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Mitarbeiter-Umfrage Stimmung bei der Deutschen Bank hellt sich etwas auf

Trotz des Tohuwabohus der vergangenen Monate hat sich die Stimmung der Deutsch-Banker stabilisiert. Doch gut ist sie deshalb noch lange nicht.
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Die Bank kommt nicht zur Ruhe. Quelle: dpa
Zentrale der Deutschen Bank

Die Bank kommt nicht zur Ruhe.

(Foto: dpa)

Frankfurt Im Moment ist es nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig für die Deutsche Bank zu arbeiten. Das beweist auch die neueste Mitarbeiter-Umfrage des größten heimischen Geldhauses. Trotz der Rückschläge der vergangenen Wochen und Monate bergen die Ergebnisse der Befragung, die dem Handelsblatt vorliegen, aber auch ein paar ermutigende Botschaften für den neuen Vorstandschef Christian Sewing. Die Stimmung ist zumindest nicht noch schlechter geworden, in einigen Bereichen sogar etwas besser.

Die schlechte Nachricht der Mitarbeiter für den neuen Mann an der Spitze lautet: Noch immer ist nicht einmal die Hälfte der Mitarbeiter stolz darauf, für die Deutsche Bank zu arbeiten. Die gute Nachricht: Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur noch minimal verschlechtert.

Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre scheint erst einmal gestoppt. Motiviert für das Frankfurter Geldhaus zu arbeiten fühlen sich rund 60 Prozent der Mitarbeiter, das ist ein etwas besserer Wert als noch vor einem Jahr. Auch die Werte für den Einsatz (Commitment) für die Bank sind mit knapp 60 Prozent stabil geblieben.

Bemerkenswert an der Umfrage, an der sich gut 40.000 Mitarbeiter beteiligt haben, ist die Tatsache, dass sie von Mitte April bis Anfang Mai dieses Jahres stattfand. Also genau in jener Phase, als die Bank abrupt ihren Vorstandschef John Cryan gegen den bisherigen Leiter des Privatkundengeschäfts Christian Sewing ausgetauscht hat.

Aber auch nach dem Chefwechsel kommt die Bank nicht zur Ruhe. Im Gegenteil: An der Börse hat das Geldhaus seit der Ernennung des neuen Chefs noch einmal knapp 20 Prozent an Wert verloren. Sewing musste einräumen, dass nach dem verpatzten Jahresstart auch im zweiten Quartal die Geschäfte nicht rund laufen, und die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Bonität des Instituts herabgestuft. Außerdem hat der neue Mann an der Spitze der Bank ein neues Sparprogramm verordnet, das mindestens 7.000 Stellen kosten wird.

Trotz der Umwälzungen im Konzern fühlen sich deutlich mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter mit Respekt behandelt und genauso viele Deutsch-Banker sind nach wie vor bereit, für ihren Arbeitgeber, die „Extrameile“ zu gehen.

Ebenfalls ermutigend für Sewing: 60 Prozent der Banker glauben, dass ihr Arbeitgeber den Fokus auf langfristige Kundenbeziehungen und nachhaltige Ziele legt, das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Nachdenklich sollten den Vorstandschef allerdings stimmen, dass lediglich 75 Prozent der Mitarbeiter ihre Zukunft mittel- und langfristig bei der Deutschen Bank sehen. Anders ausgedrückt: Rund ein Viertel der Deutsch-Banker, und damit etwas mehr als im Vorjahr, spielt offenbar mit dem Gedanken, das Geldhaus zu verlassen.

Die Stimmung in der Bank mag sich stabilisiert haben. Gut ist sie deshalb aber noch lange nicht. Das weiß auch der stellvertretende Vorstandschef Karl von Rohr: „Auch wenn so einige Entwicklungen uns zuversichtlich machen, sind wir eindeutig noch nicht da, wo wir hinwollen“, schreibt er in einer internen Mail an die Mitarbeiter.

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