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Minizinsen Der Gewinn der Sparda-Banken bricht ein

Die elf genossenschaftlichen Sparda-Banken spüren den Nullzins in der Euro-Zone besonders stark. Sie verdienen 2018 fast zehn Prozent weniger als im Vorjahr.
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Die Sparda-Banken müssen unter anderem damit rechnen, dass sie Geld für ihre IT in die Hand nehmen müssen. Schon 2018 stiegen die Aufwendungen. Quelle: picture-alliance/ dpa/dpawebpicture-alliance
Schriftzug der Zentrale der Sparda-Bank Berlin in Berlin-Lichtenberg

Die Sparda-Banken müssen unter anderem damit rechnen, dass sie Geld für ihre IT in die Hand nehmen müssen. Schon 2018 stiegen die Aufwendungen.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebpicture-alliance)

FrankfurtDie Sparda-Banken schaffen es nicht mehr, sich gegen den Minizins zu stemmen. Der Gewinn der elf Sparda-Banken rutschte im vergangenen Jahr deutlich ab. Sie verdienen unterm Strich 99 Millionen Euro und damit fast zehn Prozent weniger als im Vorjahr, wie ihr Verband am Freitag mitteilte.

Das Zinsniveau sei „ein Härtetest“, sagte Verbandschef Florian Rentsch. Die Sparda-Banken haben zwar im vergangenen Jahr auch ihren Kreditbestand leicht gesteigert. Sie sind aber auf die private Baufinanzierung spezialisiert und betreiben kein oder fast kein Firmenkundengeschäft. Andere Geldhäuser hingegen, besonders Sparkassen und Genossenschaftsbanken, bauen ihre Kreditvergabe an Firmenkunden immer weiter aus.

Man habe auch nicht vor, in die Finanzierung von Firmenkunden einzusteigen, so Rentsch. Er gehe davon aus, dass das Geschäft bei anderen Banken „in nächster Zeit unter erheblichen Druck geraten wird“, weil sich die Konjunkturaussichten eingetrübt haben.

Die Sparda-Banken spielen eine bedeutende Rolle für die Genossenschaftsbanken. Sie kommen zusammen auf eine Bilanzsumme von gut 74 Milliarden Euro und zählen 4,2 Millionen Kunden. Damit gehören sie zu den größten genossenschaftlichen Instituten. Die meisten der knapp 900 Volks- und Raiffeisenbanken sind weitaus kleiner als Sparda-Banken. Die Sparda-Banken wurden einst als Bank der Eisenbahn-Mitarbeiter gegründet.

Für das laufende Jahr zeigte der Verband sich jedoch zuversichtlich, dass der Überschuss nicht erneut so stark zurückgeht, wie Verbandsvorstand Uwe Sterz sagte. Allerdings müssen die Sparda-Banken damit rechnen, dass sie Geld für ihre IT in die Hand nehmen müssen. Schon 2018 stiegen hierfür die Aufwendungen.

Sieben der elf Geldhäuser verhandeln derzeit mit dem französischen IT-Dienstleister Sopra Steria über eine Kooperation. Bisher arbeiten sie allein mit einem eigenen IT-Dienstleister, der SDV in Nürnberg.

„Die Vertragsverhandlungen laufen zurzeit“, sagte Rentsch. Es sei das Ziel, sie in den nächsten Monaten abzuschließen. Drei Sparda-Banken indes wechseln mit ihrer IT und ihrem Kernbankensystem zum zentralen IT-Dienstleister der Genossenschaftsbanken, Fiducia GAD. Eine hat den Umzug schon vollzogen.

Zwischenzeitlich sah es allerdings so aus, als ob alle Sparda-Banken mit ihrer IT zur Fiducia GAD gehen. Rentsch hatte sich im Oktober noch zuversichtlich gezeigt, dass das klappt. Im Dezember folgte überraschend die Kehrtwende. Er betonte nun, dass der Verband deshalb keiner Spaltung entgegenwirken müsse. Er sehe den Verband vielmehr in einer Rolle des Koordinators.

Der Verbandschef forderte, dass sich der Staat im Falle einer Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank von seinen Commerzbank-Anteil trennt. Derzeit hält der Bund noch rund 15 Prozent an der Commerzbank. Man erwarte, dass der Bund sich in der neuen Struktur zurückzieht, sagte Rentsch. Er betrachte das als Verpflichtung des Bundes. Es sei der richtige Zeitpunkt, um die Verpflichtung einzulösen.

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