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Mobile Payment So funktioniert das Bezahlen mit Apple Pay – die 15 wichtigsten Fragen und Antworten

Apples Bezahldienst startet auch in Deutschland. Welche Banken ihn anbieten, wie er funktioniert und was Verbraucher wissen sollten.
Update: 11.12.2018 - 16:43 Uhr Kommentieren

Apple Pay startet in Deutschland – Diese Banken machen mit

München, Frankfurt Für viele iPhone-Fans hat das sehnsüchtige Warten endlich ein Ende. Wie der US-Konzern an diesem Dienstag in München mitteilte, ist sein Bezahldienst Apple Pay ab sofort auch in Deutschland verfügbar. Damit wird das iPhone zur Geldbörse. Nachfolgend die 15 wichtigsten Fragen und Antworten zu dem neuen Bezahldienst.

1) Was ist Apple Pay?
Apple Pay ist die digitale Bezahlmethode des iPhone-Herstellers Apple. Seit Dienstag können Nutzer in Deutschland damit bei vielen Einzelhändlern an der Ladenkasse bezahlen – außerdem in Apps und in Online-Shops. Das Angebot ist Teil der „Apple Wallet“, einer mobilen Geldbörse, in der Nutzer neben Bank- auch Kundenkarten und Tickets hinterlegen können.

2) Wer kann Apple Pay nutzen?

Die Nutzer benötigen eine Kreditkarte eines Finanzdienstleisters, der mit Apple kooperiert. Die weit verbreitete Girocard - ehemals EC-Karte - wird noch nicht unterstützt, doch nach eigenen Aussagen arbeiten die Banken daran. Außerdem brauchen Nutzer ein iPhone ab Version „iPhone SE“ beziehungsweise „iPhone 6“. Im Laden und in Apps können sie auch mit der Apple Watch bezahlen. Zahlungen in Apps und im Internetbrowser Safari sind mit dem iPad möglich.

3) Welche Banken machen mit?
Zum Auftakt bieten folgende Banken ihren Kunden Apple Pay an: Deutsche Bank, Hypo-Vereinsbank, die Onlinebank Comdirect sowie die Hanseatic Bank, die Digitalbanken N26, Bunq und Fidor. Zudem können Kunden über die Wirecard-App „Boon“, VIMPay und Edenred den neuen Dienst nutzen. Die Fidor-Bank ist darüber hinaus mit ihrem O2-Banking-Angebot vertreten.

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4) Bleiben Kunden anderer Banken außen vor?
Nein. Der Zahlungsdienstleister Wirecard bietet mit Boon schon länger eine bankenunabhängige Prepaid-Mastercard an, die in der mobilen Geldbörse von Apple hinterlegt werden kann. Nutzer können diese per Kreditkarte oder Banküberweisung aufladen.

5) Wollen andere Banken auch Apple Pay anbieten?
Ja, es gibt Pläne. Im ersten Halbjahr 2019 sollen unter anderem Consorsbank, DKB und ING folgen. Auch die Santander will sich anschließen, nennt aber noch keinen Starttermin. Andere äußern sich nicht so deutlich: Die Marktführer, die deutschen Sparkassen, prüfen derzeit Optionen. Aus ihrer Sicht ist das mobile Bezahlen auf Apple-Geräten von besonderem Interesse, wenn es um die künftige Leistungspalette im Zahlungsverkehr geht, so ihr Bundesverband DSGV.

Auch die Volks- und Raiffeisenbanken sind für eine mögliche Zusammenarbeit mit Apple grundsätzlich offen und prüfen das derzeit.

6) Wie funktioniert das Bezahlen?
Apple Pay funktioniert per NFC-Technologie, kurz für Near Field Communication. Über eine Distanz von maximal vier Zentimetern können damit Daten übertragen werden. Zum Bezahlen hält der Nutzer sein Smartphone nahe an das Kassenterminal und zugleich seinen Finger auf den Fingerabdrucksensor Touch ID. Die Eingabe einer PIN ist dabei nicht erforderlich. Alternativ zum Fingerabdruck können Nutzer neuerer iPhones die Zahlung auch per Face-ID autorisieren, indem sie kurz auf das Display schauen.

7) Wo kann man damit bezahlen?
Zahlen kann man an NFC-fähigen Kassenterminals. Das sind in Deutschland derzeit rund 580.000 Terminals, was rund 70 Prozent entspricht. Damit man Apple Pay nutzen kann, muss der jeweilige Händler auch Kreditkarten akzeptieren.

8) Wo kann man mit Apple Pay Online zahlen?
Auf seiner Website nennt Apple zahlreiche Händler, in deren Apps und auf deren Webseiten Kunden mit Apple Pay zahlen können, zum Beispiel bei: Adidas, Booking.com, Cyberport, Easyjet, Flixbus, Zara und Zalando.

9) Ist Apple Pay sicher?

Viele Kunden fürchten, dass das nicht der Fall ist. So haben 58 Prozent der deutschen Verbraucher Angst um die Sicherheit ihrer Daten, wenn sie kontaktlos mit Karte oder per Smartphone zahlen, zeigt eine Studie des Handelsforschungsinstituts ECC. Doch Daten zu stehlen, wäre sehr aufwändig. Dafür müssten Betrüger den Kunden mit speziellen Lesegeräten sehr nahe kommen.

10) Welche Daten sammelt Apple?
Der Tech-Konzern betont, dass bei Apple Pay keine Daten zu Transaktionen gespeichert werden, die auf einzelne Kunden zurückzuführen seien. Zudem werde nicht gespeichert, bei welchem Händler der Kunde kauft, was er kauft oder wie viel er gezahlt hat. Auch die Kartenummer werde weder auf dem Gerät noch auf Apple-Servern gespeichert und Apple reiche sie auch beim Bezahlen nicht an Händler weiter.

11) Fallen für die Nutzer Gebühren an?
Nein. Kunden müssen keine Gebühr zahlen, wenn sie mit Apple Pay etwas bezahlen. Das müssen sie auch dann nicht, wenn sie an der Ladenkasse direkt mit der Kreditkarte oder mit der Girokarte, früher EC-Karte genannt, bezahlen.

12) Welche Alternativen bieten deutsche Banken?

Ende Juli ist Google Pay in Deutschland gestartet. Der Bezahldienst für Android-Smartphones wird von der BW-Bank, der Commerzbank, ihrer Tochter Comdirect, N26, Wirecard mit „Boon“, VIMPay, Revolut und Paypal unterstützt. Während Apple die NFC-Schnittstelle für fremde Apps sperrt, können Banken für Android-Smartphones auch eigene Bezahlsysteme anbieten.

Die deutschen Sparkassen zum Beispiel sind damit Ende Juli gestartet. Kunden brauchen dafür die App „Mobiles Bezahlen“. Der Vorteil dort: Alternativ zu einer Kreditkarte können Kunden auch ihre Girokarte hinterlegen. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken haben ihre Banking-App – für Android-Geräte – um die Funktion mobiles Bezahlen erweitert. Die Deutsche Bank hat ebenfalls eine eigene Android-Lösung, sie funktioniert nur mit Kreditkarten.

13) Welche Bezahl-Apps gibt es noch?
Es gibt in Deutschland bereits zahlreiche Dienste zum Bezahlen per App. PaybackPay, die Bezahlmethode des Bonusprogramms, ist seit zweieinhalb Jahren bei ausgewählten Payback-Partnern verfügbar, darunter Rewe, dm und Alnatura. Da die Datenübertragung nicht über NFC, sondern über einen QR-Code läuft, funktioniert es sowohl mit iPhones als auch mit Android-Geräten. Auch eine Kreditkarte ist dafür nicht nötig, da die Zahlungen vom Girokonto eingezogen werden.

Daneben ist kürzlich der österreichische Anbieter Blucode mit den Handelspartnern Globus und Galeria Kaufhof in Deutschland gestartet. Die Datenübertragung funktioniert per Strichcode. Das Unternehmen kooperiert in Deutschland mit einem Dutzend Sparkassen. Auch Kunden anderer Banken können den Dienst nutzen, die Zahlungen werden dann per Lastschrift von ihrem Konto abgebucht.

Darüber hinaus gibt es Insellösungen einzelner Supermarktketten wie Edeka und Netto, eine Kooperation zwischen Shell und Paypal zum Bezahlen an der Tankstelle und kürzlich ist auch McDonald’s mit einer App ins mobile Bezahlen eingestiegen.

14) In welchen Ländern gibt es Apple Pay schon?
Apple Pay ist nun weltweit in knapp 30 Märkten aktiv. Neben den USA und Kanada beispielsweise auch in Australien und Japan. Innerhalb Europas sind unter anderem Frankreich, Finnland, Italien, Norwegen, die Schweiz und Schweden dabei, außerdem Russland und die Ukraine.

15) Wie kann der Dienst aktiviert werden?
Den Bezahldienst können Apple-Nutzer in der Wallet-App aktivieren. In der App können über den blauen Plus-Button (oben rechts) neue Kredit- oder Debitkarten hinzugefügt werden. Anschließend wird die Bank oder der kartenherausgebende Finanzdienstleister ausgewählt. Per Kamera-Scan oder manueller Eingabe können danach die Karteninfos hinzugefügt werden. Ist eine Karte auf dem iPhone hinterlegt, lässt sich diese anschließend auch auf die Apple Watch übertragen.

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