesichts schrumpfender Erträge die Kosten um 4,5 Milliarden Euro senken. Mehr als 2000 Stellen sollen gestrichen werden, vor allem im Kapitalmarktgeschäft außerhalb Deutschlands und in der Vermögensverwaltung. Die traditionell am besten bezahlten Investmentbanker müssen sich Finanzkreisen zufolge zudem auf Bonus-Kürzungen um bis zu 20 Prozent einstellen.

Nach Ansicht von Analysten hat die Deutsche Bank im Schlussquartal 2012 nur noch einen Mini-Gewinn geschrieben. Das Institut hatte vor Weihnachten gewarnt, dass Kosten für Rechtsstreitigkeiten und den Konzernumbau das Ergebnis deutlich belasten. Von Reuters befragte Experten erwarten einen Jahresgewinn von 2,9 Milliarden Euro - ein Drittel weniger als 2011.

Die Bank legt am Donnerstagmorgen die Ergebnisse vor. Zudem werden die neuen Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen die Zahlen vor der Presse erläutern. Nachmittags wollen sie dann der Belegschaft die Ziele für dieses Jahr darlegen und einen Ausblick präsentieren.

  • rtr
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9 Kommentare zu "Medienbericht: Nullrunde bei der Deutschen Bank"

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  • Nullrunde für Nullnummern!

    Sorry, kein Mitleid für dieses Bankstertum.

  • Wissen Sie, dass ist wie die Sache mit der Prostitution.

    Letztlich soll das Finanzgeschäft ja ohnehin sehr damit zusammen hängen. Selten bleibt das Geld bei der hängen, die die Arbeit gemacht hat.

  • Warum zieht man Ackermann als Verantwortlicher des ganzen Desasters DB NICHT ZUR VERANTWORTUNG!!

    Und wenn die Mitarbeiter sich das gefallen lasse...selber Schuld!! Ausserdem haben viele in dem Betrugssystem auch mitgemacht!

  • @nikta

    Ausbeutung aus Leidenschaft!


    Falsch!! DAS IST KAPITALISMUS!!

  • "dass Kosten für Rechtsstreitigkeiten und den Konzernumbau das Ergebnis deutlich belasten."

    Diese Kosten haben nichts mit den Mitarbeitern zu tun. Sie allein vom Vorstand zu vertreten und von ihm auszugleichen, wenn man dies über Gehaltsverzicht regulieren will.

    Ob sich der amtierende Vorstand, respektive Aufsichtsrat einen Teil diesen Geldes von früheren Vorständen und Aufsichtsräten zurückholen will, ist wiederum eine Entscheidung dieser Gremien.

    Mitarbeiter sind außen vor.

    Die Vorstände und Aufsichtsräte haben sich in den vergangenen Jahren großzügigst am Gehaltstrog bedient und Mitarbeiter darben lassen. Das war nicht gerechtfertigt, wie der Offenbarungseid jetzt zeigt.

    Jeder, der etwas Gerechtigkeitssinn hat, wird dies ebenso sehen und die Rückforderung - im Zweifel aus der betrieblichen Altersversorgung derer - stellen.

  • Jetzt wissen die Mitarbeiter der Deutschen Bank endlich mal, wie gut sie es vorher hatten. Ihren Kollegen bei den Volksbanken und Sparkassen ergeht es nämlich fast immer so! Geringe Gehaltssteigerungen ( 3 % auf 2 Jahre verteilt ) und minimale Erfolgsprämien, sind da an der Tagesordnung. Prämien wie von nikita benannt, sind da nämlich standard ! Das ist jammern auf ganz hohem Niveau.

  • Was ist eigentlich mit dem Verhaltens-und Ethikkodex der Deutsche Bank, lieber lieber Herr „Rennen, mit kurzen Beinen“ (fitschen)?
    https://www.db.com/ir/de/download/Verhaltens_Ethikkodex_DB_April_2010.pdf
    Sicher sollte er nicht nur für „Fußvolk“ sondern auch für Managern dieser Bank gelten! Dieser Verhaltens-und Ethikkodex legt angeblich die Standards, die eine Basis für Richtlinien, welche die Umsetzung geltender Gesetze und Verordnungen erläutern. Ah, wirklich!? Ha-Ha! Und dieser Kodex basiert auf dem Leitbild (das Verleumdung ist!), der Marke (die keine mehr ist!), der Persönlichkeit (die eine gestörte ist!), den Werten (die erlogen und nie gefolgt waren!) und dem Markenversprechen (das sowieso kein Wert und keine Glaubwürdigkeit mehr hat!), aber die insgesamt sichere Grundlage für jetzige nicht nur Image-Katastrophe der DB bilden! Da Leitbild der DB ist: als weltweit führender Betrüger und Abzocker zu wirken. Wohl gelungen! Da die Marke und Profil der DB ist: Profit über die Leichen zu machen! Auch geschafft! Da die Persönlichkeit der DB ist: präzise, passionierte als ganovisch und gaunerisch geprägte. Nun als das entspricht jetzt Allgemeinwissen über diese Deutsche Bank! Da die Werte der DB nur Augenwischerei für Mitarbeiter sowie Öffentlichkeitstäuschung sind. Nun braucht dann DB keinen erlogener Verhaltens-und Ethikkodex, sondern soll das Strafgesetzbuch (StGB) als solchen nützen, nach mehreren wohl verdienten Paragrafen…

  • Wussten Sie schon, dass billige Töchterservicegesellschaften der Deutschen Bank AG kein Weihnachtsgeld bekommen und s.g. Boni des „Fußvolkes“ dieser billigen Servicegesellschaften im Durchschnitt 700-1000 Euro betragen. So, die angekündigten „Einsparungen“ werden wieder auf Kosten der Basis und nicht der verursachten Verluste DB AG-Köpfen durchgeführt werden. Das heißt Kulturwandel? Nein das ist Fortsetzung der „Ethik“ und Leitkultur der Deutsche Bank… Ausbeutung aus Leidenschaft!

  • Leider wurde versäumt, eine Kontonummer anzugeben für die Spenden. Notleidende Banken sind auch heute noch ein ernstes Thema, trotz mancher Verbesserungen ist die Not immer noch groß. Also gebet fleißig, wenn Ihr ein reines Gewissen haben wollt. Auch außerhalb der Weihnachtszeit sind Spenden immer willkommen.

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